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Döbeln In Leisnig siegreich im Schleichgang
Region Döbeln In Leisnig siegreich im Schleichgang
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23:27 27.05.2018
Siegerfoto mit Organisatoren (von links): Ronald Thieme, Lions, der Zweitplatzierte Frank Groß, Sieger Carten Kaack, Drittplatzierter Rainer Künstler und Lions-Präsident Christian Münch. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Da muss vieles stimmen bei einer Oldtimer-Rallye, nicht nur das Wetter. Das war auch das Einzige, was stellenweise – und das bedeutet es im wahrsten Sinne des Wortes - manchen für einige Minuten die Tour verregnete. Jedoch hatte die Oldtimerfreunde vom Lions-Club in Leisnig, Landkreis Mittelsachsen, die Route tatsächlich so gelegt, dass manche Teilnehmer buchstäblich den Regenwolken davon fuhren.

Der Kleinstwagen Janus 250 von Zündapp gehört Wolfgang Wießner aus Döbeln. Das Fahrzeug mit dem Ein-Zylinder-Zweitakt-Motor bringt es mit seinen 14 Pferdestärken auf eine maximale Geschwindigkeit von 85 Kilometern pro Stunde. Vier Personen finden darin Platz – Rücken an Rücken. Quelle: Gerhard Schlechte

Motorradfahrer holt Pokal

Am Ende war es mit Carsten Kaack ein Motorradfahrer, der bei allen Wertungsprüfungen das geschickteste Händchen hatte. Schon mit der Wahl des Moderators hatten auch die Organisatoren um den Lions-Club-Präsident Christian Münch den richtigen Griff getan. Thomas Triemner moderierte erstmals die Rallye in Leisnig - und kam wohl durch Münchs eigene Vorliebe zu alten Karossen in die Stadt auf dem Berge.

Moderator lässt Teil der Gage da

Dort gefällt es dem Moderator so gut, dass er von seiner Gage gleich 100 Euro als Spende da ließ, die in den Rallye-Erlös einfließen.

Thomas Triemner aus Gera moderiert sonst Oldtimer-Rallyes von viel schwererem Kaliber. In Leisnig fühlt er sich dennoch wohl – so sehr, dass er einen Teil seiner Gage gleich dem Lions-Club da lässt und damit den Erlös ein Stück aufstockt. Quelle: Gerhard Schlechte

Der Mann aus Gera mit Erfahrung in Sachsen Oldtimerrallyes schaffte es, die 30 teilnehmenden zwei- und vierrädrigen Fahrzeuge jeweils im Abstand von zwei Minuten starten zu lassen.

Horst Leinweber aus Freiberg ging mit seiner Harley-Davidson in Leisnig an den Start. Mit dem guten Stück, Baujahr 1926, holte er den Preis für das älteste teilnehmende Fahrzeug. Er besitzt das Motorrad bereits seit 50 Jahren. Den Seitenwagen kaufte er später dazu. So ist das Gespann komplett. Quelle: Gerhard Schlechte

Menschliche Geschichten und ein bisschen Technik

Und trotzdem gab es für die bereits in den Morgenstunden zahlreich erschienenen Zuschauer keine langweilige Minute. „Menscheln muss es, und ein bisschen über die Technik der Fahrzeuge muss ebenfalls zu erfahren sein“, sagt Triemner augenzwinkernd. Sowohl zur Abfahrt schafft er es, das Interesse der Zuhörer wach zu halten. Etwa eine Stunde dauert es, bis alle auf der knapp 70 Kilometer langen Strecke sind.

Keiner Roadster ganz groß: Mit dem blauen MG-Mignet reiste das Ehepaar Lotze aus Lommatzsch zur 13. Oldtimer-Rallye in Leisnig an. Frank uns Carola Lotze sind schon zum dritten Mal bei der Veranstaltung vom Lions-Club Leisnig dabei. Quelle: Gerhard Schlechte

Langsamfahren ist der Trick

Gegen 14 Uhr wird mit der Ankunft gerechnet, doch sind zu dem Zeitpunkt erst ungefähr ein Drittel der Fahrzeuge wieder auf dem Leisniger Markt eingetroffen. Unterwegs war ein Geschicklichkeits- und Geschwindigkeitstest zu absolvieren: Eine Strecke von 310 Metern musste mit exakten 21 Kilometern pro Stunde abgefahren werden, also in 53,8 Sekunden.

Der beste hat nur drei Strafpunkte

Der genaueste Fahrer war Carsten Kaack mit seiner RT 125, Baujahr 1954. Er schaffte es in 54,2 Sekunden, kassierte für die geringe Abweichung lediglich drei Strafpunkte. Die zwei anderen Aufgaben absolvierte er ohne Fehler. Es waren Fragen zum Thema Erste Hilfe per Los zu ziehen, an anderer Stelle zwei Posten per Augenmaß genau in dem Abstand zu postieren, dass dies der Fahrzeugbreite entspricht. Platz zwei belegt Frank groß mit seinem Skoda Rapid, Baujahr 1985. Auf Platz drei rollt Rainer Künstler mit seinem Motorrad ES 175, Baujahr 1962, durchs Ziel.

Carsten Kaack ist der Sieger der diesjährigen Oldtimer-Rallye mit dem Lions-Club Leisnig. Mit nur drei Strafpunkten geht er mit seiner RT 125, Baujahr 1954, als der geschicktester Tour-Teilnehmer durchs Ziel. Quelle: Steffi Robak

Erlös für Jugendhaus Roßwein und Hospiz Leisnig

Nach der Rallye wird nun beim Lions-Club gezählt und gerechnet, denn es geht wie jedes Jahr darum, an wen der Erlös aus dem Wettbewerb ausgeschüttet wird. Der Erlös aus der Rallye vom vergangenen Jahr wird am 6. Juni an die Empfänger ausgeschüttet. Den Hauptanteil bekommt das Jugendhaus Roßwein für bauliche Arbeiten am Gebäude, damit dort weiterhin Veranstaltungen angeboten werden können.

Augenmerk auf Jugendfeuer

Mit 4000 Euro wollen die Lions von Leisnig den Club bei der Finanzierung unterstützen. 2000 Euro gehen zudem an das Hospiz Lebenszeit am Leisniger Hasenberg. Ferner werden der Schrebitzer Heimatverein sowie der dortige Faschingsverein unterstützt. „Wichtig ist uns auf jeden Fall die Jugendfeuerwehr von Leisnig“, sagt Lions-Präsident Christian Münch.

Gegen 15 Uhr waren alle Fahrzeuge wieder auf dem Marktplatz von Leisnig eingetroffen. Mit dem Erlös aus der Oldtimer-Rallye kann der Lions-Club Leisnig sein Ziel verfolgen, gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen finanziell zu unterstützen. Quelle: Gerhard Schlechte

Drei Kindergärten bekommen Geld

„Die dortige Arbeit ist ganz hoch zu schätzen, denn daraus sollen schließlich die Feuerwehrleute von morgen erwachsen.“ Aus dem Erlös der Rallye fließt zudem jedes Jahr ein Teil an drei ausgewählte Kindereinrichtungen auf dem Gemeindegebiet der Kommune Leisnig.

Von Steffi Robak

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