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Döbeln In Waldheim hat’s Penck gemacht: Museumshaus zeigt moderne Kunst
Region Döbeln In Waldheim hat’s Penck gemacht: Museumshaus zeigt moderne Kunst
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12:01 17.05.2019
Es ist nicht alles Kolbe im Stadt- und Museumshaus: Leiterin Barbara Hengst und Ingo Ließke, der ehrenamtlich hilft, schauen sich die neue Kunsttreppe an. Quelle: Dirk Wurzel
Waldheim

Georg Kolbes Plastiken haben jetzt zweidimensionale Gesellschaft bekommen. Werke der international bekannten Künstler Elvira Bach, Georg Baselitz, Felix Droese, Günter Förg, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Günther Uecker und Paul Wunderlich hängen jetzt an den Wänden im zweiten Treppenhaus des Waldheimer Stadt- und Museumshauses. Die François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur nennt eine umfangreiche Sammlung ihr Eigen und hat daraus eine Auswahl von 30 Arbeiten zusammengestellt, die das Stadt- und Museumshaus jetzt zeigt.

Großteil von Ostdeutschen Künstlern

„Der größere Teil der ausgestellten Bilder wurde zudem von aus Ostdeutschland stammenden Künstlern geschaffen, deren Offenheit für Neues weltweit für Resonanz sorgte, die mit ihrem Werk, das zu den bedeutendsten der Gegenwartskunst zählt, unsere Sicht auf das soziale Miteinander prägen, Gegenwart beeinflussen und so auch die Zukunft mitgestalten“, sagt François Maher Presley, Kurator der Ausstellung. Er hilft mit seiner Stiftung, das Museumshaus weiter zu beleben, in dem sonst „nur“ stehende Ausstellungen zu sehen sind: die Plastiken Georg Kolbes und die Stadtgeschichte. „Die von der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur initiierte Kunsttreppe im Museum Waldheim ist ein weiterer Schritt, das Angebot zu komplettieren und den ständigen Ausstellungen die Möglichkeit von Wechselausstellungen an die Seite zu stellen“, sagt Barbara Hengst, Leiterin des Stadt- und Museumshauses. Allein will das Museum die Besucher mit den Werken nicht lassen, Barbara Hengst spricht von entsprechenden museumspädagogischen Angeboten zur Kunsttreppe.

Treppenhäuser dienten früher der Repräsentation“

Die nun gezeigten Grafiken lassen sich unter dem Begriff Gegenwartskunst, umgangssprachlich moderne Kunst, einordnen, sind aber kein sinnfreies Gekleckse, sondern zeigen ihre Motive gegenständlich-abstrakt. Die ausgestellten Bilder entstanden unter anderem in den Techniken Siebdruck, Lithografie und Holzschnitt. Oft sind es sehr kleine Auflagen oder Unikate, so dass die Stücke auch einen gewissen Wert darstellen. Anders als bei Gemälden gibt es von Grafiken zumeist mehrere Exemplare.

Aber wieso hängt man solche Perlen der zeitgenössischen Kunst ins Treppenhaus? Zunächst einmal, weil da Platz ist. „Treppenhäuser dienten früher der Repräsentation. Man denke nur an alte Villen, wo in den Aufgängen Gemälde hängen“, verdeutlicht der Kurator an einem Beispiel.

Von Dirk Wurzel

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