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Döbeln In der Leipziger Hütte: Heimliche Liebeleien im Auenwald bei Geringswalde
Region Döbeln In der Leipziger Hütte: Heimliche Liebeleien im Auenwald bei Geringswalde
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20:00 22.01.2017
Die Leipziger Hütte im Auenwald bei Geringswalde wurde in den Gründerjahren um 1890 erbaut, diente als Unterschlupf und beherbergte so manche Liebelei. Quelle: Foto: Privat
Geringswalde

Könnte die Leipziger Hütte im Auenwald bei Geringswalde sprechen, sie hätte so manche Geschichte zu erzählen. Von schweißtreibenden Aufbauarbeiten, bei denen Männer mit den Händen werkelten statt mit der Elektrosäge zu hantieren. Oder von russischen Offizieren, die dort Unterschlupf suchten. Von Liebeleien und an die Wand gedrückten Damenhintern. Und auch von zwei Männern am Strick, die nicht mehr wollten oder konnten.

Das meiste weiß Gerhard Heinicker aus Stammtisch-Gesprächen und ausschweifenden Erzählungen. Er gehörte zu der etwa zehn Mann starken Gruppe, die im Jahr 1975 – „es könnte aber auch 1976 gewesen sein“ – die Leipziger Hütte wieder aufbauten. „Die Idee dazu kam uns beim Stammtisch in der Karpfenschänke“, erinnert sich der 83-Jährige.

Geringswalder Bürger erbauten die Leipziger Hütte in den Gründerjahren um 1890 herum. „Das waren Bürger, die der Arbeit in Richtung Leipzig nachgezogen sind“, weiß Gerhard Heinicker. „Die wollten ein Stück Heimat in der Nähe haben.“ Heinicker traf einst vier betagte Männer an der Hütte. „Die waren mal als junge Studenten des Lehrerinstituts in Rochlitz in der Geringswalder Rinnmühle und haben sich immer zur Leipziger Hütte fortgeschlichen“, erinnert sich der 83-Jährige.

Weil die Geringswalder schon mit der Leipziger Hütte aufgewachsen sind, hängen sie auch an dem geschichtsträchtigen Holzgebilde. Die Jahre, die ins Land zogen, gingen auch nicht spurlos an der Hütte vorbei. Kurzerhand initiierte der ehemalige Friseurmeister Konrad Weiß den Einsatz, an dem auch Gerhard Heinicker beteiligt war. Die Schutzhütte sollte eine Wiedergeburt erleben. Wieder in Handarbeit bauten die Männer die Hütte neu auf, dieses Mal ein bisschen größer und etwa 20 Meter neben dem eigentlichen Standort. Ein bisschen massiver ist sie geworden, ein bisschen geschlossener. Fenster und Türen fehlen allerdings noch immer. „Das ist nur ein Unterschlupf, eine Art Schutzhütte. Im Inneren gibt es nur ein paar Bänke.“ Immer mal wieder fehlen Einzelteile der Hütte. Das Schild, auf dem in großen, weißen Lettern „Leipziger Hütte“ steht, verschwand auch schon mal wie durch Zauberhand. Gerhard Heinicker und seine Mitstreiter schauten die vergangenen Jahre immer mal wieder nach dem Rechten. Bis heute machen Wanderer oder Sportler während ihrer Laufeinheiten hier Rast. Kinder spielen Verstecke und planschen am nahegelegenen Auenbach.

Doch noch ein ganz anderes Objekt beschäftigt Gerhard Heinicker seit geraumer Zeit: Eine alte Säule, die als Wegweiser für Wanderer und Vorbeiziehende dient, steht schief und verkommt nach und nach. Die Säule steht in der Nähe der Leipziger Hütte im Auenwald und ist knapp zwei Meter hoch. An jeder Seite weist sie den Weg mit Pfeilen beispielsweise nach Colditz aus. „An der Wetterseite haben sich schon ein paar Löcher eingefressen“, musste Heinicker besorgt feststellen. Er hofft, dass sich schon bald jemand der alten Säule annimmt. „Es wäre doch schade drum“, sagt der Geringswalder.

Von Stephanie Helm

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