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Döbeln In der Strockener Mühle soll jetzt Schnaps gebrannt werden
Region Döbeln In der Strockener Mühle soll jetzt Schnaps gebrannt werden
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08:03 01.09.2019
Die denkmalgeschützte Mühle in Strocken: in den Anbau links soll der Hofladen, dahinter kommt ein weiterer Anbau für die Brennerei. Quelle: Sven Bartsch
Strocken

Das ist mal eine Nachricht für das beschauliche Strocken: Nach der Weihnachtswelt von Unternehmerin Susann Munz, die jedes Jahr viele Besucher in den kleinen Ort lockt, soll es bald eine zweite Anlaufstelle für Touristen geben: Stephanie und Rüdiger Höpfner, seit 21 Jahren in Strocken ansässig, planen in ihrer denkmalgeschützten Mühle eine Destillerie für Obstbrände sowie einen Hofladen zum Verkauf einzurichten.

Der Laden soll im bereits bestehenden Mühlenanbau auf rund 27 Quadratmetern Verkaufsfläche untergebracht werden. Für die Destillerie soll ein neues Gebäude entstehen – 4,70 Meter hoch mit Satteldach und rund 40 Quadratmetern Produktionsfläche.

Großvater hatte schon Brennerei

So sieht es der Bauantrag vor, der dem Großweitzschener Gemeinderat in dieser Woche vorgelegt wurde. Die Räte stimmten dem Anliegen zu. Das Baurecht muss das Landratsamt erteilen. „Wir haben schon früh mit dem Denkmalschutz über unsere Pläne gesprochen und da war die Resonanz sehr positiv. Da erwarte ich keine Schwierigkeiten. Wir hoffen, dass wir 2020 mit den Bauarbeiten beginnen können und 2021 anfangen, die Brände herzustellen“, sagte Stephanie Höpfner der DAZ.

Sie und ihr Bruder Roland Pfützer – seit 2012 in Döbeln und heute Chefarzt der Inneren Abteilung des Klinikums Döbeln – seien schon von kleinauf mit dem Thema vertraut. „Wir sind damit aufgewachsen. Unser Großvater hat nach dem Krieg in Mannheim damit angefangen. Von unserem Vater wurde das weitergeführt. Von ihm haben wir das Brennrecht geerbt“, erzählt die 54-Jährige.

Technik aus Familienbesitz

Sie will in Strocken eine so genannte Abfindungsbrennerei betreiben. Ihr Bruder soll bei der Arbeit mitwirken. Diese stehen nicht unter zollamtlichem Verschluss wie die danach benannten Verschlussbrennereien. Die erlaubte Jahresproduktion an reinem Alkohol liegt bei 300 Litern.

Den Großteil der benötigten Technik hat die Familie noch in der Heimatstadt Mannheim. Diese soll nach Strocken gebracht werden, sobald der Bau beendet ist. „Wir haben noch eine relativ neue Brennblase, die unser Vater noch kurz vor seinem Tod gekauft hat. Das ist eine traditionelle Blase, die mit Holz befeuert wird und bei der es mehrerer Brenngänge bedarf. Alles wird von Hand gesteuert“, erklärt Stephanie Höpfner.

Reichlich Obst vorhanden

Zum Herstellen der Obstbrände darf nur eigenes Obst genutzt werden. Davon besitzt die Familie reichlich. Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, mehrere Apfel- und Birnensorten, Quitten und Brombeeren sollen zu Obstbrand verarbeitet werden.

2,5 Hektar Fläche gehören zum Haus, das eine Streuobstwiese besitzt. Dazu gibt es einen Obstgarten und ein Stück Land, das nächstes Jahr aus der Pacht kommt und auf dem weitere Bäume angepflanzt werden. Und Straßenränder mit Obstbäumen wollen Höpfners von einem Freund pachten.

„Wir fangen klein an und müssen erstmal herausfinden, was den Leuten schmeckt“, sagt Stephanie Höpfner. Die Vorfreude sei schon jetzt groß.

Von Sebastian Fink

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