Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Jubel im Jugendhaus: Die 100-Besucher-Grenze ist Geschichte
Region Döbeln Jubel im Jugendhaus: Die 100-Besucher-Grenze ist Geschichte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 18.03.2019
Unter anderem von der TeilSein-Stiftung hatte Roßweins Jugendhaus-Verein Geld bekommen, um die umfangreichen Brandschutzsanierungsarbeiten abschließen zu können. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

Mächtig viele Steine sind am Freitag bei den Vereinsmitgliedern des Roßweiner Jugendhaus e.V. gefallen. Und zwar von den Herzen, die für das Haus schlagen. „Wir haben endlich schriftlich die Freigabe bekommen, dass wir wieder mehr als 100 Leute zu unseren Veranstaltungen rein lassen dürfen“, ist Vereinschefin Karolina Kempe sichtlich erleichtert. Die zurückliegenden drei Jahre waren für die Einrichtung ein einziger Kampf: Weil Brandschutzauflagen zu erfüllen waren, musste das Haus umgebaut und zwischenzeitlich geschlossen werden. Den Verein, der mit den Einnahmen aus großen Konzertveranstaltungen die Betriebskosten für das Gebäude und seine soziale Arbeit für Kinder und Jugendliche der Stadt finanziert, hat das an den Rand der Existenz gebracht.

Ü-100-Party für Bauhelfer geplant

Anderthalb Monate ist es her, dass der Verein Spender und Sponsoren zu sich eingeladen hat, um zu zeigen, was in den letzten drei Jahren geschaffen wurde – unter anderem mit dem Geld, das von ganz vielen verschiedenen Seiten gespendet wurde und Dank vieler freiwilliger Helfer. Für die soll es demnächst auch noch eine „Ü100-Party“ geben, um den Abschluss der Durststrecke zu feiern.

In die sechsstellige Summe, die in den letzten drei Jahren verbaut wurde, sind außerdem Fördermittel geflossen, Geld von der Stadt, vom Eigentümer des Hauses. Überall mussten Brandschutzdecken eingezogen, Fluchtwege geschaffen, Brandschutztüren eingebaut, Leitungen unter Putz gelegt werden. Zwischenzeitlich hatte es nicht danach ausgesehen, dass der Verein die finanzielle Herausforderung würde stemmen können. „Ja, wir haben ans Aufgeben gedacht“, sagt Karolina Kempe, die dann doch wieder erstaunt war, wieviel Resonanz der große Hilferuf des Vereins vor etwa einem Jahr hervorrief.

Veranstalter dürfen wieder richtig Werbung machen

Erleichtert ist auch Sozialarbeiterin Nicole Schröder. Für 350 Besucher im Erdgeschoss, 200 in der ersten Etage hat der Verein die Genehmigung bekommen. „Jetzt können wir den Veranstaltern wieder sagen: Macht ordentlich Werbung für Eure Konzerte bei uns.“ Bisher lief alles auf Sparflamme, durften auch nach Fertigstellung das Saals im Erdgeschoss nicht mehr als 100 Gäste Einlass erhalten. „Mal schauen, wie es sich jetzt wieder entwickelt“, hofft nicht nur Nicole Schröder darauf, dass sich schnell herumspricht, dass im Roßweiner Jugendhaus wieder große Partys möglich sind. Schließlich hängt von den Einnahmen ab, wie der Verein vorankommt. Die Betriebskosten für das Haus in der Goldbornstraße verschlingen monatlich um die 1000 Euro.

Große Aufgabe: Hemmschwellen abbauen

Nicole Schröder und ihr neuer Kollege Silvio Römhildt sind als Sozialarbeiter darum bemüht, die während der baulich bedingten Schließzeit verloren gegangenen Kinder und Jugendlichen zurückzugewinnen. Momentan, so Schröder, laufe es ziemlich gut – dahingehend, dass der alte Stamm wieder da sei und täglich das Angebot nutze. Jetzt gehe es allerdings darum, neue Gesichter zu gewinnen. Dabei kämpft das Jugendhaus-Team nicht nur mit den Altlasten aus der zwischenzeitlichen Schließung, sondern auch mit seinem Ruf, der bei manchen Eltern eine große Hemmschwelle aufgebaut hat. Andere wiederum wüssten gar nicht, dass es die Einrichtung in Roßwein überhaupt gibt. Das zu ändern, ist eine der großen Aufgaben für das Sozialarbeiter-Team in Zukunft. Dafür will man unter anderem mit den Schulen der Stadt enger zusammenarbeiten.

Von Manuela Engelmann-Bunk

Von der Decke im Etzorfer Gotteshaus rieselte Putz. Das rief den Statiker auf den Plan.

18.03.2019

Mario Pohl aus Jeßnitz hat es wieder geschafft: Bei der Sat.1-Abnehmshow „The Biggest Loser“ ist er wieder eine Runde weiter, steht unter den letzten Neun. Drei Kilo hat er verloren und damit wieder eine Gewichtsmarke geknackt.

18.03.2019

Explodierende Mieten, schonungslose Eigentümer, fehlender Sozialbau: Dr. Andrej Holm zeichnete in seinem Vortrag ein düsteres Bild der Berliner Wohn- und Immobilienlandschaft.

18.03.2019