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Döbeln Wackliger Hausgiebel: Sorge an Leisniger Kanal-Baustelle
Region Döbeln Wackliger Hausgiebel: Sorge an Leisniger Kanal-Baustelle
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20:02 16.04.2019
Der Kanalbau am Schlossberg läuft. Jedoch bereitet eins der Häuser derzeit Sorge. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Am Leisniger Schlossberg droht ein Haus zusammenzustürzen. Diese Befürchtung kam bei Bauarbeiten für einen neuen Abwasserkanal auf. In einer Bauberatung verschaffte sich Bürgermeister Tobias Goth (CDU) zunächst ein Bild von der Lage. Baulastträger für den Kanal- und anschließenden Straßenbau ist die Stadt Leisnig.

Die Arbeiten am Schlossberg laufen bereits seit Monaten, und zwar wegen der räumlichen Enge direkt entlang der Hausfassaden. Die Baustelle ist wegen ihrer Länge in zwei Abschnitte geteilt. Im unteren Bauabschnitt laufen die Erdarbeiten noch. Diese haben jetzt eine Stelle erreicht, wo Bauarbeiter aktuell ein neues Schachtbauwerk setzten. Dort zweigt ein weiterer Kanal in Richtung Westen ab.

Lücke ist Problem

An der gegenüber liegenden Straßenseite steht ein relativ unscheinbares Haus mit rosafarbener Fassade. Zwischen diesem und dem bergab nächstfolgenden, etwas größeren und bewohnten Haus klafft eine Lücke. Das dort befindliche Gebäude wurde nach Informationen der DAZ vor etwa zwei Jahren abgerissen. Das Problem ist nun die Lücke.

Die Kanalbauer leisten am Schlossberg in Leisnig Millimeterarbeit. Jetzt bereitet ein Haus neben einer Abrisslücke Sorgen: Der Giebel ist möglicherweise nicht standsicher.

Der Nachbar im bewohnten Haus neben der Lücke hat dafür gesorgt, dass die Wand an seinem Giebel teils verputzt wurde. Doch für das kleinere, leer stehende Haus auf der anderen Seite der Abriss-Lücke hat sich darum niemand gekümmert. Der Lehmziegelbau liegt frei. Die Wand ist demnach der Witterung ausgesetzt.

Derartige Konstellationen treten in alten Städten wie Leisnig immer wieder auf: Ein Haus wird abgerissen, die Giebel der benachbarten Häuser sind frei und plötzlich ist die Statik der verbleibenden Gebäude beziehungsweise von deren Giebeln in Frage gestellt.

Nicht das erste Problem am Schlossberg

Zuletzt hatte es bei einem sehr prominenten Objekt, ebenfalls am Schlossberg, damit Probleme gegeben: Nachdem das so genannte Süttinger-Haus abgerissen werden musste – im Übrigen ebenfalls aus Gründen mangelnder Standfestigkeit – hatten die Nachbarn das Nachsehen, mussten ins Verputzen ihres Giebels investieren.

Wie das jetzt mit dem Gebäude an der Kanalbaustelle gelöst wird, ist offen. Der vormalige Eigentümer verkaufte das Haus vor wenigen Monaten. Jetzt muss entschieden werden, wie weiter verfahren wird.

Von Steffi Robak

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