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Döbeln Kaum Bewegung auf dem mittelsächsischen Arbeitsmarkt im Oktober
Region Döbeln Kaum Bewegung auf dem mittelsächsischen Arbeitsmarkt im Oktober
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14:38 30.10.2019
Im Oktober stagniert die Arbeitslosenquote im Landkreis Mittelsachsen. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Mittelsachsen

Die bereits im Vormonat eingesetzte Herbstbelebung hat sich auf dem mittelsächsischen Arbeitsmarkt auch durch den Oktober gezogen. Das geht aus den jüngsten Zahlen hervor, die die Agentur für Arbeit in Freiberg nun vorgelegt hat. Demnach ist die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen im Landkreis um 89 Personen gesunken. In der Region Döbeln waren 66 Personen weniger als noch im September arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosenquote stagniert im Landkreis

Damit hält sich die Arbeitslosenquote in der Döbelner Region weiterhin unter sechs Prozent. Aktuell liegt sie mit 1.860 als arbeitslos gemeldeten Personen bei 5,7 Prozent und damit noch einmal um 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zu den restlichen Regionen des Agenturbezirks – Hainichen, Freiberg, Rochlitz und Flöha – den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen. Mit Blick auf den gesamten Landkreis stagniert die Quote jedoch bei 4,5 Prozent.

Auftragslage im Außenbereich schrumpft

Zwar spricht die Agentur für Arbeit nach wie vor von Herbstbelebung, stellt jedoch gleichermaßen den saisonal bedingten Rückgang der Auftragslage im Außenbereich fest. „Fast 20 Stellen wurden zum Beispiel im Baubereich in diesem Monat weniger gemeldet. Ebenfalls einen Rückgang haben wir im Bereich Verkehr und Lagerwirtschaft und der Landwirtschaft zu verzeichnen, auch hier sind in diesem Monat zirka 20 Stellen weniger gemeldet worden“, erklärt Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg.

Ausgleich durch Qualifizierung schaffen

Im Oktober lag der Gesamtbestand der unbesetzten Arbeitsstellen bei 2.895. Seit Jahresbeginn sind in Freiburg 7.493 Stellen gemeldet worden. Im Schnitt bleibt derzeit jede Stelle für rund vier Monate unbesetzt. Den Ausgleich will die Agentur für Arbeit unter anderem durch Qualifizierung erreichen. Laut Susan Heine befanden sich im Landkreis im Oktober deshalb mehr als 460 Personen in einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme. Durch individuelle Förderung soll zudem nicht nur eine langfristige, sondern auch eine nachhaltige berufliche Integration geschafft werden.

Von André Pitz