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Döbeln Kommunalpolitiker kämpfen für Züge bis Dresden
Region Döbeln Kommunalpolitiker kämpfen für Züge bis Dresden
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20:00 24.01.2017
Seit die Strecke Döbeln Meißen still gelegt wurde, rollt kein Zug mehr bis zum Döbelner Bahnhof Zentrum. Es fehlen technische Voraussetzungen. Quelle: Wolfgang Sens
Döbeln

Die Bahnstrecke RB 110 von Leipzig über Grimma nach Döbeln soll über kurz oder lang wieder bis Dresden fahren. Das ist das erklärte Ziel der beiden Döbelner Landtagsabgeordneten Sven Liebhauser (CDU) und Henning Homann (SPD) sowie des Freiberger CDU-Landtagsabgeordneten Steve Ittershagen. Das Landtagstrio hatte Dienstag-Vormittag den Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen, Dr. Harald Neuhaus, und seinen Prokuristen ins Döbelner Rathaus eingeladen, um ihm genau diese Vorstellungen aus der Döbelner Region für einen Bahnverkehr zu verklickern. Ebenso saßen Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU), Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) und die Meißner Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU) mit im kleinen Sitzungssaal des Döbelner Rathauses.

„Wir pochen zum einen darauf, dass der Verkehrsverbund seine Versprechen einhält und die Züge aus Richtung-Leipzig bis zum Bahnhof Döbeln-Zentrum weiterrollen lässt. Das große Ziel ist aber, den Anschluss von Döbeln über Meißen bis Dresden keinesfalls aufzugeben sondern wieder zu beleben“, sagt Henning Homann nach der gestrigen Runde.

Er und seine beiden Landtagskollegen Sven Liebhauser und Steve Ittershagen haben mit dem Beschluss des Doppelhaushaltes 2017/18 für den Freistaat Sachsen dafür gesorgt, dass die Verkehrsverbünde, welche die Züge in Sachsen auf die Schiene stellen, 15 Millionen Euro mehr pro Jahr bekommen. Der Anteil, des Verkehrsverbundes Mittelsachsen beträgt daran 3,1 Millionen Euro. „Wir erwarten einfach, dass davon auch etwas in unserer Region ankommt“, so Sven Liebhauser. Sein CDU-Kollege Steve Ittershagen ist der Meinung, dass dieses zusätzliche Geld vom Land für den Bahnverkehr in Sachsen einen Ausgleich schaffen sollten zwischen den urbanen Zentren Dresden, Leipzig und Chemnitz auf der einen und dem ländlichen Raum mit wichtigen Mittelzentren wie Döbeln, die dazu auch noch eine überregionale Funktion haben.

Der Geschäftsführer des VMS und sein Prokurist hatten sich am Dienstag für das Thema offen gezeigt und erklärten sich bereit, die aufgezeigten Varianten einer Wiederbelebung der Bahnstrecke von Döbeln bis nach Dresden zu prüfen und die Zahlen durchzurechnen. In zwei Monaten soll es bereits das nächste Arbeitstreffen zwischen den Bürgermeistern und den Landtagsabgeordneten der Region mit dem VMS-Geschäftsführer geben.

Die drei Landtagsabgeordneten sprechen noch nicht von einem Durchbruch. „Es ist bei dem Gespräch klar geworden, dass die Region Döbeln eine größere Aufmerksamkeit braucht als bisher. Ich denke, dass ist beim VMS angekommen“, so Homann.

Für eine Zugverbindung von Leipzig über Döbeln und Meißen bis Dresden muss aber auch noch der Nachbarzweckverband, der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit ins Boot. Das heißt die Landräte von Bautzen bis Görlitz oder Meißen müssen davon überzeugt werden, dass wieder Züge von Döbelner über Roßwein, Nossen und Meißen in die Landeshauptstadt rollen. „Zweckverbandsgrenzen dürfen keinesfalls über das Schicksal von Bahnstrecken entscheiden“, findet Sven Liebhauser. Alle drei Landtagsabgeordneten sind von der Wichtigkeit dieser Zugverbindung nach Dresden überzeugt.

„Jetzt ist es wichtig, dass der Druck aus der Region Döbeln bei Thema aufrecht erhalten bleibt“, so Steve Ittershagen. „Vielleicht sind wir in zwei Monaten beim nächsten Treffen ja schon einen kleinen Schritt weiter“, hofft sein CDU-Kollege Sven Liebhauser. Alle drei Landtagsabgeordneten gehen davon aus, dass nicht erst in zehn Jahren wieder Züge über Döbeln bis Dresden rollen werden.

Von Thomas Sparrer

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