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Döbeln Rocksauna in Roßwein: Kraftklub spielen Spontankonzert
Region Döbeln Rocksauna in Roßwein: Kraftklub spielen Spontankonzert
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12:22 30.08.2019
Die Chemnitzer Band Kraftklub gab am Donnerstag im Roßweiner Jugendhaus ein spontanes Konzert. Quelle: privat
Rosswein

Das kommt nicht alle Tage vor im kleinen Jugendhaus in Roßwein (Kreis Mittelsachsen): Am Donnerstagabend haben Kraftklub aus Chemnitz die Bühne in der Goldbornstraße gerockt. Zwei Stunden dauerte das Benefizkonzert, bei dem 300 Leute im kleinen Saal des Jugendhauses für tropische Temperaturen sorgten.

„Das war eine Wahnsinns-Party“

„Das war eine Wahnsinns-Party“, ist Jugendhausvereins-Chefin Karolina Kempe ein paar Stunden nach dem Aufräumen glücklich. Erleichtert ist sie auch darüber, dass tatsächlich gerade so viele Leute gekommen waren, wie letztlich auch in den Saal passten. Da war es gut, dass für das Konzert nur per Mundpropaganda Werbung gemacht werden durfte.

Dass die Chemnitzer Band nach Roßwein gekommen ist, hängt mit einer Anfrage des Jugendhaus-Vereins zusammen. Der feiert nämlich in diesem Jahr im September sein 25-jähriges Jubiläum und wollte zu diesem Anlass unter anderem Kraftklub in die Provinz holen. Allerdings passte der Termin den Chemnitzern nicht in den Tourplan und damit schien ein Besuch in Roßwein passé. „Am Dienstag hab ich dann einen Anruf vom Kraftklub-Drummer bekommen, dass in dieser Woche was möglich wäre“, ist Karolina Kempe noch immer platt.

„Wir haben ganz schön rotiert“

Weil im Jugendhaus am Sonnabend schon eine Abi-Finanzparty stattfindet und auch der Freitag mit einer kleinen Mugge blockiert war, blieb nur noch der Donnerstagabend. Und das war richtig sportlich für das Jugendhaus-Team. Innerhalb von zwei Tagen galt es, alles für den Auftritt der Band vorzubereiten. „Wir haben ganz schön rotiert.“ Für eine Aufräum-Aktion am Wochenende war gerade ein Container vor dem Haus aufgestellt worden, der nun weg musste. Und es musste unter anderem auch schnell noch eine Anlage ausgeliehen werden, weil die Jugendhaus-eigene defekt ist. „Vielleicht können wir sie ja jetzt reparieren“, sagt Karolina Kempe mit Blick auf den Benefizcharakter des Konzertes.

„Gott sei Dank mussten wir niemanden wegschicken“

Das wird nicht nur den Roßweiner Jugendhäuslern noch lange in Erinnerung bleiben. Wer zufällig von der Party erfahren hatte und dabei sein wollte, fuhr schon am späten Nachmittag in die Goldbornstraße. Am Ende passte alles wie die Faust aufs Auge. „Gott sei Dank mussten wir niemanden wegschicken.“ Die 300 Leute, die da waren, füllten den Saal komplett aus. „Sonst hat man es bei Konzerten ja eher, dass paar Leute drinnen und paar Leute draußen sind.“ Hier nicht. Keiner wollte Kraftklub in Roßwein verpassen, die auch noch „Blond“ mitgebracht hatten, quasi ihre kleine Schwestern-Band.

Dementsprechend war das Klima im Saal. „Ich bin gar nicht reingekommen, ohne dass mir sofort meine Brille angelaufen ist“, lacht die Jugendhaus-Chefin. Aufgrund der hohen Temperaturen ist irgendwann nur noch Wasser von der Bar aus in die Massen hineingereicht worden – zum trinken oder abduschen eben. Jung und Alt feierten gemeinsam. Neben dem Publikum, das die Band noch aus ihrer Anfangszeit kennt, waren auch ganz viele Jugendliche dabei. „Viele auch mit ihren Eltern.“ Wer beizeiten vor Ort war, konnte sogar noch Basketball mit den Kraftklub-Jungs spielen, denn die waren schon am Nachmittag angereist und tummelten sich auf dem Gelände.

„Dieses Konzert hat ganz viele Leute glücklich gemacht“

„Dieses Konzert hat ganz viele Leute glücklich gemacht“, sagt Karolina Kempe. Sie ist dankbar für das Statement, das die Chemnitzer Jungs mit dem Konzert da ließen – nicht nur durch ihre Anwesenheit, sondern auch in einer extra Ansprache. Kleine Jugendhäuser wie das Roßweiner brauchen Unterstützung, um die Klubkultur am Leben zu erhalten. Und das heißt eben auch: Nicht immer nur in die große Stadt fahren und dort Geld ausgeben. Für Bands wie Kraftklub heißt es: Auch mal in der Provinz spielen.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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