Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Sozialministerin bei Helios Leisnig: Nein zu Klinik-Schließungen in Sachsen
Region Döbeln Sozialministerin bei Helios Leisnig: Nein zu Klinik-Schließungen in Sachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:58 13.08.2019
Klinik-Rundgang (von links): Oberarzt Reinhard Junghans, Staatsministerin Barbara Klepsch, Dr. Rudolf Lehle und Klinikgeschäftsführerin Peggy Uhlmann. Quelle: Foto: Gerhard Dörner
Leisnig

Zum ersten offiziellen, öffentlichen Auftritt als Klinikgeschäftsführerin bei Helios in Leisnig hatte Peggy Uhlmann die sächsische Ministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch zu Gast. Beim gestrigen Rundgang durch das Haus blieb die aktuelle Bertelsmann-Studie zur deutschen Klinik-Landschaft nicht unerwähnt. Diese suggeriert, deutschlandweit könnte die Hälfte der Krankenhäuser geschlossen werden, unter anderem mit dem Argument zu geringer Fallzahlen bei kleinen Häusern. Den Medizinern würde es schlichtweg an der Routine mangeln. Zudem wird argumentiert, in kleinen Häusern sei der Personalmangel schwerer abzufedern als in großen Kliniken.

Bertelsmann-Studie für Sachsen ohne Aussagekraft

Auf die Frage, welche Aussagekraft die CDU-Politikerin der Studie für Kliniken wie in Leisnig beimisst, antwortet sie: „Ein Drittel der in die Studie einbezogenen Häuser verfügen über weniger als 100 Betten. Dazu kann ich nur sagen: Dies trifft auf den Freistaat Sachsen nicht zu.“ Lediglich zehn Häuser im Freistaat seien mit einer derart geringen Bettenanzahl ausgestattet. Und darunter seien acht Fachkrankenhäuser.

Aus der Bertelsmannstudie also eine Handlungsoption für den Freistaat Sachsen abzuleiten, sei nicht gerechtfertigt. Auswertungen der Studie stellen deutschlandweit die Existenz von bis zu 50 Prozent der untersuchten Kliniken in Frage. Die Helios Klinik Leisnig, zwischen Dresden, Leipzig und Chemnitz, verfügt als Akutkrankenhaus der Regelversorgung über 175 Betten.

Grund- und Regelversorgung für Mittelsachsen

Klepsch war nicht in Leisnig angetreten, um Schließungsbotschaften zu überbringen. Zusammen mit dem CDU-Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl, Dr. Rudolf Lehle, sowie von Vertretern des Landrats und der Stadt Leisnig verschaffte sich die CDU-Politikerin einen Überblick über den Stand im Klinikum Leisnig. Im Gespräch mit Klinikgeschäftsführerin Peggy Uhlmann, dem stellvertretendem ärztlichen Direktor Dr. Hassan Issa, dem leitenden Oberarzt Reinhard Junghans sowie Pflegedirektorin Uta Reichel konnten sich Barbara Klepsch und Dr. Rudolf Lehle ein Bild von der aktuellen Situation und über anstehende Projekte der Klinik machen.

Dabei betonte die Ministerin sehr klar die Bedeutung der Helios Klinik Leisnig als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung für die Region Mittelsachsen. „Die Helios Klinik Leisnig ist ein gut aufgestelltes und wichtiges Krankenhaus. Das Land Sachsen hat sehr bewusst in den Neubau der Notaufnahme investiert, um den Klinikstandort und damit auch die Region nachhaltig zu stärken“, erklärte die Ministerin.

Freistaat investierte bewusst 2,4 Millionen Euro

Der Freistaat Sachsen hatte den Neubau der Notaufnahme, die vor einem Jahr eröffnet wurde, mit 2,4 Millionen Euro finanziell unterstützt. Im Anschluss überzeugte sich Barbara Klepsch auf einem Rundgang durch die neue Notaufnahme persönlich von diesem Projekt.

Momentan verschafft sich auch die neue Geschäftsführerin Peggy Uhlmann ein Bild von der Klinik, nur auf andere Weise: Auf dem Verwaltungssektor. Dabei ist ihr das Haus nicht vollkommen neu. Im Jahr 1999 hatte sie ihre Tätigkeit bei Helios begonnen, und zwar genau am Standort Leisnig.damals fungierte sie als stellvertretende Verwaltungsleiterin neben Gerd Koslowski an der Klinik-Spitze. Die 51-Jährige arbeitete zuletzt in der Helios-Klinik in Plauen. Sie stammt allerdings aus der hiesigen Region und freut sich, für ihre nächsten Aufgaben in die Heimat zurückkehren zu können. Ihr Elternhaus steht in Hausdorf bei Colditz.

Von Steffi Robak

In einer Plakatieraktion geht es gegen eine Band. Der AJZ-Verein fühlt sich zu Unrecht unter Verdacht und distanziert sich. Da rollt die nächste Kleber-Attacke über Leisnig. Bei der Stadt heißt es: „Wir bauen auf die Vernunft.“

12.08.2019

Paukenschlag bei den Linken. Die Spitzen der Partei in Döbeln und im Landkreis erklären, auf den Posten des Vize-Oberbürgermeisters in Döbeln verzichten zu wollen. Damit schießen sie auch gegen Lothar Schmidt, der für die Linke diese Position bislang besetzte.

12.08.2019

Nach sieben Jahren an der an der Harthaer Pestalozzi-Oberschule räumt Schulleiterin Kerstin Wilde ihren Platz. Sie tritt überraschend eine neue Stelle in Lichtenau. Um diese bemühte sie sich bereits vor zwei Jahren, nun gab es die Zusage.

12.08.2019