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Döbeln LKA sucht Geschädigte nach Einbruchsserie
Region Döbeln LKA sucht Geschädigte nach Einbruchsserie
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15:55 31.01.2019
Im vergangenen Jahr waren Handwerkerautos immer wieder Ziel einer mutmaßlichen Diebesbande. (Symbolbild)
Im vergangenen Jahr waren Handwerkerautos immer wieder Ziel einer mutmaßlichen Diebesbande. (Symbolbild) Quelle: Christian Nitsche
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Landkreis Mittelsachsen/Leipzig

Die Asservatenkammer ist prall gefüllt. Etwa 250 mutmaßlich gestohlene Gegenstände – darunter zahlreiche Werkzeuge – sind sichergestellt worden. Doch bisher konnten nur die wenigsten Objekte bestimmten Straftaten oder gar geschädigten zugeordnet werden. „Hauptproblem ist, dass die geschädigten Handwerker zwar ihren Schaden polizeilich angezeigt haben, aber nur sehr selten die Individualnummern ihrer entwendeten Gegenstände kennen“, informiert das sächsische Landeskriminalamt (LKA) in einer Mitteilung.

Das sächsische Landeskriminalamt sucht nach den Eigentümern von zahlreichen Werkzeugen und anderen Gegenständen, die im vergangenen Sommer sichergestellt wurden.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Bandendiebstahls, dass im Juli vergangenen Jahres von der Staatsanwaltschaft Leipzig eingeleitet worden ist. „Zwischen Juni und Juli des Jahres 2018 verdichteten sich Erkenntnisse, dass in den Landkreisen Leipzig und Mittelsachsen eine Bande agiert, die nachts Blitzeinbrüche in geparkte Handwerkerfahrzeuge begeht“, so das LKA.

Tour durch zwei Landkreise

Nach Angaben der Ermittlern wendeten die Langfinger immer eine ähnliche Masche an: „Die Täter gingen in den Landkreisen Leipzig und Mittelsachen motorisiert auf Erkundungstour und schlugen an zufällig ausgewählten Handwerkerfahrzeugen die Heck- oder Seitenscheiben ein. Dabei machten die Kriminellen in zahlreichen Städten Halt. In der Döbelner Region sind Geschädigte in Hartha, Waldheim, Leisnig, Geringswalde und in Döbeln selbst zu finden. Auch in Penig, Borna, Bad Lausick, Mittweida, Trebsen, Grimma, Mügeln, Königsfeld, Colditz und Rossau waren die Diebe unterwegs. „Auch Freiwillige Feuerwehren und Geschäftsräume in der Region wurden angegriffen“, teilt das LKA mit. Gestohlen wurden immer Werkzeug beziehungsweise Baumaterial. Bislang beträgt der Ermittelte Schaden mehr als 110.000 Euro.

Vier Tatverdächtige ermittelt

Im August vergangenen Jahres schlugen die Ermittler unter Federführung des LKA schließlich zu und durchsuchten mehrere Objekte im Landkreis Mittelsachsen. Dabei gingen ihnen vier männliche Tatverdächtige im Alter zwischen 22 und 56 Jahren ins Netz. „Die Ermittlungen dauern an und die Suche nach weiteren Tatverdächtigen läuft weiter“, informiert das LKA. „Daher können weitere Details derzeit nicht bekanntgegeben werden.

Öffentlich ist derweil die Liste mit den entsprechend sichergestellten Gegenständen. Diese kann auf dem Fahndungsportal der sächsischen Polizei abgerufen werden. Wer sein Werkzeug wiedererkennt, kann sich beim LKA telefonisch unter 0800/855 2055 melden. Eine E-Mail mit Informationen zur eigenen Erreichbarkeit an gs.chemnitz.lka@polizei.sachsen.de ist ebenfalls möglich.

Von André Pitz