Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Milchlaster stürzt von der Autobahn auf die Landstraße bei Simselwitz – Fahrer stirbt
Region Döbeln Milchlaster stürzt von der Autobahn auf die Landstraße bei Simselwitz – Fahrer stirbt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:41 11.02.2019
Fassungslos blicken die Rettungskräfte von der Autobahnbrücke auf den herabgestürzten Lkw. Dem Fahrer konnten sie nicht mehr helfen. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln

Tonnenweise haltbare H-Milch für einen Supermarkt hatte der tschechische 40-Tonner geladen, der am Montag an der Autobahnbrücke über die Staatsstraße 32 bei Simselwitz von der Autobahn 14 stürzte.

Kurz vor 14 Uhr hatte der Lastwagenfahrer auf der Fahrbahn in Richtung Leipzig offenbar ein Baustellenfahrzeug übersehen. Der Laster führ auf den Kleintransporter auf, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanken und das Brückengeländer und stürzte etwa sechs Meter tief von der Brücke auf die darunter führende Straße. Das Fahrerhaus grub sich beim Aufprall zur Hälfte in die Böschung ein und fing Feuer.

Zwei Lkw-Fahrer und mehrere Pkw hatten schnell angehalten und versuchten vergeblich mit ihren Bordfeuerlöschern das Feuer zu löschen.

Ein tschechischer 40-Tonnen-Laster ist von der Autobahnbrücke bei Simselwitz abgestürzt. Zuvor hatte er dieses Straßenbaufahrzeug gerammt. Quelle: Thomas Sparrer

Der tschechische Lastwagenfahrer starb in seinem Fahrerhaus. Ob sich noch eine zweite Person im Lastwagen befand, konnte zunächst nicht geklärt werden, da sich die Beifahrerseite tief in den Boden gegraben hatte. Mit schwerem Gerät wurde am Abend mit der Bergung des Lasters begonnen.

Für Aufregung hatte zudem ein DL-Autokennzeichen gesorgt, das Polizisten am Böschungshang nahe der Unfallstelle fanden. Sollte der Laster noch einen Pkw unter sich begraben haben?

Ein Datenabgleich ließ die Einsatzkräfte schließlich aufatmen. Es handelte sich um ein älteres Kennzeichen, dass offenbar bei einem früheren Auffahrunfall mal weggeschleudert und bei den Aufräumarbeiten übersehen wurde.

Die Feuerwehren Döbeln, Mochau, Mockritz und Limmritz waren mit acht Einsatzfahrzeugen und rund 30 Mann Besatzung vor Ort. Sie löschten den brennenden Lkw und bargen später den Leichnam. Die Freiwillige Feuerwehr Roßwein sicherte unterdessen die Unfallstelle oben auf der Autobahn ab.

Die Döbelner Feuerwehrleute löschten den brennenden Lkw. Rund herum lag die Ladung: Tetrapacks mit H-Milch. Quelle: Sven Bartsch

Die Polizei schickte einen Havariekommissar und die Dekra vor Ort, um den Unfallhergang zu rekonstruieren und zu klären, ob von dem auslaufenden Diesel-Milch-Gemisch Umweltgefahr ausgeht. Der diensthabende Staatsanwalt wurde ebenfalls informiert.

Nach aktuellen Informationen, der für diesen Autobahnabschnitt zuständigen Polizeidirektion Leipzig befand sich außer dem getöteten Lastwagenfahrer keine weitere Person im Fahrzeug. Mit hundertprozentiger Sicherheit steht das aber erst nach Ende der Bergungsarbeiten fest. Zum Alter des Lkw-Fahrers machte die Polizei am Abend noch keine Angaben. Der Leichnam war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geborgen. Er solle später zur Untersuchung in die Gerichtsmedizin gebracht werden.

Der Leitplankenmonteur, der im gerammten Kleintransporter saß, wurde bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt..

Am Montag ist ein LKW auf der A14 bei Döbeln durch das Geländer einer Brücke gebrochen und dabei auf die Straße darunter gekracht. Der Fahrer kam in der Folge des Unfalls ums Leben.

Am späten Nachmittag rückte die Bergungsfirma Hübler mit Spezialtechnik an und begann einen Kran aufzubauen. Wegen der Bergung war die Autobahn in Fahrtrichtung Magdeburg bis gegen 18 Uhr voll gesperrt. Dann wurde die linke Fahrspur wieder freigegeben. Die Bergung des Lasters unter der Brücke werde bis spät in die Nacht dauern, so die Experten des Unternehmens.

Von Thomas Sparrer

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Polizei ist am Sonntag ein 30-jähriger Autofahrer ins Netz gegangen. Der Mann war auf Drogen, mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs und hatte keinen Führerschein. Jetzt wird weiter ermittelt.

11.02.2019

Die Unterzeile des Titels „Die letzte erfolglose Band und die Braut“ führt gehörig in die Irre. Wer ein Potpourri frechfröhlicher Lieder, eine harmlose Entspannung zum Wochenende vorgesehen hatte, musste seine Erwartung sogleich vergessen. Stattdessen wurde er oder sie Zeuge einer „kleinen Bestandsaufnahme“, wie bereits das Programmheft trefflich formuliert.

11.02.2019

Der Jeßnitzer Mario Pohl rast weiter durch „The Biggest Loser“. Für die Sat.1- Abnehmshow stellte der Jeßnitzer sogar einen Rekord auf.

11.02.2019