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Döbeln Laternen sollen auch ohne Strom leuchten
Region Döbeln Laternen sollen auch ohne Strom leuchten
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17:03 05.04.2019
Wenn in Westewitz das Licht ausgeht, sollen die Laternen dank reflektierender Banderolen dennoch sichtbar bleiben. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Großweitzschen/Westewitz

Selten wurde die Bürgerfragestunde im Großweitzschener Gemeinderat so rege genutzt wie zuletzt. Sven Christ aus Westewitz hatte sich besonders auf die Sitzung vorbereitet und sprach neben dem Müllproblem im Gewerbegebiet Mockritz einige weitere Themen an - und erhielt Antwort von der Gemeindeverwaltung.

Laternen-Banderolen: „Seit eineinhalb Jahren habe ich Sven Krawczyk gebeten nachzufragen, ob die Laternen, die nachts in der Gemeinde ausgeschaltet werden, mit Banderolen beklebt werden“, sagte Sven Christ. Hintergrund: Aus Kostengründen werden nachts einzelne Straßenlaternen ausgeschaltet. Sven Christ zitierte aus der Straßenverkehrsordnung, dass dafür reflektierende, rot-weiße Banderolen an den Laternen angebracht werden müssten. „Die Banderolen kosten im Internet zwischen acht und 20 Euro. Die Gemeinde zahlt im Schadensfall. Es ist nur Glück, dass sich bisher keiner verletzt hat, zum Beispiel bei Festen, wenn da einer auf dem Heimweg hinfällt“, meinte Christ.

Bauamtsleiter Klaus Bichler klärte auf: „Wir hatten im Dezember ja dazu telefoniert. Inzwischen sind die Verkehrsschauen erfolgt. Das Material ist bestellt und schon da. Es wird bei geeigneter Witterung angebracht. Damit die Banderolen ordentlich kleben, muss es trocken sein.“

Gehölzschnitt: Am Wohnblock in Westewitz, Am Waldrand 84 D, sei jede Menge Totholz in den Anpflanzungen zu sehen. „Das sollte die Gemeinde mit dem Bauhof mal freischneiden“, sagte Christ. Und: Im Gemeindeblatt gab es einen Aufruf, dass alle Leute ihre Pflanzen so beschneiden sollen, dass die Straßenbreite eingehalten wird. Daran hält sich die Gemeinde aber selbst nicht“, kritisierte er und nannte eine große Weide in Mockritz als Beispiel. Auch in Höckendorf knallten jeden Tag links und rechts Äste und Zweige an den Müllwagen, den er beruflich fährt.

Während die Verwaltung den Freischnitt am Wohnblock zur Prüfung aufnahm, relativierte Klaus Bichler das Thema Freischnitt an Straßen: „Wir können nicht einfach alle Pflanzen beschneiden. Wir müssen uns immer erst fragen, woher kommt es, ist es unsere Pflanze?“, sagte er. Auch hier müsse erst geprüft werden.

Leben in den Ortsteilen: „Von dem, was in der Gemeinde angepackt werden sollte, habe ich bislang wenig gemerkt. Man könnte doch mal Ortsteilfeste organisieren oder der Gemeinderat mal zum Grillabend einladen. Sie wollen, dass Leute hierher ziehen. Wie soll sonst in der großen Gemeinde ein Zusammenhalt gefunden werden?“, fragte Christ.

Ratsmitglied Manfred Nestler unterstützte das Ansinnen, mehr Leben in die Ortsteile zu bringen. Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler) stellte klar: „Die Gemeinde ist nicht für die Veranstaltung von Festen verantwortlich. Wir unterstützen aber gern die Vereine, was wir auch tun – zum Beispiel beim Bühnenbau.“

Von Sebastian Fink

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