Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Lesestoff für Vorschulkinder in Leisnig – versiegt die Geldquelle?
Region Döbeln Lesestoff für Vorschulkinder in Leisnig – versiegt die Geldquelle?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:41 09.10.2019
Hey, es gibt was Neues in der Bücherei... Die Mädchen und Jungen von der Kita Sonnenschein waren schon mal neugierig. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Lauter kleine Sonnenscheine eroberten am Mittwoch die Stadtbibliothek in Leisnig. Dort gab es neue Bücher zu entdecken, genau für solche Knirpse. Zusammen mit Konstanze Eulitz von der Stadtbibliothek entdeckten die Kinder einen neuen Leseschatz.

Dieser besteht aus 25 Büchern aus der Reihe „Was ist was? Junior“. Zudem hat die Bibliothek 18 neue Hörbücher im Bestand. Insgesamt 400 Euro durfte Bibliotheksleiterin Kerstin Otto ausgeben. Die Was ist was?“ Reihe existiert in der Leisniger Einrichtung vollständig. Mit dem neuen Kauf wurde nachgelegt. Auf diese Weise will die Bücherei-Leiterin auf zwei Kanälen punkten: Schon ganz kleine Kinder an das Lesen heranführen, zudem Eltern oder Großeltern mit ihren Kindern in die Einrichtung an der Kirchstraße lotsen: Holen sich Mama oder Oma neue Bücher, dann kann sich auch der Junior etwas für sich aussuchen.

Die Reihe „Was ist was?“ bietet nicht nur Unterhaltungswert, sondern auch Bildung, was Konstanze Eulitz mit den kleinen Gästen am Mittwoch sogleich ausprobiert. Ein Buch erklärt kindgerecht, wie eine Erkältung beziehungsweise Grippe entsteht, wie man sich und andere davor schützen kann, damit man sich untereinander nicht ansteckt.

Das Geld für diese Kinderbücherreihe beantragt Kerstin Otto seit Jahren aus Mitteln der Charlotte-Weiß-Stiftung, und hat damit Erfolg. Jetzt muss sie damit rechnen, dass diese Geldquelle versiegt. Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) musste zur jüngsten Ausschüttung von Stiftungszinsen schweren Herzens die Mitteilung machen, dass sich die Reihen der für einen Antrag zugelassenen Einrichtungen lichten müssen.

Wie die DAZ berichtete, kündigte Goth an, dass vor allem kommunale Einrichtungen genau genommen nicht mit den Stiftungsgeldern ausgestattet werden sollen. Der Grund liegt im Stiftungszweck: Charlotte Weiß, 2002 im Alter von 98 verstorbenen Leisniger Geschäftsfrau, hatte mit dem Vermächtnis ihres Besitzes an die Stadt Leisnig den Grundstock dafür gelegt, dass zu ihrem Geburtstag im April die Zinsen ihres finanziellen Vermögens ausgeschüttet werden, jährlich etwa eine vierstellige Summe.

In den zinsschwachen Jahren schrumpft der Ausschüttungsbetrag. Die Ausschüttung an sich beziehungsweise die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, wird bekannter. Bei mehr Antragstellern müssen die Zinsen dann durch mehrere Empfänger geteilt werden. Charlotte Weiß wollte vor allem auf privater Ebene helfen.

Die Stadtbibliothek als städtische Einrichtung, ebenso im Übrigen die Seniorenbegegnungsstätte, fielen genau genommen aus dem Kreise der Empfänger. Kerstin Otto bleibt zuversichtlich: „Über mangelnde Unterstützung seitens der Stadt kann sich die Bibliothek nicht beschweren.“ Spannend wird, was die nächste Ausschüttung im April 2020 bringt.

Von Steffi Robak

Das Amtsgericht muss entscheiden, wann die Bauarbeiten anfangen dürfen. Der Nachbar will ein ungestörtes Saisonende im Eiscafé Venezia durchsetzen.

10.10.2019

Die Abfallentsorgung wird für die Mittelsachsen in den nächsten Jahren teurer. Während die Steigerungen beim Restabfall zwischen sechs und 14 Prozent liegen, muss beim Sperrmüll und vor allem beim Grünschnitt sehr viel tiefer in die Tasche gegriffen werden.

09.10.2019

Der Winter kommt. In Hartha wird daher schon fleißig der Weihnachtsmarkt geplant. Bis in die nächste Woche können Interessierte sich noch für Standplätze bewerben.

09.10.2019