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Döbeln MFM macht Roßwein zum Aufzugsmekka Deutschlands
Region Döbeln MFM macht Roßwein zum Aufzugsmekka Deutschlands
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07:04 27.07.2019
Bei seinem Besuch im Mittelsächsischen Fachzentrum Metall und Technik durfte sich Finanzminister Dr. Matthias Haß (2.v.r.) ins Golgene Buch der Stadt Roßwein eintragen. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

Normalerweise ist es während der Sommerferien auch im Mitteldeutschen Fachzentrum Metall und Technik in Roßweins Döbelner Straße ruhig. Freitagmittag herrschte Betrieb. Schnittchen und kühle Getränke wurden aufgetischt. Sachsens Finanzminister Dr. Matthias Haß (CDU) weilte auf Einladung der Roßweiner CDU in der Stadt – um das MFM kennenzulernen und mit Roßweiner Unternehmern und Handwerkern ins Gespräch kommen zu können.

Fehlende Zuganbindung auch für MFM problematisch

Vielleicht war der ein oder andere in der Runde ganz froh, dass der elf Meter hohe Turm des Roßweiner Zentrums für Aufzugtechnik am Freitag nicht zum Rundgang gehörte, beziehungsweise lediglich ein Blick von unten in das Objekt hinein gewagt werden konnte. Diether Hils, Geschäftsführer des Mitteldeutschen Fachzentrums Metall und Technik hatte es aus Sicherheits- und Temperaturgründen dabei belassen, das vor zehn Jahren in Betrieb genommene Aufzugszentrum in Wort und Bild vorzustellen und die Turmbesteigung auszusparen. „Da oben ist es brütend heiß.“ Was der Delegation entging, war der Blick – nicht nur über die Stadt, sondern fast bis nach Leipzig und auch Dresden. Thema waren beide Städte dennoch, und zwar gleich von Beginn an. Ein ländlicher Standort, so Diether Hils, sei nicht das Problem des MFM mit seinem Aufzugzentrum. Problematisch sei, dass dieser Standort mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln nicht erreichbar ist.

Die Ost-West-Verbindung von Leipzig nach Dresden ist vor Jahren in Roßwein stillgelegt worden. „Wir bemühen uns sehr, dass hier wieder ein Zug fährt“, schickte Dr. Rudolf Lehle, CDU-Direktkandidat für die bevorstehende Landtagswahl in Richtung des Finanzministers. „Dabei sind wir angewiesen auf die sächsische Staatsregierung.“ Schließlich gebe es in Roßwein ja wohl auch ein paar Wohnungen zu vergeben, die auf Sanierung warten. Der Wohnraummangel in den großen Zentren allein reiche nicht, der ländliche Raum müsse auch erreichbar sein.

„Jeder kennt Roßwein

Probleme damit, nicht bekannt zu sein, hat Roßwein an sich nicht. Zumindest nicht in Metallhandwerkerkreisen und der Aufzugsbranche. „Jeder kennt Roßwein“, weiß Diether Hils. Das liegt an der eng mit dem Metallhandwerk verbundenen Geschichte der Stadt, in der aus der früheren Bundesfachschule Metallhandwerk vor zehn Jahren das Mitteldeutsche Fachzentrum erwachsen ist. Heute ist das fachpraktische Schulungszentrum für mittelständische Unternehmen der Aufzugsbranche das einzige produktneutrale Zentrum in ganz Deutschland. Hier wird fachspezifisch aus- und fortgebildet, alle relevanten System der Aufzugstechnik werden in Roßwein geschult.

Auf die zweiwöchige Praxisschulung im Turm und mit Experten der Branche, die jetzt zum Angebot den Zentrums gehört, habe man lange hingearbeitet. Fachmonteure für Aufzugsanlagen oder auch Servicemonteure sind die Zielgruppe. Auf diesem Gebiet, so Hils, liege die Kernkompetenz des Unternehmens, „das ist unsere Marke“, mit der Roßwein in den Markt gebracht werden soll.

Nicht nur der Finanzminister lauschte den Ausführungen von Diether Hils aufmerksam. Spannend war es wohl auch für die Unternehmerkollegen aus Roßwein zu sehen und zu hören, was sich hinter den unscheinbaren Mauern an der Döbelner Straße verbirgt.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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