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Döbeln Mattheshof Auterwitz wird Mehrgenerationenhaus
Region Döbeln Mattheshof Auterwitz wird Mehrgenerationenhaus
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07:00 13.06.2019
Das Torhaus des Mattheshofes in Auterwitz. Quelle: Sven Bartsch
Auterwitz

Es zieht neues Leben ein auf dem Mattheshof in Auterwitz: Julia Brück und Martin Tscharnke haben den Vierseithof bei einer Zwangsversteigerung am 6. Juni am Amtsgericht Chemnitz erworben. Jetzt will das Paar mit seinen vier Kindern und einem befreundeten Paar im Rentenalter einziehen und den Hof denkmalgerecht sanieren.

„Bei der Versteigerung waren gefühlt das halbe Dorf und der Bürgermeister anwesend und als wir den Zuschlag bekamen, gab es spontanen Applaus im Saal. Wir sind sehr glücklich, mit dieser Unterstützung aus dem Dorf zu starten“, schreibt Julia Brück auf DAZ-Anfrage.

Kontakt seit Februar

„Das Dorf hat sich gefreut, das habe ich gemerkt. Was die neuen Besitzer vorhaben, hört sich sehr gut an“, meint Bürgermeister Immo Barkawitz gegenüber dieser Zeitung.

Schon seit Februar hatten die beiden Riesaer Kontakt nach Auterwitz. „Über die alte Webseite des Ökohofs Auterwitz haben wir Kontakt mit Anke Vogel und Claudia Eberlein aufgenommen, waren mehrmals im Dorf zu Besuch und haben mit verschiedenen Menschen aus Auterwitz gesprochen“, erklärt Julia Brück. Dementsprechend groß war das Interesse an der Auktion.

Letzter Besitzerwechsel 2011

Der Verein Umweltzentrum Ökohof Auterwitz war der Vorvorbesitzer des Mattheshofes. Nachdem dieser 2011 Insolvenz angemeldet hatte, ersteigerte Carlo Ziegeler den Hof und nutzte ihn ab 2012 mit seinem Unternehmen als Auterwitzer LebensArt.

Hier gab es Ferienworkshops mit Theater, Naturcamps und Tierpflege. Zudem gab es eine Kooperation mit der Döbelner Regenbogenschule. Regelmäßig kamen Gruppen von Besuchern mit Behinderung, die im Garten arbeiteten oder drinnen Handarbeitsprodukte herstellten.

Zwei Wochen Zeit zum Auszug

Nun kam für die LebensArt das Aus in Auterwitz. Innerhalb von zwei Wochen nach der Versteigerung muss Carlo Ziegeler den Hof verlassen. Die neuen Besitzer wollen schnell einziehen und haben schon konkrete Vorstellungen für die Zukunft.

Eine Mehrgenerationengemeinschaft soll hier entstehen. Den Anfang machen Brück, Tscharnke und ihre vier Kinder sowie ein befreundetes Paar. Sie kennen sich bereits aus ihrer zeit in der Lebenstraumgemeinschaft in Jahnishausen bei Riesa und haben somit Erfahrung in Sachen mehrere Generationen unter einem Dach.

Hof denkmalgerecht sanieren

Nach dem Einzug wolle man erstmal gemeinsam ankommen. „Möglichst bald wollen wir uns um die denkmalgerechte Sanierung des Hofes kümmern. Es ist uns sehr wichtig, die Historie und die Schönheit des Hofes zu erhalten und Teil dieses wunderbaren Dorfes zu werden“, schwärmt Julia Brück.

Die Voraussetzungen sind gut. Martin Tscharnke gehört das Ingenieurbüro für Haustechnik „Müller und Partner“ in Riesa. Außerdem ist er selbst Klempnermeister und Ausbilder mit viel Erfahrung im Baugewerbe.

Regenbogenschule bleibt Ansprechpartner

Auch einige Projekte soll es künftig auf dem Hof wieder geben, die die Käufer mit den Anwohnern abstimmen wollen. Die Regenbogenschule bleibt zudem ein Ansprechpartner. Nur ein „Weiter so“ wollen sie nicht. „Uns ist aber wichtig, einen klaren Neuanfang auf dem Mattheshof zu haben“, sagt Brück.

Von Sebastian Fink

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