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Döbeln Messermann verunsichert Anwohner in Waldheimer Oststadt
Region Döbeln Messermann verunsichert Anwohner in Waldheimer Oststadt
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17:07 21.01.2020
So ruhig, wie auf dem Foto, geht es in dieser Straße in der Waldheimer Oststadt nicht immer zu. Die Polizei schaut dort jetzt verstärkt hin. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

Mit Reizgasspray hat sich eine junge Waldheimerin bereits ausgerüstet. Sie hat Angst um sich und ihre Familie. Ihren Namen will sie darum nicht in der Zeitung lesen. In ihrer Nachbarschaft wohnt ein 18-jähriger Deutscher, der am 30. Dezember ein Auto demoliert und einen Anwohner mit einem Messer bedroht haben soll. Die Polizei hatte das damals bestätigt. Beamte hatten den Mann damals überwältigt und mitgenommen, aber nicht drinnen behalten, sondern wieder auf freien Fuß gesetzt.

Am Montag gab es nun den nächsten verstörenden Vorfall. Nach Informationen der DAZ sollen mehrere Ausländer versucht haben, bei dem 18-Jährigen Drogen zu kaufen. Aber eine Frau wollte sie nicht ins Haus lassen, woraufhin einer der Männer handgreiflich wurde. Schließlich sei die Polizei gekommen. Aus deren Sicht gestaltet sich der Sachverhalt allerdings noch etwas rätselhaft. Andrzej Rydzik, stellvertretender Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz: „Den Polizeieinsatz am gestrigen Tag kann ich zunächst bestätigen, wobei der Grundsachverhalt noch ein Stück weit unklar ist. Durch eine Zeugin wurde gegen 15 Uhr eine handfeste Auseinandersetzung zwischen einer Jugendlichen und einem jungen Mann gemeldet, wobei die Jugendliche verletzt wurde.“ Als die Beamten eintrafen, war der junge Mann bereits verschwunden. „Von wem die Auseinandersetzung ausging und welches Motiv dahintersteckt, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen“, sagt Andrzej Rydzik. Auch muss die Polizei noch klären, ob es sich bei dem geflohenen jungen Mann um den Tatverdächtigen vom 30. Dezember handelt, ob und wie er in die üble Geschichte verstrickt ist.

Für manche Anwohner tut die Polizei zu wenig, sie sorgen sich um ihre Sicherheit. „Für die Sorgen der Anwohner haben wir durchaus Verständnis. Ich kann an dieser Stelle versichern, dass wir das besagte Objekt verstärkt im Rahmen des täglichen Streifendienstes im Blick haben“, sagt Andrzej Rydzik dazu.   „Solche Auseinandersetzung wie am 20. Januar lassen sich jedoch trotz verstärkter Präsenz nie gänzlich verhindern.“

Reagiert hat mittlerweile die Hausverwaltung, die die Wohnungen im betreffenden Haus verwaltet. Das bestätigt Gaby Zemmrich, Geschäftsführerin des gleichnamigen Immobilienservice. „Wir haben Maßnahmen eingeleitet, auch weil es zu Beschädigungen an der Mietsache kam.“ So fehlt in der Wohnung ein Fenster. Dieses ist mit Wellpappe abgedichtet.  

Es ist nicht ausgeschlossen, dass der 18-Jährige bald umzieht, die Anwohner den Störenfried auf diese Art loswerden. Wie die DAZ erfahren hat, soll er der junge Mann aus einem Heim direkt in seine eigene Wohnung gezogen sein und unter Betreuung stehen.    

Von Dirk Wurzel

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