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Döbeln Nachwuchsastronomen in Hartha im Vordergrund
Region Döbeln Nachwuchsastronomen in Hartha im Vordergrund
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13:33 17.11.2017
Die Sternwarte Hartha bemüht sich jetzt besonders um Nachwuchsastronomen, eine Kindergruppe hat sich gebildet. Der zehnjährige Nick Fenske (l.) und der neunjährige Tom Böhle lernen bei Sternenfreund Claus Lichtmann Astronomisches. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Hartha

Die Sternwarte in Hartha hat ein Alleinstellungsmerkmal in Mittelsachsen – das hat der Verein, der die Fläche bewirtschaftet und nutzt, erkannt. Aus diesem Grund will sich der Verein in der kommenden Zeit verändern: mehr Arbeit mit und für Kinder, weg von starren Gewohnheiten und hin zum digitalen Zeitalter. Aktuell wird viel geplant und auch schon umgesetzt. Die Fäden im Hintergrund dafür zieht Gangolf Forst, der seit Februar 2017 Mitglied des Vereins ist. Dieser kümmert sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und um die Vorbereitung visueller Beobachtungen.

Finanzielle Unterstützung der Stadt

Der Verein finanziert sich zum einen aus Mitgliedsbeiträgen, zum anderen durch die Eintrittsgelder der Besucher: „Einmal in der Woche haben wir einen Vortragsabend, 20 Plätze stehen zur Verfügung. Viel Geld kommt dabei nicht zusammen“, sagt der Pressewart. Doch durch die großzügige finanzielle und technische Unterstützung der Stadt Hartha könne der Verein überleben. Die Sternwarte Hartha bemüht sich jetzt besonders um Nachwuchsastronomen, eine Kindergruppe hat sich gebildet. Der zehnjährige Nick Fenske (l.) und der neunjährige Tom Böhle lernen bei Sternenfreund Claus Lichtmann Astronomisches.Die Mitgliederstatistik des Jahres 2017 ist vielversprechend: Fünf Mitglieder konnte der Verein gewinnen, davon sind drei Mitglieder unter 40 Jahren. Insgesamt hat der Verein 25 Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liegt bei 48 Jahren.

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Vortragsprogramm wird überarbeitet

Digital hat sich schon einiges getan, die Website wird stetig aktualisiert. So soll es auch das Programm betreffend weitergehen. „Das Vortragsprogramm wird als überarbeitungsbedürftig eingeschätzt. Neue Vorträge mit aktuellem Bezug sind dringend nötig“, betont der Ruheständler.

Vor kurzer Zeit hat sich eine Kindergruppe gebildet, die sich jeden Donnerstag von 16.30 bis 18 Uhr trifft. Unter Leitung des langjährigen Mitgliedes Claus Lichtmann wird fleißig gebastelt und über Astronomie gesprochen. Dazu werden altersgerechte Vorträge präsentiert. Bei den letzten Treffen ging es unter anderem um den Ablauf einer Mond- und Sonnenfinsternis. „Es soll altersgerecht und sinnvoll für die Kinder sein. So, dass die Kinder etwas erleben, was sie ihren Freunden erzählen können“, sagt Frost. Schon drei Kinder haben sich in kurzer Zeit gefunden, ein viertes hat schon die Teilnahme am nächsten Donnerstag angekündigt. Auf Kinder soll im Allgemeinen die Aufmerksamkeit gelegt werden: Ein Himmelsführer mit 30 Seiten soll den Nachwuchsastronomen jährlich zur Verfügung gestellt werden – noch vor Weihnachten wird dieser zum Download auf der Homepage des Vereins veröffentlicht. Außerdem soll im neuen Jahr etwas ganz Besonderes auf die kleinen Mitglieder warten.

Highlight: Teleskopführerschein

Des Weiteren möchte die Sternwarte in Zukunft mit der Volkshochschule zusammenarbeiten, ein Vorschlag für ein Kursprogramm soll noch in diesem Monat angeboten werden.

Das große Highlight wird laut Frost ein Teleskopführerschein sein, den die Sternwarte bald anbieten wird. „Wir wollen Sorge dafür tragen, dass sich die Mitglieder mit der Technik anfreunden und auf diesem Gebiet topfit werden“, sagt Frost.

Von Maria Sandig