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Döbeln Neue Chefin für Leisniger Wohnungsverwaltungsgesellschaft
Region Döbeln Neue Chefin für Leisniger Wohnungsverwaltungsgesellschaft
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00:21 21.01.2018
Nicole Hirsch ist die neue Geschäftsführerin der Leisniger Wohnungsverwaltungsgesellschaft. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Sie ist zwar neu auf diesem Posten, aber nicht neu in Leisnig. Nicole Hirsch, seit 1. Januar Geschäftsführerin der Leisniger Wohnungsverwaltungsgesellschaft, kennt die Stadt und auch ihre malerischen Winkel. In Glauchau geboren und aufgewachsen, mit kurzer Zwischenstation in Altenburg und Studium in Zittau, steht die 40-jährige dreifache Mutter nun an der Spitze des kommunalen Wohnungsunternehmens.

Wohnungsunternehmen wirtschaftlich stabil

„Die LWVG ist stabil aufgestellt. Trotzdem drehe ich jeden Euro zweimal um. Große Sprünge können wir uns aus finanzieller Sicht nicht leisten“, sagt die studierte Diplomwirtschaftsingenieurin für Immobilienwirtschaft. Rund 330 Wohn- und Gewerbeeinheiten hat sie zu verwalten. Die jüngsten Häuser sind die Plattenbauten am Sachsenplatz. Die älteren in der Breiten sowie in der Gorschmitzer Gasse stammen aus den 20er und 30er Jahren.

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Geld geht in die Instandhaltung

„Die Gebäudesubstanz ist durchsaniert, große Investitionen sind daher momentan nicht geplant und auch nicht nötig“, sagt sie. Wird Geld ausgegeben, dann kommt dies der Instandhaltung beziehungsweise der weiteren Vermietbarkeit zugute, wenn jemand auszieht und die Wohn wieder fit gemacht wird für den Wohnungsmarkt. Gerade am Sachsenplatz, so brachte sie in Erfahrung, wohnen noch viele Leute aus der Bauzeit der Blocks. Werden diese leer, bekommen die Handwerker viel zu tun.

Trend: Aus zwei Wohnungen eine machen

Was die Vermietbarkeit anbelangt, setzt Nicole Hirsch darauf, dass aus zwei Wohnungen eine gemacht wird: Die Nachfrage nach größeren Wohnungszuschnitten wachse, da wieder häufiger Familien mit mehreren Kindern auf Wohnungssuche gehen. Sie selbst ist Eigentümerin von Mehrfamilienhäusern, unter anderem in Waldheim. Dort hat sie das auf privater Ebene schon durchexerziert und bei der Sanierung aus zwei kleineren Wohnungen eine gemacht. Eine Mutter mit drei Kindern wohnt jetzt dort.

Ältere Mieter schätzen das Erdgeschoss

„Ich denke, diese Art von Nachfrage wird weiter zunehmen.“ Und noch einen anderen Trend kann sie beobachten: Im Erdgeschoss am Sachsenplatz hat sie keine Wohnung mehr frei: Älter werdende Mieter wissen es mehr und mehr zu schätzen, wenn sie nicht so viele Treppen in die Wohnung nach oben steigen müssen. Um so länger können sie im Alter in der Wohnung bleiben.

Zum Entspannen: Lesen, Radfahren, Garten

Sie selbst ist Muter von drei Töchtern im Alter von 11, fünf und einem Jahr. Durch die beiden Älteren sei sie am meisten auch gesellschaftlich eingebunden. Beide sind in Tanzvereinen aktiv oder gehen zum Reiten. Nicole Hirsch arbeitet zuletzt in der Immobilienbranche angestellt für ein Unternehmen in Riesa. Die neue Stelle in Leisnig hat für sie den Vorteil, dass sie am Wohnort ihrer Arbeit nachgehen und dabei auch die Betreuung ihrer Kinder im Blick haben kann. Wenn sie nicht in Sachen Häuser und Vermietung den spitzen Stift schwingt, befasst sie sich in ihrer Freizeit mit den Klassikern der Entspannung: „Lesen, Fahrradfahren im Garten etwas machen – damit kann man sich gut die Zeit vertreiben, wenn man den Kopf frei bekommen möchte.“

Von Steffi Robak