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Döbeln Neue Fassade erstmal nur für den Kirchturm
Region Döbeln Neue Fassade erstmal nur für den Kirchturm
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08:06 15.02.2019
Das Haupttor zum Friedhof in Niederstriegis bleibt während der Fassaden-Sanierung der Kirche geschlossen. Über den nebeneingang sind Friedhof und Kirche weiter zugängig.
Das Haupttor zum Friedhof in Niederstriegis bleibt während der Fassaden-Sanierung der Kirche geschlossen. Über den nebeneingang sind Friedhof und Kirche weiter zugängig. Quelle: Sven Bartsch Fotograf
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Niederstriegis

Nur zu gern hätte Pfarrer Heiko Jadatz es gesehen, wenn die Außensanierung der Niederstriegiser Kirche in einem Bauabschnitt erledigt würde. Daraus wird allerdings nichts. „Die Kosten wären doppelt so hoch gewesen, wie ursprünglich von uns dafür veranschlagt“, sagt Roßweins Pfarrer.

Geld reicht nicht, um Eigenmittel abzudecken

Trotz der 200.000 Euro, die durch die Stiftung Kirchenbau über die MDR-Aktion „Mach dich ran“ Ende 2017 von den Niederstriegisern gewonnen wurden, reicht das Geld nicht, um die für eine erforderlichen Eigenmittel komplett abzudecken. Rund 320.000 Euro wird die jetzt anstehende Außensanierung der Fassade des Kirchturms kosten. „Für das Kirchenschiff sind es fast noch einmal genauso viel“, so Heiko Jadatz. Das muss also warten und in einem dritten Bauabschnitt angegangen werden. Wann der in Angriff genommen werden kann, steht noch in den Sternen. „Das hängt davon ab, wie das Spendenaufkommen ist, was für Fördermittel wir bekommen können usw.“, kann der Pfarrer noch kein Zeitfenster nennen.

Für den zweiten Bauabschnitt hingegen ist bereits alles eingetütet. Anfang März gibt es die Bauanlaufberatung. Die Ausschreibungen sind abgeschlossen, die Aufträge für die einzelnen Gewerke vergeben. Saniert wird nun also zunächst die Fassade des Kirchturms. Die Ostseite erstrahlt bereits in neuem Glanz, so dass man sich schon jetzt ein ungefähres Bild davon machen kann, wie bald der gesamte Turm aussehen wird. „Die Kirche gewinnt durch diese Sanierung optisch ungemein“, freut sich Heiko Jadatz.

Sanierung soll ursprünglichen Zustand herstellen

Mit der Sanierung wird der ursprüngliche Zustand der Kirche wieder hergestellt. Das heißt, Elemente an der Fassade aus dem Jahr 1850 sollen wieder in Erscheinung treten. Bei einer Sanierung in den 80er Jahren war aus Kostengründen nur glatter Putz aufgetragen worden. Jetzt kommen die ursprünglichen Gurtgesimse aus Naturstein wieder dran.

Um Kosten zu sparen, und vielleicht die komplette Fassade doch in einem Bauabschnitt erledigen zu können, habe es auch Überlegungen gegeben, den Putz der Kirche nur zu streichen. Denn an sich habe der keine Schäden und sei in gutem Zustand. „Wir haben das prüfen lassen, doch das wäre nicht gegangen“, sagt der Pfarrer.

Sanierungsende frühestens im Spätsommer

Im Spätsommer, oder im zeitigen Herbst soll die Sanierung dann abgeschlossen sein. Bis dahin wird der Zugang zum Friedhof nur durch den Nebeneingang möglich sein, weil der Haupteingang gesperrt wird, Nichtsdestotrotz wird während der gesamten Baumaßnahmen die Kirche normal geöffnet sein. „Da gibt es keine Einschränkungen.“

Die 320.000 Euro für das Projekt setzen sich zusammen aus den 200.000 Euro der Stiftung Kirchenbau, 100 000 Euro landeskirchlichen Mitteln und Spenden sowie Eigenmitteln der Kirchgemeinde Roßwein-Niederstriegis. Vor zwei Jahren war bereits das Dach der Kirche umfangreich saniert worden.

Von Manuela Engelmann-Bunk