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Döbeln Neue Generation übernimmt Goselitzer Jugendclub
Region Döbeln Neue Generation übernimmt Goselitzer Jugendclub
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14:11 31.05.2019
Richard Conru, Jasmin Gapp, Jonas Thum und Enrico Wiatr (v.l.) bilden das neue Führungsquartett im Goselitzer Jugendclub. Quelle: Sven Bartsch
Goselitz

Freude blitzt auf in den Augen des Zschaitzer Bürgermeisters Immo Barkawitz (Freie Wähler), wenn er über die neue Generation im Goselitzer Jugendclub spricht. „Da engagieren sich neue junge Leute, die machen dort ganz schön Ballett“, sagt er in seiner typisch hemdsärmeligen Art. Rund zehn Jugendliche um die 20 aus Zschaitz und seinen Ortsteilen haben sich zusammengefunden, um dem Jugendclub wieder einen Sinn zu geben, nachdem die Vorgänger alters- und zeittechnisch nicht mehr in den „JC Goselitz“ passten.

Verwaltung stellt sich hinter die Jugendlichen

Da fiel es Barkawitz und dem Gemeinderat leicht, kürzlich zu entscheiden, dass die Kommune einen Großteil der Nebenkosten für das vergangenen Jahr übernimmt, weil die Rechnung exorbitant hoch ausfiel. „Die Jugendlichen tragen 20 Prozent der Betriebskosten selbst. Das waren immer so um die 500 bis 600 Euro. Doch letztes Jahr war das Heizungsventil kaputt. Sie stand auf aus, lief aber voll weiter. Da konnten die Jugendlichen nichts dafür“, erklärt Barkawitz.

So viel Entgegenkommen kommt auch bei den Jugendlichen gut an. Jonas Thum, Richard Conru, Jasmin Gapp und Enrico Wiatr bilden den Vorstand der neuen Generation im JC. Sie organisieren Feste, sorgen für Ordnung und basteln fleißig an der Optik innen und außen. Ein neues Küchenregal haben sie angeschraubt, Unkraut beseitigt, Rasen gemäht und die lockeren Steine in der Grundstücksmauer sollen auch noch verfugt werden. „Wir wollen auch noch malern und die Bar aufmöbeln, vielleicht was mit LED-Licht machen. Das ist das erste, was die Leute sehen, wenn sie reinkommen und das muss super aussehen“, sagt Jonas Thum.

Hinter dem Haus soll eine neue Hollywoodschaukel aufgestellt werden. Auch ein neuer Tisch fehlt – ebenso wie Barhocker und Sofas sowie Sessel. „Wer gern alte Möbel abgeben will, kann sich bei uns melden. Wir freuen uns“, sagt Jonas Thum.

Mit Nachbarn im Dialog

Er und Richard Conru kommen beide aus Goselitz, laufen vier Minuten zum Club. „Und wer irgendwo in Zschaitz wohnt, braucht dann eben zehn Minuten. Und selbst zum Zug am Zschaitzer Bahnhof ist es nicht weit“, sagt Conru. Sie schätzen diese Nähe und das Umfeld. Mit den Nachbarn haben sie sich schnell verständigt, wie es bei abendlichen Partys zugehen darf. „Ab 22 Uhr bleibt die Vordertür zu, da unser Nachbar gegenüber den Lärm nicht so mag. Die Leute nach hinten stören wir gar nicht“, erklärt Jonas Thum.

Der 20-Jährige arbeitet in der Logistik bei Pietsch in Ostrau, Richard Conru als Krankenpfleger in der Döbelner Klinik. Sie sind noch jung, aber schon junge Erwachsene, die Verantwortung übernehmen.

„Hier kann jeder kommen“

Bei aller Arbeit am Club soll aber der Spaß nicht zu kurz kommen. „Wer feiern will, soll uns Bescheid sagen. Hier kann jeder kommen. Wir haben auch einen Tischkicker und einen Beamer für Fußball und Filme. Wir sind eigentlich jeden Sonnabend abends hier, quatschen mit Freunden, hören Musik“, beschreibt Jonas Thum das Angebot.

Zu Himmelfahrt haben sie sich auch hier getroffen und hoffen, dass der Club bald ein Treffpunkt für Jugendliche aus ganz Zschaitz-Ottewig wird. Selbst aus Döbeln seien schon Freunde nach Goselitz gekommen. So viel Belebung hatte der frühere Konsum wohl seit Bückware-Zeiten nicht mehr.

Info: Wer Sessel, Sofas, Barhocker, einen Tisch oder eine Hollywoodschaukel an die Jugendlichen spenden will, kann sich per E-Mail an jonasthum@gmx.de wenden.

Von Sebastian Fink

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