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Döbeln Leisnig: Baugenehmigung da, es fehlt noch Geld
Region Döbeln Leisnig: Baugenehmigung da, es fehlt noch Geld
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09:15 29.01.2019
So soll es einmal aussehen, das neue Feuerwehrgerätehaus in Bockelwitz. Quelle: Architekturbüro Zache
Leisnig

Das Projekt Feuerwehrgerätehaus, welches auf Bockelwitzer Fluren gebaut werden soll, nimmt Gestalt an: In kleinen, jedoch nicht minder wichtigen Schritten geht es vorwärts. Wie Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) jüngst mitteilte, liegt jetzt die Baugenehmigung für das Projekt vor.

Finanzierung in der Schwebe

Prinzipiell, so Goth, könne noch in diesem Jahr mit der Fertigstellung des Bauvorhabens gerechnet werden, sofern in den Frühjahrsmonaten für den Baustart alles bereit ist. Projektiert ist das Gebäude schon längst. Drei Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge sollen dort entstehen. Was jedoch noch in der Schwebe hängt, ist der Förderbescheid für die Finanzierung.

Aus der Feuerwehrförderung des Landkreises Mittelsachsen hofft die Kommune auf reichlich eine halbe Million Euro, weilt mehr als die Hälfte der Gesamtkosten. Warum dies so schwierig ist: Die Mittel fließen aus einem Fonds, der für die Unterstützung von Feuerwehr-Belangen aus dem gesamten Landkreis Mittelsachsen reichen muss.

Von höchster strategischer Bedeutung

Dass das Gerätehaus an dieser Stelle von höchster strategischer Bedeutung ist, steht für die Beteiligten außer Frage. In der Struktur der Feuerwehr-Standorte auf dem Gebiet der gesamten Kommune ist dieser Standort von größter Wichtigkeit: Die nördlichen Ortsteile von Leisnig, insbesondere jene Dörfer jenseits der Autobahn, liegen vom zentral gelegenen, modernen Leisniger Gerätehaus so weit entfernt, dass im Einsatz-Falle die Ausrückezeiten kaum eingehalten werden.

Feuerwehr: berufsbedingt abwesend

Verschärft hatte sich das Phänomen in den vergangenen Jahren - wenngleich schleichend. Die Ortswehren auf den Dörfern sind wegen berufsbedingter Abwesenheit der aktiven Einsatzkräfte tagsüber zumeist schwach besetzt, die Einsatzfähigkeit im Alarmierungsfall zahlenmäßig häufig nicht gegeben. In jedem Einsatzfall finden sich Kräfte verschiedener Ortswehren zusammen beziehungsweise schließen sich welche der Stadtwehr von Leisnig an. An der Einsatztechnik wird auch schon bei gemeinsamen Diensten geprobt. In Übungen sind Kräfte aller Wehren eingebunden.

Nähe zur Autobahn für technische Hilfeleistung wichtig

Die Brandschützer von Leisnig und allen dazu gehörigen Ortswehren sind also generell flexibel einsetzbar. Organisatorisch – und hier geht es erneut um die Ausrückezeit – spielt jedoch auch die Nähe zur Autobahn eine wesentliche Rolle. Zur technischen Hilfeleistung bei Unfällen werden Feuerwehrleute der Kommune Leisnig herangezogen.

Neuer Standort bringt Zeitgewinn

„Ist die entsprechende Feuerwehrtechnik, insbesondere die Fahrzeuge, in Bockelwitz stationiert, und damit um einige Kilometer näher an der Autobahn als bisher, bringt das einen erheblichen Zeitgewinn mit sich.“ So lautet ein schwerwiegendes, eigentlich das Hauptargument für diesen Standort, womit Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) immer wieder auf die herausgehobene, überregionale Bedeutung dieses Standortes in Bockelwitz hinweist.

Alter Gasthof schon abgeräumt

Die Stadt arbeitet darauf bereits hin: Seit dem vergangenen Jahr ist der Bauplatz am potenziellen Gerätehausstandort abgeräumt. Mit dem Abriss der Ruine der vormaligen Gaststätte „Sächsischer Reiter“ wurde noch im Jahr 2017 begonnen. Die Kommune hatte Objekt und Grundstück nach langen Verhandlungen aus privater Hand angekauft. Seit etwa einem Jahr ist dort nun alles bereit für den Neubau.

Die Kommune erwartet deshalb dringend den positiven Förderbescheid vom Landratsamt, damit auch die Finanzierung rings herum stimmt. Der Bürgermeister ist jedenfalls zuversichtlich: Noch in diesem Jahr solle das Gebäude fertig gestellt sein. Die etwa 250 Feuerwehrleute in der Kommune hoffen mit ihm.

Von Steffi Robak

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