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Döbeln Neues Haus für alte Akten in Döbeln: Bauarbeiten für Grundbuchamt beginnen 2017
Region Döbeln Neues Haus für alte Akten in Döbeln: Bauarbeiten für Grundbuchamt beginnen 2017
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17:55 13.09.2016
Im Frühjahr 2017 sollen die Bauarbeiten für deas neue Grundbuchamt auf dem Gelände des Amtsgerichtes Döbeln beginnen. Quelle: Archiv
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Döbeln

Eine große Baugrube wird sich im Frühjahr kommenden Jahres auf dem Grundstück des Amtsgerichtes auftun. Der Freistaat Sachsen investiert hier insgesamt 3,2 Millionen Euro. Dieser Betrag steht noch unter Vorbehalt bis der Doppelhaushalt 2017/18 des Freistaates genehmigt ist. Direkt auf dem Grundstück des Justizhauses wächst ein neues Gebäude für die Grundbuchakten und das Grundbuchamt in die Höhe. In diesem lagern die Katasterakten des Gerichtsbezirks, zu dem die Altlandkreise Döbeln und Mittweida gehören. Diese Urkunden müssen am Hauptsitz des Gerichtes lagern, schreibt das Gesetz vor. Derzeit liegen sie im provisorischen Archiv an der Kunzemannstraße, was aus konservatorischer Sicht schlecht ist. Im Dachgeschoss der ehemaligen Rockstroh-Kaserne lagern drei Kilometer Akten, weite Teile davon sind historische Bestände. Und damit ein Teil des Gedächtnisses der Region. Von der Übergangslösung machte sich Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) im April ein Bild, als er das Amtsgericht Döbeln besuchte. Der Minister schätzte das Archiv an der Kunzemannstraße als nicht optimal ein. „Das ist ein Schatz, der hier lagert“, sagte er damals über die Akten, die eine ordentliche Behandlung verdienen.

Im April sah sich Justizminister Sebastian Gemkow im Döbelner Grundbuchamt um. Quelle: Dirk Wurzel

Damals war noch von einem Baustart im September dieses Jahres die Rede. Nun heißt es: „Im Anschluss an die aktuell laufende Ausführungsplanung sollen die Leistungen im Dezember 2016 öffentlich ausgeschrieben werden“, wie Andrea Krieger, Pressesprecherin des Sächsischen Staatsbetriebes für Immobilien und Baumanagement (SIB), auf Nachfrage der DAZ mitteilt. Es ist aber nicht nur das neue Aktenhaus, dass der Freistaat beim Gericht bauen lässt. Im Haus 2 lässt er den Empfangsbereich umbauen. Und außerdem die Fassade am Haus 1 aufpolieren, wo unter anderem die Strafabteilung ihren Sitz hat. Diese Arbeiten laufen bereits jetzt. SIB-Sprecherin Andrea Krieger dazu: „Hierbei handelt es sich um vorgezogene Leistungen, die bereits Bestandteil der Gesamtbaumaßnahme Sanierung und Umbau des Amtsgerichtes Döbeln sind. Die Fassadensanierung umfasst die Reinigung der Klinkerfassade, die Erneuerung der Verblechung und Überarbeitung der Sandsteinelemente.“ In diesem Jahr wird also wieder ein Gerüst vor dem Gericht stehen, denn bis Jahresende sollen diese Arbeiten noch andauern. Sie kosten etwa 45 000 Euro. Bereits erledigt ist die Sanierung der Treppe.

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Von Dirk Wurzel

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