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Döbeln Ohne Mist: Im Schulgarten wächst alles
Region Döbeln Ohne Mist: Im Schulgarten wächst alles
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10:00 25.10.2018
Hanna, Lara, Kerstin Schmiedchen, Felix, Leon und Leonie (v.l.) haben gestern den Schulgarten der Oberschule mit Pferdemist versorgt. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Rosswein

Kerstin Schmiedchen hat ganz offenbar den grünen Daumen. Deshalb hat die Ethik- und Mathelehrerin an der Roßweiner Oberschule vor zwei Jahren auch das Potenzial erkannt, das in einer kleinen Fläche innerhalb der Schul-Mauern steckt. Dort, wo nach der Schulsanierung eine hässliche Schutt- und Brachfläche maximal Unkraut am Leben ließ, ist jetzt Grün die vorherrschende Farbe. Der kleine Schulgarten ist nicht nur Kerstin Schmiedchens ganzer Stolz, sondern auch der von Schulleiter Thomas Winter.

Geschaffen wurde die grüne Oase im Rahmen eines entsprechenden Ganztagsangebotes, das den Schülern alles rund um Gartenarbeit, Pflanzen, Anbau und Ernte vermittelt. Momentan versammelt Kerstin Schmiedchen jeden Mittwoch zehn Mädchen und Jungen um sich, die sich um den Schulgarten kümmern. Und das geht auch über die anderthalb Stunden einmal in der Woche hinaus.

Stück für Stück haben die Lehrerin und ihre Schüler vor zwei Jahren begonnen, der Brachfläche Leben einzuhauchen. „Wir haben anfangs überlegt, was wir überhaupt daraus machen wollen – Blumen anpflanzen oder vielleicht doch auch Gemüse.“ Mittlerweile gibt es von allem etwas. Das erste, was die Gruppe vor zwei Jahren in Angriff genommen hat, war das meterhoch gewachsene Unkraut zu beseitigen. Dann wurden die ersten Beerensträucher angepflanzt.

Auch die drei Hochbeete stammen aus dem ersten Jahr. Mit Hilfe des Hausmeisters sind die Bausätze zusammengeschraubt und lasiert worden. Vom Bauhof gab es Füllmaterial. „Das hat ein Weilchen gedauert, bis wir die voll hatten“, lacht Kerstin Schmiedchen. Inzwischen wachsen Basilikum, Paprikapflanzen, Tomaten und Salat in den Beeten. Auch Rhabarber, Auberginen und Erdbeer-Pflanzen finden sich in Roßweins Oberschulgarten. Geerntet wird mittwochs, der Ertrag wird entweder gleich vernascht oder aufgeteilt. Die Kräuter, die ebenfalls im Schulgarten wachsen, werden auch von der Lernküche genutzt. Oder getrocknet und in kleinen Säckchen zu besonderen Anlässen wie etwa dem Tag der offenen Tür verkauft.

Ein Gewächshaus und eine Rasenfläche sind im zweiten Jahr des Schulgartens dazu gekommen, genauso der Kompost. „Und dieses Jahr haben wir die Obstbäume gepflanzt“, freut sich Kerstin Schmiedchen. Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen könnten vielleicht in ein paar Jahren geerntet werden.

Die Pflege des Schulgartens liegt ganz in den Händen der Schüler und ihrer Lehrerin. Damit nichts vertrocknet, gibt es für die Woche einen Gießplan, jeder ist an einem anderen Tag verantwortlich. In den Ferien teilen sich Hausmeister und Kerstin Schmiedchen in diese Arbeit.

Gestern bekamen die Schulgärtner vom Pferdehof Zweinig eine Fuhre Mist angeliefert. Etwa 300 Kilo schleppten die Kinder und ihre Lehrerin mit Eimern und Schubkarre in die Schule, um sie als Dünger auf den Beeten zu verteilen. Das Eingraben muss noch erledigt werden. Bevor sich die Mädchen und Jungen in den richtig kalten Monaten ihrer Zimmerpflanzen-Aufzucht dem Pikieren und Säen widmen, haben sie im Schulgarten noch ein paar Arbeiten zu erledigen. Die kleine Oase ist schließlich noch nicht winterfest gemacht. Ach ja: Eine Bank zum Ausruhen wird es so schnell nicht im Schulgarten geben, versichert Kerstin Schmiedchen.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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