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Döbeln In Roßwein gemächlich den Berg hoch knattern
Region Döbeln In Roßwein gemächlich den Berg hoch knattern
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08:14 08.07.2019
Heiko Otto gibt den Start frei: Bergzeitfahren beim Oldtimertreffen in Roßwein 2019. Quelle: Gerhard Dörner
Roßwein

Mario Wehner bringt es auf den Punkt: „Oldtimerfreunde sind eben irgendwie wie eine große Familie.“ Beim Zeitfahren an der Etzdorfer Straße war der Roßweiner früher schon mit seiner 125er RT am Start. Doch auch, wenn er die Maschine dieses Jahr in der Garage ließ, sorgt er für einen Hingucker, und zwar mit der Uniform eines DDR-Polizeihauptmanns.

Wehner kann es sich leisten, gelassen über das Gelände am Penny-Markt zu schlendern, zu Benzin-Gesprächen und mehr. Aus gegebenem Anlass hat er sogar Strafzettel kopiert. „Mal sehen, ob ich auch welche verteilen muss“, sagt der 52-Jährige und lacht.

Feuerwehrleute organisieren alles

twa fünfzig Fahrer haben sich zu der Veranstaltung angemeldet, sagt Detlef Bender von den Organisatoren. „Aber mindestens noch mal so viele sind hier, um sich einfach mal wieder mit anderen Fahrzeughalten, Fahrern und Schraubern zu treffen zum Erzählen“, weiß er. Die Organisatoren vom Feuerwehrmuseum Roßwein legten sich vor der Veranstaltung mächtig ins Zeug, damit alles gut läuft.

Unterstützt werden sie von befreundeten Feuerwehrkameraden beziehungsweise deren Vereinen, aus der näheren und ferneren Umgebung. Die Etzdorfer sichern traditionell die Strecke am Ziel ab, also am oberen Ende der Straße. Die Gleisberger sind ebenfalls dabei, aber auch Kameraden aus Radeburg oder Colmitz-Klingenberg. Sie haben historische Fahrzeuge im Roßweiner Museum stehen.

Die ersten Fahrer nebst Fahrzeugen, aber auch neugierige Gäste zum Zuschauen, sind bereits mehr als eine Stunde vor Start auf dem Penny-Parkplatz anzutreffen. Kurz vorm Start zählen Moderator Georg Riedel von der Roßweiner Feuerwehrhistorik und Heiko Otto, der traditionell diensthabende Volkspolizist, die Minuten. Ab 11 Uhr schicken die Beiden die Starter auf die Strecke. Bei einem späteren zweiten Lauf müssen diese in möglichst identischer Zeit den Berg hinauf knattern, Hauptsache, genauso schnell oder auch genauso langsam.

Döbelner Dieter Horn mit kleinster Jawa dabei

Zum wiederholten Male ist Dieter Horn aus Großsteinbach bei Döbeln am Start mit der kleinsten jemals gebauten Jawa, einer Pionier. Der 72-Jährige hat sein Jawa-Team dieses Jahr erweitert um ein „Boxenluder“ aus Frankreich.

Jawa-Team Horn aus Großsteinbach bei Döbeln. Justus, zehn Jahre alt, will beim nächsten Rennen selber an den Start gehen. Dieses Jahr aus Frankreich dabei: Gastschülerin Elisa, 15 Jahre, aus Frankreich (mit Jeansjacke). Als Polizeihauptmann vor Ort: Mario Wehner (ganz rechts) Quelle: Gerhard Dörner

Die 14-Jährige Elisa aus Nimes, die im Übrigen am heutigen Montag ihren 15. Geburtstag feiert, darf die Roßweiner Veranstaltung noch miterleben, bevor sie in dieser Woche nach Hause zurück kehrt. Drei Monate lebte sie als Gastschülerin bei Familie Horn, besuchten in Döbeln das Gymnasium. „Das Rennen hier finde ich toll“, zeigt sie sich begeistert und freut sich, dass sie das noch während ihres Deutschlandaufenthaltes miterleben darf.

Bei den Horns gehört die gesamte Familie zum Jawa-Team. Der zehnjährige Justus fiebert schon drauf, beim nächsten Rennen selber mitfahren zu dürfen. „Dafür sorge ich als Großvater, seit er vier Jahre alt ist“, lacht Dieter Horn. Allerdings muss Justus sich noch zwei Jahre gedulden: Das nächste Roßweiner Oldtimertreffen mit Zeitfahren am Berg wird es erst im Jahr 2021 geben. Im nächsten Jahr hat das Roßweiner Schul- und Heimatfest auf jeden Fall Vorrang.

Von Steffi Robak

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