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Döbeln Ostrau investiert 375.000 Euro in Tourismus
Region Döbeln Ostrau investiert 375.000 Euro in Tourismus
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08:03 18.05.2019
Aus dem Mühlgraben nahe der Eschke-Mühle soll ein Kneipp-Bad werden. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Ostrau

Ostrau will für den Nahtourismus attraktiver werden – und investiert rund 375.000 Euro in zwei Leuchtturmprojekte für dieses Ziel. Geplant ist, im nächsten Jahr sowohl das Kneipp-Bad am Mühlgraben nahe der Eschke-Mühle zu errichten als auch die beiden alten Kalköfen in Münchhof zu sichern und für Touristen zu öffnen.

Für beide Projekte greift die Kommune tief in den Fördertopf für touristische Projekte im Leaderbezirk Lommatzscher Pflege. Da keine andere Gemeinde einen Förderantrag gestellt hat, gehen die gesamten 300.000 Euro dafür 2020 nach Ostrau.

Kosten in Haushalt 2020 aufgenommen

Das Gesamtvolumen der beiden Bauprojekte liegt bei rund 375.000 Euro. In der jüngsten Gemeinderatssitzung holte sich Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) die Zustimmung der Räte zur Planung, der für die Förderzusage vorausgehen muss, dass beide Projekte in den Haushalt für 2020 aufgenommen werden.

Dabei wurde der aktuelle Planungsstand vorgestellt. 215.000 Euro sind für die Kalköfen eingeplant. „Touristisch erlebbar“ sollen diese laut Verwaltung werden, wobei das nur für einen der beiden Öfen gilt. „Einer wird nur gesichert, der andere wird begehbar ausgebaut“, erklärte Schilling, nachdem sich Ratsmitglied Ralf Vogt besorgt gezeigt hatte, dass sich mit der Sanierung der beiden Öfen ein Fass ohne Boden auftun könnte.

Treppe führt zu Aussichtsplattform

„Das Vorhaben ist konkret durchgeplant. Es wird in diesem Kostenrahmen bleiben“, versicherte Schilling. Demnach werden Mauerwerk und Dächer gesichert und in einen der Türme eine Treppe eingebaut, die das touristische Erlebnis vergrößern sollen. Diese wird zu einer neuen Plattform auf dem Ofen führen.

Dazu wird es Informationstafeln und Schaustücke geben, anhand derer der Kalkabbau in früheren Zeiten verdeutlicht werden soll. Hier helfen die Kalkwerke mit ihrem Wissen um die Technik, kündigte Schilling an.

Eigenanteil bei 20 Prozent

Für die Radtouristen entlang des Jahnatalwegs sollen zudem Tische und Bänke zur Rast aufgestellt werden. Durch die 80-prozentige Förderung bleibt für Ostrau ein Eigenanteil von 43.000 Euro, der aus der Rücklage, die derzeit bei knapp über einer Million Euro liegt, bestritten wird.

Gleiches gilt für das Kneipp-Bad an der Eschke-Mühle. Hier übernimmt der Leaderbezirk 128.000 der rund 160.000 Euro Kosten. Die genaue Planung steht noch aus und wurde vom Gemeinderat an das Leipziger Ingenieurbüro Ritter-Müller vergeben.

Sandsteine aus Däbritz wiederverwendet

Die Idee, an der Rätin und Mitglied der Leader-Aktions-Gruppe Katrin Leipacher maßgeblich mitarbeitet, beinhaltet den Ausbau des Mühlgrabens mit begehbaren Stufen, so dass sich Besucher im kühlen Wasser der Kleinen Jahna den Kneipp-Effekt gönnen, aber auch am Rand des Baches in der Sonne verweilen können.

Die genau Ausführung werde aber vor Ort erst bestimmt werden können, sagte Leipacher. „Das wird wie bei der Sanierung der Eschke-Mühle, wo wir erst vor Ort sehen konnten, wo welcher Stein gelegt werden konnte.“ Einen Synergieeffekt gibt es aus dem geplanten Abriss der Alten Schäferei in Däbritz: Deren Sandsteine sollen im Bad wieder eingebaut werden.

Von Sebastian Fink

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