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Döbeln Ostrau muss beim Kita-Personal nachlegen
Region Döbeln Ostrau muss beim Kita-Personal nachlegen
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00:46 22.04.2018
Der Zustrom an Kindern nach Ostrau reißt nicht ab. Zugleich sinkt der Betreuungsschlüssel, so dass weiter neues Personal eingestellt werden muss. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Ostrau

Es wird voll in den Kindertagesstätten in Ostrau und Kiebitz. Und das liegt nicht nur am zuletzt enormen Zuwachs neu angemeldeter Kinder, sondern auch an den vielen neuen Erzieherinnen, die die Verwaltung dieses Jahr einstellen muss. Drei waren es bereits im Frühjahr, noch drei weitere sollen bis zum Sommer gefunden sein. Schon jetzt arbeiten 33 Erzieherinnen in Krippe, Kindergarten und Hort.

Schon jetzt arbeiten mehrere Erzieherinnen 37 statt 34 Stunden pro Woche, wie es durch die flexibel gestalteten Arbeitsverträgen möglich ist. Durch die Neuanmeldungen der nächsten drei Monate sowie einen altersbedingten Abgang werden Juli und August besetzungstechnische Brennpunkte sein, erklärte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.

Ab August eine Erzieherin für fünf Kinder

„Ab August haben wir dann wieder einen leichten Personalüberhang. Aber das ist auch das Ziel, wo wir hinkommen müssen“, fügte Hauptamtsleiterin Antje Zornik hinzu. Denn ab August sinkt auch der Betreuungsschlüssel: Dann muss in der Krippe eine Erzieherin für nur noch fünf Kinder vorhanden sein. Durch frei werdende Erzieherinnen im Hort und die sinkende Kinderzahl in der Ferienzeit könne man die Belastung im Sommer aber auffangen, sagte Kita-Leiterin Petra Hüttner der DAZ.

Dass die Gemeinde Ostrau nicht die einzige ist, die derzeit nach Fachpersonal für die Kindereinrichtungen sucht, bekommt sie in den Bewerbungsverfahren deutlich zu spüren. „Wenn Leute gut sind, heißt es, wer zuerst kommt, malt zuerst“, sagte Schilling und verwies auf einen Fall aus dem März, als eine qualifizierte Bewerberin bereits mündlich zugesagt hatte, sich dann aber doch für ein anderes Angebot entschieden hatte. Grund war die Wartezeit auf die Zustimmung durch Hauptausschuss und Gemeinderat.

Neue Ausschreibung läuft bis 11. Mai

Davon haben sich Bürgermeister, Hauptamtsleiterin und Kita-Chefin Petra Hüttner, die die Bewerber aussuchen, nun frei gemacht. Auf Antrag der Verwaltung beschloss der Gemeinderat, dem Bürgermeister die Befugnis zur Einstellung von neuen Erziehern zu erteilen. Der Personalrat wird weiterhin vor einer Vertragsunterschrift gefragt, Ausschuss und Rat müssen nur noch über die laufenden Einstellungen informiert werden.

Petra Hüttner begrüßt die Entscheidung. „Wir müssen schnell reagieren können. Wenn wir jedes Mal vier Wochen warten, sind die Bewerber weg“, sagte sie der DAZ. Bislang sind Neueinstellungen noch aus Initiativbewerbungen bewerkstelligt worden. Um noch mehr qualifizierte Bewerber anzulocken, hat die Gemeinde am Dienstag eine Ausschreibung auf den gängigen Kanälen des öffentlichen Dienstes veröffentlicht, die bis 11. Mai läuft. „Bei manchen Bewerbern merkt man, das würde gar nicht gehen“, sagt Hüttner. Dennoch seien bislang immer gut ausgebildete Erzieherinnen gefunden worden.

Von Sebastian Fink

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