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Döbeln Ostrau und Großweitzschen hoffen auf mehr Geld für Straßen
Region Döbeln Ostrau und Großweitzschen hoffen auf mehr Geld für Straßen
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09:03 05.01.2019
Der Jahnatalradweg soll in diesem Jahr auf dem Gebiet der Gemeinde Ostrau fertig saniert werden. Die Chancen dafür stehen durch die gestärkte Förderung gut. Quelle: Natasha Allner (Archiv)
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Ostrau/Grossweitzschen

85 Millionen Euro mehr für den Straßenbau in Sachsen – diese Nachricht aus dem Finanzministerium in Dresden (die DAZ berichtete) wird auch in Ostrau und Großweitzschen positiv aufgenommen. Denn damit stehen 20 Prozent mehr Geld für die Förderung von Projekten nach Kommunalstraßenbaurichtlinie Teil A zur Verfügung.

„Das ist eine Aufstockung zugunsten der Einzelbeantragungen. Wir haben mit der Goldhausener Straße in Jahna, der Delmschützer Straße in Auerschütz und dem Jahnatalweg haben wir selbst drei davon in diesem Jahr“, sagt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

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Und er klingt hoffnungsfroh nach den Nachrichten aus Dresden. „Als wir das letztes Jahr beantragt haben, wurde uns gesagt, es wird eng und wir hatten schon überlegt, ob wir ein Projekt ins Jahr 2020 schieben. Jetzt wollen wir alles im Haushalt für dieses Jahr darstellen und rechnen damit, dass unsere Anträge auch in diesem Jahr beschieden werden“, sagt Schilling.

Straße durchs Gewerbegebiet geplant

Auch in Großweitzschen ist die Zuversicht gewachsen. Hier will die Kommune die Straße durch das Gewerbegebiet Mockritz über das Förderprogramm erneuern lassen. Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler) und seine Mitarbeiter haben das Projekt ebenfalls für 2019 auf den Weg gebracht.

In Zschaitz-Ottewig dagegen gibt es in diesem Jahr keine Vorhaben der Baurichtlinie Teil A. Wobei das nicht an fehlenden Ideen für Neuerungen liegt. Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler) hatte zuletzt im DAZ-Interview bereits beklagt, dass der Eigenanteil für seine Gemeinde für Projekte wie die Straße von Auterwitz nach Glaucha nicht aufzubringen sei.

Förderquote wächst nicht

Darin sieht auch Dirk Schilling ein Problem. „Unser Radweg wird ja mit 90 Prozent gefördert, die Straßen aber nur zu 70 Prozent, weil sie als Nebenstraßen als nachrangige Verkehrswege eingestuft werden“, erklärt er und meint: „Es ist natürlich schwer verständlich, dass wir nur zu 70 Prozent gefördert werden, größere Straßen aber höher. Da wäre eine einheitliche Regelung schon wünschenswert. Denn da liegt die Krux: Wer legt denn die Bedeutung von Straßen fest?“

Zugleich betont Schilling, dass es vor wenigen Jahren noch gar keine Förderung für den Straßenbau auf dem Land gab. Zugleich habe die frühere „Scheinbereitstellung“ von Fördermitteln erst zur Mitte des Jahres unter dem aktuellen Finanzminister Matthias Haß (CDU) ein Ende gefunden. Nun könne das Geld bis Dezember auch verbaut werden.

Von Sebastian Fink