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Döbeln Ostrauer Großhecke für mehr Vögel
Region Döbeln Ostrauer Großhecke für mehr Vögel
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11:47 12.03.2018
Heimische Vogelarten wie der Spatz werden nach Nabu-Beobachtungen seltener im ländlichen Raum. Quelle: Archiv
Region Ostrau

Am 6. Januar war die Regionalgruppe Lößhügelland des Naturschutzbundes (Nabu) zur ersten Vogelzählung des Jahres in Hartha unterwegs. Für den Gruppenvorsitzenden Oliver Leipacher hat sich dabei ein Eindruck verstärkt: „Es werden immer weniger. Selbst an sonst gut besuchten Futterplätzen, an denen man früher viele verschiedene Vogelarten während verschiedener Tageszeiten beobachten konnte, haben sich die Vöglein rar gemacht oder sind ganz verschwunden. Als Beispiel sollte hier der Gemeine Haussperrling oder die Amsel dienen können“, sagt er.

Zwei Hauptursachen habe er ausgemacht: Zum einen der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. „Wenn immer alles zum scheinbaren Wohle der Kulturpflanze totgespritzt wird, wie soll daraus Leben entstehen? Keine Insekten keine Vögel“, meint er. Zum anderen sehe er die „Verarmung der Landschaft zur ,Unkulturlandschaft’“, wie es Leipacher beschreibt. „Bäume, Büsche, Stauden oder Grenzwälle Hecken sie sind weg. Alte Strukturen, die noch da sind, verkümmern und werden Zug um Zug beräumt.“

Lücken in der Hecke werden geschlossen

Gegen letzteren Umstand will er nun persönlich vorgehen. Der Biogärtner hat eine der letzten großen hecken in der Gemeinde Ostrau entlang seiner Felder bei Wutzschwitz gekauft und will diese wieder in Ordnung bringen. „Das ist ein überaltertes Gebilde, das noch zu kommunistischen Zeiten gepflanzt und 30 Jahre nicht gepflegt wurde“, beschreibt Leipacher die rund einen Kilometer lange Hecke. Hier wachsen Eschenahörner, die nicht hinein gehören, während Ebereschen langsam absterben. Dem soll abgeholfen werden. Zudem gebe es mehrere 40 bis 50 Meter lange Lücken in der Hecke, die Leipacher mit Neupflanzungen schließen will. Einige Samenbomben sollen für die Ansiedlung verschiedenen Gras- und Blumenarten sorgen.

Das alles muss er allerdings ohne Fördermittel bestreiten. „Ich habe beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie intensiv versucht, eine Förderung für die Sanierung dieser Hecke/Baumreihe zu bekommen. Vergebens. Wir fallen durch das Förderraster“, sagt Leipacher. Denn Förderung gebe es nur für Neupflanzungen. Als solche wurde seine angestrebte Lückenbepflanzung nicht anerkannt. „Dabei wäre es gerade wichtig, dass Landschaftselemente, die es bereits gibt, gepflegt werden“, sagt er.

Doch davon will er sich nicht entmutigen lassen. Derzeit werden mit Genehmigung kranke und unerwünschte Bäume herausgesägt. Sobald es wärmer wird, sollen die ersten Anpflanzungen folgen. Das hat für Leipacher und dessen Biogärtnerei zwischen Niederlützschera und Wutzschwitz auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Denn die Hecke grenzt als natürliche Barriere auch seine Biofelder von den konventionellen Nachbarn ab.

Von Sebastian Fink

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