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Döbeln Otzdorfer bis Monntagmittag ohne Strom
Region Döbeln Otzdorfer bis Monntagmittag ohne Strom
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18:00 22.01.2018
Ein Bild, das sich die vom Stromausfall nach Orkan Friederike betroffenen Otzdorfer schon viel eher gewünscht hätten: Erst MontagmWährend die meisten nach dem Orkan Friederike vom Stromausfall betroffenen Haushalte in der Region spätestens am Wochenende wieder Heizungen aufdrehen und Licht anschalten konnten, musste sich manch einer noch länger behelfen. Enorm auf die Probe gestellt wurde die Geduld einiger Otzdorfer.ittag konnte die Leitung repariert werden, in die ein Baum gekracht war. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Rosswein/Otzdorf

Erst kurz vor Mittag war auch bei ihnen am Montag der Strom endlich zurück. „Das kann passieren“, so der Tenor der Betroffenen, zu denen auch Niederstriegis ehemaliger Ortsvorsteher Heinz Martin gehörte. Wofür es wenig Verständnis gab, war die Informationslage.

Die Anrufe bei der Entstör-Hotline der Mitnetz-Strom verliefen für die Otzdorfer nämlich im Nirgendwo. Während die meisten nach dem Orkan Friederike vom Stromausfall betroffenen Haushalte in der Region spätestens am Wochenende wieder Heizungen aufdrehen und Licht anschalten konnten, musste sich manch einer noch länger behelfen. Enorm auf die Probe gestellt wurde die Geduld einiger Otzdorfer.Es gab einfach keine Information, wie lange der Stromausfall eventuell anhalten könnte. Den Bewohnern der Böhrigener Straße in Roßwein ging es ähnlich. Zehn Haushalte waren hier bis Samstagabend stromlos. Die Empörung spiegelte sich auch in den sozialen Netzwerken wieder, auch darüber, „dass niemand verantwortlich sein wollte dafür, uns zu informieren“, so Anwohner Michael Rettig. Besonders für Familien mit Kindern war die Situation herausfordernd. Auch für diejenigen, die zuhause vielleicht Strom hatten, ihr Kind aber am Freitag nicht in die Kita Böhrigener Straße bringen konnten. Denn die blieb auch stromlos und konnte somit keine Betreuung leisten. „Die Mitarbeiter waren früh vor Ort und haben informiert; das Angebot, das Kind in eine andere Einrichtung zu geben, wurde nicht in Anspruch genommen“, berichtet Michael Klöden vom Hauptamt der Stadt Roßwein.

In Otzdorf, wo man am Sonnabend endlich jemanden bei der Mitnetz erreichte und unter vorgehaltener Hand gesagt bekam, dass der Strom noch am selben Tag wiederkäme, wurde man dahingehend enttäuscht. Die neue Aussage am Sonntagfrüh lautete: „Das Problem ist als behoben bei uns hinterlegt.“ Die Baustelle musste also neu aufgenommen werden. Glücklich schätzen konnte sich also weiterhin, wer einen Kaminofen im Haus hatte. Und freundliche Nachbarn mit Strom. „Wir haben uns ein Kabel gelegt vom Hof unseres Großvaters, um wenigstens eine kleine Stromquelle zu haben“, erzählt Dagmar Nitzsche-Eberhardt, die in der betroffenen Häuserzeile wohnt. Im Nachbarhaus behalf man sich mit einem Gaskocher und Strom von einem Notstromer. Von ihrer Tiefkühlware mussten sich die meisten verabschieden.

Evelyn Zaruba, Pressesprecherin der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH, kann die Betroffenen nur noch einmal um Nachsicht bitten. Mit 140 000 Kunden ohne Strom war der Netzbetreiber stark betroffenen von Friederike. „Wir waren bis Sonntag im Wesentlichen fertig auch im Niederspannungsbereich, wobei es aufgrund der anhaltenden Reparaturarbeiten auch im Laufe der Woche immer noch zu kurzen Ausfällen kommen kann.“ Abgearbeitet worden sei nach Favorisierung, das heißt: Wo besteht Gefahr, wo sind die schwersten Schäden, wo hängen die meisten Kunden dran. „Wir haben am Sonntag schon die Kollegen aus Brandenburg und dem südlichen Raum abgezogen, haben uns Material von Dienstleistern beschafft, um so schnell wie möglich reparieren zu können.“ Die Vielzahl der Schäden hat eine noch schnellere Bearbeitung schwer gemacht. Dass die Hotline bei der großen Zahl an Ausfällen überlastet ist, sei normal, selbst mit aufgestocktem Personal.

Von Manuela Engelmann

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