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Döbeln Per Speed-Dating raus aus der Arbeitslosigkeit in Leisnig
Region Döbeln Per Speed-Dating raus aus der Arbeitslosigkeit in Leisnig
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18:27 05.06.2019
Das Jobcenter Döbeln organisiert Speed-Datings zwischen Firmenvertretern und Arbeitssuchenden. Quelle: Olaf Büchel
Leisnig

Es nennt sich „Bürgermeisterfrühstück“. Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) eröffnet die Veranstaltung zusammen mit Cornelia von Birgelen, Bereichsleiterin der Abteilung Markt und Integration beim Jobcenter Mittelsachsen. Es gibt Schnittchen und Getränke. Dann geht es im Sitzungssaal um etwas anderes: „Wir wollen unsere Kunden mit personalsuchenden Arbeitgebern vor Ort kurzschließen“, erläutert Anke Stein, vom Jobcenter. Beide Seiten testen, ob sie zueinander passen.

Die Eingeladenen besuchen die als Speed-Datings organisierten Gespräche nicht ganz freiwillig: Jobcenter und Agentur für Arbeit haben sie eingeladen. Von 50 Angeschriebenen sind 23 da – „Es kommen nie alle“, sagt Karola Armbrust vom Jobcenter.

Fünf Unternehmen aus Leisnig sind vertreten, von den Apparatebauern von AEL zum Beispiel Sebastian Münch. Seine Erwartungen erfüllten sich: „Wenn wir einen vielversprechenden Kandidaten treffen, ist alles gut gelaufen, dachte ich mir. Und das trat ein.“ Mit Option einer Weiterqualifizierung zum Schweißer will er sich einen Mann zum weiteren Gespräch einladen.

Heiko Burzinski, für Fliesenhersteller Kera-Team am Start, zieht ebenfalls eine positive Bilanz: „Von etwa 18 Gesprächspartnern kann ich mir vier vorstellen, mit denen es nach einem nächsten Gespräch im Unternehmen eine Zukunft gibt.“ Zur Veranstaltung sagt er: „Wann bekommt man schon mal die Chance, so viele mögliche neue Mitarbeiter auf einmal an einem Ort zu treffen? Die Zeiten von Initiativbewerbungen, mit denen sich Arbeitssuchende selbst im Unternehmen meldeten, sind vorbei.“

Bengt Dölitzscher vom Archivdienstleister DMI schätzt, mit vier bis fünf seiner Gesprächspartner könne sich nach einem weiteren Gespräch ein Arbeitsverhältnis anbahnen. Dass der Kreis der Unternehmen bei der Veranstaltung begrenzt blieb, findet er gut: „Dann machen sich die Firmen nicht gegenseitig die potenziellen neuen Mitarbeiter streitig.“

Die Gespräche laufen so: An jedem Tisch, wo die Vertreter einer Firma sitzen, nimmt ein Arbeitssuchender Platz. Nach fünf Minuten rücken alle einen Tisch weiter. Das geht so lange, bis alle geladenen Gäste durch sind, wobei auch nicht jeder an jeder Station Platz nimmt. Von 9 bis 13 Uhr war etwas los im Saal. Was Dölitzscher auffiel: Manche seiner Gesprächspartner waren gut vorbereitet mit Bewerbungsmappen und Informationen über die Unternehmen von deren Internetseiten. Warum unter diesen Umständen derartige Veranstaltungen nötig sind? Anke Stein dazu: „Nicht wenige Leute könne sich auf Papier nicht so gut präsentieren. Oder sie sind nicht mobil, haben altersbedingte oder gesundheitliche Einschränkungen, was sie ungern ansprechen. Nehmen sie persönlich zu den Arbeitgebern Kontakt auf, erscheint ihnen das im persönlichen Gespräch nicht mehr so sehr als Hürde.“

Für Burzinsiki war noch ein anderer Punkt wichtig: „Gut, dass Agentur beziehungsweise Jobcenter die Veranstaltung moderierten. So bekommen die Unternehmensvertreter Informationen über Trainings- und andere Fördermaßnahmen. Viele haben schon nicht mehr im Fokus, was es da überhaupt gibt.“

Von Steffi Robak

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