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Döbeln Pierburg investiert in Hartha und sucht fast 30 neue Fachkräfte
Region Döbeln Pierburg investiert in Hartha und sucht fast 30 neue Fachkräfte
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13:51 11.03.2018
Das Firmangelände des Pierburg-Werks in der Sonnenstraße wird um einen Mitarbeiterparkplatz wachsen. Quelle: Foto: Rheinmetall Automotive AG
Hartha

Am Mittwoch wurde es noch bestreikt: das Pierburg Pump Technology-Werk in der Sonnenstraße. Im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie forderten 110 Mitarbeiter unter anderem mehr Gehalt und die Möglichkeit, Arbeitszeiten ihrer Lebenssituation anzupassen. Der Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive, zu dem das Pierburg-Werk gehört, bezog nun Stellung. Zwar äußerte er sich nicht zu den Forderungen, unterstrich aber die Bedeutung des Harthaer Traditionsbetriebes: Rheinmetall Automotive setze an diesem Standort auf weiteres Wachstum, so Pressesprecher Folke Heyer. Aktuell suche das Werk fast 30 neue Mitarbeiter. Insbesondere Maschineneinrichter seien bei den Pumpen-Spezialisten in Hartha begehrt. Um die zu finden, nutze das Unternehmen auch auf die vorhandene Belegschaft und deren Kontakte: Es zahlt brutto bis zu vierstellige Prämien, für jede Neueinstellung, die sich aufgrund einer persönlichen Empfehlung ergibt. „Für uns ist dies aber nur eines von vielen Mitteln zur Werbung neuen Personals“, so Heyer. Daneben sei Pierburg auf entsprechenden Messen präsent, schalte Anzeigen und demnächst sogar Radiowerbung, um freie Stellen besetzen zu können. „Wir halten Kontakt zu den Schulen und bieten auch Praktika an.“

Mitarbeiterparkplatz geplant

Der Automobilzulieferer, der elektrische Öl-, Vakuum- und Wasserpumpen herstellt, rechne damit, dass seine Pumpen auch in Fahrzeugen mit Elektroantrieben gefragt sein werden. Daher habe Pierburg die gute Geschäftsentwicklung zum Anlass genommen, um auch seine Infrastruktur in Hartha weiter zu verbessern, so Heyer. Dafür hat das Unternehmen bereits am Jahresende 2017 ein 11 000 Quadratmeter großes Grundstück von der Stadt Hartha erworben. Dieses liegt nebenan, auf dem Gelände der ehemaligen intra Schuhfabriken, deren Abriss Ende November 2017 begannen. Die Stadt erwarb das Gelände, auf dem zu DDR-Zeiten noch 80 000 Paar Hausschuhe täglich vom Band liefen, Mitte der 1990er Jahre. Im vergangenen Jahr wurden Mittel beantragt, die Industriebrache zu beseitigen. Rund 409 000 Euro kostet der Abriss des Gesamtareals. Er wird zu 90 Prozent gefördert, 10 Prozent kommen aus der Stadtkasse.

Pierburg-Mitarbeiter pendeln nach Hartha

„Mit dem Erwerb der Teilfläche des ehemaligen Hausschuhwerkes in unserer Nachbarschaft können wir nun das lange bestehende Parkproblem für unsere Mitarbeiter lösen und entlasten damit auch die Anwohner und den umliegenden Handel sowie das Nachbargewerbe.“, sagt Pierburg-Werksleiter Mario Schäfer, zu den Plänen für die Fläche. Über einen Zeitraum von drei Jahren werde diese noch weitgehend unbefestigte, aber bereits genutzte Stellfläche schrittweise zu einem regulären Parkplatz ausgebaut. 270 Plätze soll dieser dann bieten. Das dürfte die Verkehrssituation in der Sonnen- und den Anliegerstraßen weiter entlasten: In der Vergangenheit gab es Anwohnerbeschwerden, deren Parkplätze von Pierburg-Beschäftigten zugeparkt wurden. Das Thema beschäftigte mehrfach auch den Stadtrat. Auch Mario Schäfer, der erst im Juli 2017 dem langjährigen Werksleiters Peter Geißler nachfolgte, ist es wichtig: „Das Einzugsgebiet, in dem unsere Mitarbeiter leben, wird immer größer.“ Ebenso suche das Unternehmen die nun ausgeschriebenen Stellen in der breiten Fläche. Die Zahl der „Pierburger“, die mit dem Auto zur Arbeit nach Hartha pendeln, dürfte damit nicht geringer werden.

Von Manuel Niemann

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