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Döbeln Region Döbeln bleibt Spitzenreiter auf mittelsächsischem Arbeitsmarkt
Region Döbeln Region Döbeln bleibt Spitzenreiter auf mittelsächsischem Arbeitsmarkt
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16:03 29.11.2019
In Mittelsachsen ist die Arbeitslosenquote im November minimal geschrumpft. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Mittelsachsen

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen – so sieht es auch auf dem mittelsächsischen Arbeitsmarkt aus. Denn innerhalb des Novembers ist die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Personen im Landkreis um 78 gesunken. Das geht aus den jüngsten Zahlen hervor, die die Agentur für Arbeit in Freiberg am Freitag vorgelegt hat. In der Region Döbeln sind unterm Strich 49 Personen weniger als noch im Vormonat als arbeitslos gemeldet.

Döbeln bleibt Spitzenreiter

Die Arbeitslosenquote in der Region Döbeln verharrt damit weiterhin unter sechs Prozent und liegt derzeit bei 5,6 Prozent. Konkret bedeutet das 1.811 als arbeitslos Gemeldete. Wie bereits im Oktober steht der Agenturbezirk Döbeln damit im mittelsächsischen Vergleich am besten da. Hainichen, Freiberg und Rochlitz konnten trotzdem einen Rückgang verzeichnen. Lediglich Flöha tritt mit keiner Veränderung auf der Stelle. Mit Blick auf den gesamten Landkreis ist die Arbeitslosenquote minimal um 0,1 auf 4,4 Prozent gesunken.

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Weniger Langzeitarbeitslose

„Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist auch im November leicht gesunken. Wir verzeichnen zwar weniger Beschäftigungsaufnahmen, dennoch befindet sich der Arbeitsmarkt in Mittelsachsen in einer stabilen Grundverfassung“, erklärt Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg. Ihren Angaben nach habe sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu 2018 um 16 Prozent verkleinert. „Das bedeutet, wir müssen verstärkt das Potenzial von langzeitarbeitslosen und geringqualifizierten aber auch älteren Menschen nutzen, um dem Fachkräftebedarf zu begegnen.“

Kurzarbeit im Winter möglich

Insgesamt verzeichnete die Agentur für Arbeit in Freiberg im November 620 neu gemeldete Arbeitsstellen, was den Gesamtbestand auf 2.696 einpendeln lässt. Arbeitskräfte brauche derzeit besonders das verarbeitende Gewerbe. Im Gastgewerbe und Handel schraubt das Weihnachtsgeschäft den Bedarf nach oben.

Auf härtere Zeiten steuert die Bau- und Dachdeckerbranche zu, wo über den Winter saisonale Arbeitsausfälle nicht unüblich sind. „Arbeitgeber können bei der Agentur für Arbeit Saison-Kurzarbeitergeld beantragen, um die Schlechtwetterzeit zu überbrücken“, so der Hinweis von Susan Heine. „Arbeitnehmern bleibt die Arbeitslosmeldung erspart. Die Betriebe können ihre Fachkräfte behalten und müssen ihre Mitarbeiter nicht entlassen.“

Von André Pitz