Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Roßweins Bäder: Supersaison mit Wermutstropfen
Region Döbeln Roßweins Bäder: Supersaison mit Wermutstropfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:03 16.03.2019
Am 24. Mai ist im vergangenen Jahr Roßweins Freibad in Betrieb genommen worden. der Eröffnung am 2. Juni folgte ein wahrlicher Jahrhundertsommer, der dem Bad überdurchschnittlich viele Besucher und hohe Einnahmen brachte. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

Es war ein gutes Jahr für Roßweins Bäder. Wenn nicht gar ein bombastisches. Großen Anteil daran hat der Jahrhundertsommer, der dem Freibad nicht nur 44 Tage am Stück ohne Schließung bescherte, sondern insgesamt 23.500 Gäste. Allein im Juli kamen über 11.000 Gäste. Im Vergleich dazu das Jahr 2017: Da besuchten insgesamt 35.700 Besucher beide Bäder, wobei 26.230 auf das Stadtbad entfielen.

Hallenbad fast an Auslastungsgrenze

Das bringt stabile Besucherzahlen. Auch in 2018 waren es 26.250 Gäste, die das kleine Hallenbad nutzten und es damit auch schon fast an die Grenzen der Auslastung bringen. Jens Göhler spricht von einer hohen Akzeptanz quer durch alle Altersschichten. Vor allem mit ihren Schwimmkursen und der Aquafitness schaffen es die Roßweiner, über die Grenzen der Stadt hinaus auf ihr Bad aufmerksam zu machen. Rund 140 Kinder haben im vergangenen Jahr in Roßwein das Schwimmen gelernt. Eine Zahl, die nicht nur den Badchef stolz macht, sondern ihm und seinem Team auch Anerkennung vom Rathaus-Chef und den Stadträten beschert. Die Kosten des Hallenbades konnten aufgrund des Einbaus einer neuen Chloranlage gesenkt werden. Problematisch was die Kosten angeht, bleibe der Duschbereich, in dem bei Ausfällen von Duschen aufwändige und teure Reparaturarbeiten erforderlich sind. Insgesamt konnten 2018 69.890 Euro netto eingenommen werden.

Im Freibad waren es 41.100 Euro. Neben der Besucherzahl, die sich über einen langen Zeitraum zwischen 400 und 850 Gästen täglich bewegte, sind auch die im vergangenen Jahr leicht erhöhten Eintrittspreise dafür verantwortlich. 1.100 war übrigens die höchste Tagesbesucherzahl. Gelohnt habe sich die Investition in neue Pumpen, was zu einer Einsparung von Stromkosten gesorgt hat. Insgesamt ist aufgrund der Intensität der Saison zwar mehr Strom verbraucht worden, allerdings haben die Kosten aufgrund des Versorgerwechsels wie im Hallenbad moderat gehalten werden können. Nur drei Schließtage während der gesamten Saison haben dem Badbetrieb aber auch Grenzen aufgezeigt: Nicht nur was die Technik angeht, sondern natürlich auch das Personal.

Göhler wirbt für Baderhaltung

Grenzen wurden der Stadt auch in Sachen Kiosk aufgezeigt. Der habe das positive Gesamtbild der Saison stark getrübt. „Die Besucher differenzieren nicht zwischen Bad und Kiosk, für die ist alles eins.“ Nicht nur die Öffnungszeiten, die Betreiber Thomas Kretschmer in der Hochsaison anbot, ließen zu wünschen übrig, sondern auch die Erscheinung des Kiosk. Die Stadt hatte den Vertrag mit dem Caterer 2017 gleich für fünf Jahre abgeschlossen. Im nichtöffentlichen Teil des Technischen Ausschusses war gemeinsam mit Kretschmer diskutiert worden, wie es in Zukunft weitergehen könnte.

Jens Göhler warnte außerdem davor, bei aller Freude über die zurückliegende Super-Saison im Freibad Höhenflüge zu unternehmen. Der nächste Sommer könne wettertechnisch schon wieder ganz anders laufen. Der Badchef warb bei den Stadträten allerdings auch darum, Roßweins Bäder zu erhalten – es lohne sich, wenn auch nicht immer finanziell. Doch gerade auch das Hallenbad erfülle einfach eine wichtige soziale Funktion, werde von den Schulen, dem Schwimmverein und auch als „Quasseltreff“ intensiv genutzt.

Göhler wies nicht umsonst darauf hin. Fakt ist, dass insbesondere für das Freibad im Wolfstal in der Zukunft Technikmodernisierungen anstehen. Die wichtigsten Anlagen halten bereits seit 1997 durch. Das werde nicht ewig so weitergehen.

Von Manuela Engelmann-Bunk

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Chaos bei Hochwasser oder Feuer? Das wäre das Schlimmste, das bei einem unvorhergesehenen Ereignis passieren könnte. Wir erklären, wie sich Döbeln vorbereitet hat.

15.03.2019

Ansässige Firmen und die Großweitzschener Verwaltung stören sich an Müll, den vor allen Dingen LKW-Fahrer am Wochenende hinterlassen sollen. Diesen Vorwurf will Uwe Lange nicht auf sich sitzen lassen. Der 38-Jährige sitzt seit 20 Jahren hinterm Brummi-Steuer und redet nun Klartext, wie es im Geschäft wirklich zugeht.

15.03.2019

38 Jahre hat Heidi Roßberger für Roßwein Geld verwaltet. Jetzt freut sich die Kämmerin auf ihren Ruhestand – mit mehr Zeit für Hobbys und Familie.

15.03.2019