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Döbeln Mirus-Park Leisnig: Kran ist weg, und wie nun weiter?
Region Döbeln Mirus-Park Leisnig: Kran ist weg, und wie nun weiter?
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08:47 31.10.2019
Sieht von weitem schon wieder gediegen aus: Leisnigs Mirus-Park mit der künstlichen Ruine vor den Toren der Burg Mildenstein. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Der Kran ist weg. Wie geht es jetzt weiter mit dem Mirus-Park in Leisnig, nachdem die jüngsten Bauarbeiten abgeschlossen wurden? Alwin-Rainer Zipfl, Pressesprecher vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilen- und Baumanagement (SIB), gibt dazu im Gespräch mit der DAZ Auskunft.

Die Arbeiten an Treppen, Geländer, Stützmauern im Mirus-Park Nord sind nach seinen Worten abgeschlossen. Derzeit würden lediglich noch Restarbeiten an den Geländern ausgeführt.

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„Es fehlt jedoch noch die abschließende Grünflächengestaltung sowie die Herstellung der Wegedecke“, so der Pressesprecher weiter. Diese Arbeiten sollen erst nach Beendigung der Arbeiten im Mirus-Park Süd und Mirus-Garten als abschließende Maßnahme erledigt werden. Die Wege sind bis dahin aufgeschottert und begehbar.

Weitere zwei Jahre bauen

Damit sind die Arbeiten an dem Areal unterhalb beziehungsweise vor den Toren der Burg Mildenstein noch längst nicht abgeschlossen. Offen ist noch die Sanierung des südlichen Teils des Parks.

Dazu zählt unter anderem die Zuwegung zum Schweizerhaus. Für das kommende Jahr ist das ins Auge gefasst. Nach Abschluss der Maßnahmen erfolgt ab 2021 im gesamten Park, also dem nördlichen sowie dem südlichen Teil, die endgültige Gestaltung der Wegedecke, die Grünflächen- sowie die Gestaltung vom Mirus-Garten. Dies schließt den Vorplatz der Mirus-Ruine mit ein.

Notwendig waren die Bauarbeiten, weil die Standsicherheit der Stützmauern an dem steil abfallenden Hang wieder hergestellt werden musste. Teilweise wurden Stützmauern sogar vollkommen ersetzt beziehungsweise neu aufgebaut. Außerdem wurden die Geländer, Treppen und Wegeverläufe unter denkmalpflegerischen Aspekten neu hergestellt. Zum Ensemble des Mirus-Parkes gehören Schweizerhaus und die künstliche Ruine.

Begehbarkeit noch ungeklärt

Die Sanierung der Ruine einschließlich des Treppenabgangs in den Mirus-Park ist nunmehr abgeschlossen. Das Schweizerhaus wird einschließlich der Hangsicherung im Zuge der bevorstehenden Arbeiten im südlichen Teil des Parks saniert.

Seitdem die Arbeiten laufen, stellt sich unter den Leisnigern immer wieder die Frage, ob der Park wie in früheren Jahrzehnten öffentlich begehbar gemacht wird. Doch in dieser Hinsicht sei nach Zipfls Worten bisher keine Entscheidung gefallen. Diese liege auch gar nicht beim SIB. Momentan ist die Sachlage wie folgt: „Aus baulicher Sicht ist der Miruspark Nord verkehrssicher und zugänglich. Über die Öffnung des Mirusparkes entscheidet die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH.“

Dieses Unternehmen ist wie auch das SIB ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Freistaates Sachsen. Der Mirus-Park Süd bleibt bis zum Abschluss der Arbeiten weiterhin gesperrt. Erst nach Abschluss des Gesamt-Sanierungsprojektes wird der gesamte Park verkehrssicher sein.

Von Steffi Robak