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Döbeln Sächsische Wohlfahrtsverbände rufen zur Wahl auf – auch in Hartha
Region Döbeln Sächsische Wohlfahrtsverbände rufen zur Wahl auf – auch in Hartha
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07:03 04.04.2019
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen wollen Menschen zum Nachdenken und Wählen bewegen. (Symbolbild) Quelle: dpa
Hartha

Soziale Gerechtigkeit, Zukunft fördern, Inklusion fördern: Was ist den Sachsen wichtig, wenn Sie an Kreistags-, Landtags- und Europawahlen ein Kreuz machen können? Das fragen die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen (Liga). Um die Menschen zum Nachdenken und Wählen zu bewegen, werden Flyer mit den Aufrufen verteilt – auch in Hartha.

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen sozialpolitische Botschaften zu Themen wie Gerechtigkeit, Armut und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen. „Wir betreiben damit aber keinen Wahlkampf. Wir wollen die Menschen auf die Wichtigkeit hinweisen“, betont Thomas Richter, Geschäftsführer der Diakonie Döbeln und verantwortlich für die Zweigstelle in Hartha. Er war auf der Geschäftsführertagung, wo die Kampagne besprochen wurde.

Inklusion ist wichtiges Anliegen für Roßweiner Werkstätten

Für das Haus Hartha der Roßweiner Werkstätten sei besonders der Aufruf „Inklusion fördern“ interessant. „Zum einen ist es uns wichtig, dass die Werkstätten für Menschen mit Behinderung als Teil der Inklusion gesehen und anerkannt werden, denn sie bieten ihnen einen Arbeitsplatz“, sagt Leiterin der Roßweiner Werkstätten in Hartha Anne Möbius.

Vor allem in den Außenarbeitsgruppen und den ausgelagerten Arbeitsplätzen bei Partnerfirmen in der Region arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam. Aber auch in den Werkstätten werde wichtige und wertvolle Arbeit für Auftraggeber aus Industrie und Handwerk verrichtet.

Zum anderen arbeitete die Einrichtung seit längerem daran, für einige ihrer betreuten Mitarbeiter Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt anzubahnen, zu begleiten und umzusetzen. „Leider gibt es nach wie vor noch recht wenige Firmen in der Region, die bereit sind, Menschen mit Behinderung dauerhaft fest einzustellen“, erzählt Möbius.

Kampagne auch im Internet

Zu der Aktion der Verbände gehöre zudem der Hashtag „#UndMenschlichkeit?“. So wird der Aufruf durch eine Kampagne in den sozialen Netzwerken verstärkt. Sie wird bis zur Landtagswahl am 1. September andauern.

Indem Wohlfahrtsverbände zu Wahlen aufriefen, regten Sie damit an, sich mit den Parteiprogrammen und Positionen der zur Wahl stehenden Kandidaten zu beschäftigen und den Fokus auf soziale Themen, vor allem soziale Gerechtigkeit zu richten, erklärt die Leiterin.

„Jede Stimme zählt. Von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen heißt die Demokratie zu stärken, politische Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Ansichten und Interessen aktiv mit einzubringen“, so Möbius.

Von Nicole Grziwa

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