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Döbeln Schlamm überflutet Straße in Kleinpelsen
Region Döbeln Schlamm überflutet Straße in Kleinpelsen
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15:22 11.06.2019
Aufräumarbeiten: Die Feuerwehr Leisnig war auch am Tag nach dem Gewitter in Gewitter zugange. Quelle: Nicole Grziwa
Kleinpelsen

Getrockneter Schlamm säumt die Straßen von Kleinpelsen. Der Ort war am Dienstagvormittag ruhig und die Sonne brannte vom Himmel herunter. Doch der Schein trog, denn in der Nacht von Montag auf Dienstag zog ein Gewitter über die Region. Die Feuerwehr säuberte von 22.30 bis 1.30 Uhr in der Nacht die Straßen von dem Schlamm und war am Dienstagmittag erneut in Kleinpelsen zugange.

„Es hat geregnet“, lachte Ralf Gey. Sein Hof liegt an der Staatsstraße, die durch Kleinpelsen führt. Gegenüber davon und rechts daneben sind Felder. Da die Regenmassen nicht richtig in den Kanälen abfloss, lief das Wasser und der Schlamm auf die Straßen und vor allem in Geys Hof. „Um 22 Uhr begann das Gewitter und innerhalb von wenigen Minuten gab es einen massiven Niederschlag“, berichtete der Landwirt.

Anträge auf Baumaßnahmen

Da der Boden auf den Feldern trocken war, bildete sich eine Kruste, die nicht absickern konnte. Bereits 2002 erlebte Gey das Gleiche. „Damals war es viel schlimmer. Danach baute die Stadt die Straße um“, erzählte er. Der Hof sei der tiefste Punkt, sodass er bereits vor 17 Jahren mit dem Schlamm auf seinem Grundstück zu kämpfen gehabt habe. Noch immer sei dies ein Problem, das der Landwirt durch Anträge auf neue Baumaßnahmen zu beheben versucht. Nach dem Unwetter im Mai 2002 sägte er Durchgangstüren auf seinem Hof ein Stück ab, damit sich das Wasser nicht stauen kann. „Falls wir einmal nicht da sind, kann es dann weiter fließen“.

Montag Nacht rief Gey die Feuerwehr an und nahm die Schaufel selbst in die Hand, um den Schlamm aus seiner Scheune zu entfernen. Drei Stunden lang war die Feuerwehr Leisnig nicht nur bei dem Landwirt zugange, sondern säuberte die Straßen mit Wasser und einem Schneeschieber. Auch am Tag befreiten die Kameraden mit der Verstärkung des Bauhofes Wege und vereinzelte Grundstücke vom Schlamm, der getrocknet auf der Oberfläche klebte. Der Leisniger Bauhof rückte mit einem Bagger an, um den überschüssigen Schlamm beim Feld abzutragen.

Bürgerin enttäuscht von Gemeinschaft

„Wir wohnen auf dem Dorf, früher waren wir eine Gemeinschaft“, beklagte sich Petra Zitzer, die die Straße vor ihrem Grundstück putzte. „Dadurch, dass jeder seinen Rasen mäht und nichts wegräumt, fliegt alles rum und die Gullis verstopfen“, erklärte sie. So sei es kein Wunder, dass sich der Schlamm gebildet habe.

Bleibt zu hoffen, dass Kleinpelsen nicht von größeren Unwettern betroffen sein wird. Fürs erste darf die Feuerwehr den Kasten Bier genießen, den Gey ihnen als Dank geschenkt hat.

Von Nicole Grziwa

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