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Döbeln Schule in Döbeln-Ost: Ja – Tierpark im Bürgergarten: Vielleicht
Region Döbeln Schule in Döbeln-Ost: Ja – Tierpark im Bürgergarten: Vielleicht
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19:59 27.06.2019
Eine Herde Kamerunschafe hatte Döbeln auch mal. Bis eine Seuche die Tiere dahinraffte. Eine neuerliche Tierhaltung wäre mit dem aktuellen Stadtratsbeschluss möglich. Quelle: Archiv
Döbeln

Bloß keine Kompromisse beim stillen Örtchen. Das sieht die Mehrheit des Döbelner Stadtrates so. Es geht um eine öffentliche Toilette, die ein Neubau sein soll und nicht irgendeine gemeinsame Nutzung der sanitären Anlagen im Ratskeller, so wie das schon einmal war. „Ich bitte bei Punkt drei ,Neubau’ zu streichen, weil wir da flexibler sind, wenn sich herausstellen sollte, dass es möglicherweise auch machbar ist, die öffentliche Toilette zu integrieren“, sagte der CDU-Stadtrat und künftige Oberbürgermeister Sven Liebhauser. Zudem schlage die CDU ja die Wiederbelebung des Ratskellers vor.

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„Dann sind wir wieder vom Ratskeller abhängig. Eine öffentliche Toilette soll rund um die Uhr, mit Ausnahme Reinigungszeit, geöffnet sein“, redete Dietmar Damm (Wir für Döbeln) gegen den Änderungsantrag. „Ich schlage als Standort für den Neubau den Niedermarkt vor. An Markttagen ist da viel los und die Leute müssen in die Geschäfte auf Toilette gehen“, sagte Alexandra Wolf (Die Linke). Und Axel Buschmann (SPD) ärgerte, dass an dem gemeinsamen Antrag wieder „rumgekrittelt“ wurde. „Wenn wir nicht den Anspruch eines Neubaus haben, werden wir nicht das Maximale erreichen“, sagte Axel Buschmann. Und so lehnte der Stadtrat den CDU-Antrag auf Änderung mehrheitlich ab. Aber auch mit deren Stimmen beschloss das Kommunalparlament dann mit übergroßer Mehrheit das Gesamtpaket.

Tierpark kann, aber muss nicht

Das sieht vor, Geld vom Freistaat in unterschiedliche Vorhaben zu stecken. Dreimal 140 000 Euro gibt Sachsen Döbeln, verteilt auf drei Jahre. Mit 300 000 Euro soll der Großteil der insgesamt 420 000 Euro in den Schulstandort Döbeln-Ost fließen. 30 000 Euro soll die Stadt in die Steuerungsgruppe Marketing stecken. 60 000 Euro sollen als Eigenmittel für den Neubau der öffentlichen Toiletten dienen und 20 000 Euro für die „Aufwertung des Döbelner Bürgergartens“. Nach Diskussion im Hauptausschuss wurde der Punkt 4 des Paketes „Wiederbelebung des Tierparks im Döbelner Bürgergarten“ so geändert. Das heißt auf gut deutsch, dass es neben aufdringlichen Enten auch noch andere Tiere – etwa Kamerunschafe, Dammwild oder ähnliches – geben kann, aber nicht muss. Je nachdem, was man unter Aufwertung verstehen will.

Seuche raffte Schafe dahin

Vor vier Jahren fragte Linken-Stadtrat Kay Hanisch nach, weshalb es keine Tiere mehr im Bürgergarten gibt. Damals bekam er zur Antwort, dass die Haltung Döbeln zu teuer kommt. Nach einer Seuche war der Großteil der Herde Kamerunschafe eingegangen und die Stadt hatte sich von der Schafhaltung verabschiedet. Mit dem Geld vom Freistaat soll das nun wieder etabliert werden.

Ratskeller wieder Gaststätte?

Die CDU-Fraktion hatte den gemeinsamen Antrag von Linke, FDP/Freie Wähler, Wir für Döbeln und SPD zwar nicht mit unterschrieben. Sven Liebhauser begründete das damit, dass die Vorhaben keine laufenden Kosten verursachen dürfen. Die Fraktion brachte aber dann auch ein zusätzliches Projekt unter. Darin geht es um die Wiederbelebung des Ratskellers, die zunächst mit einem Gutachten beginnen soll. Dafür sind 10 000 Euro veranschlagt.

Von Dirk Wurzel

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