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Döbeln Spatenstich: Seniorenheim für Hartha
Region Döbeln Spatenstich: Seniorenheim für Hartha
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19:50 04.06.2019
Guter Standort: Die Geschäftsführerinnen Gritt Schmidt und Simone Gerson (Mitte v. li. nach re.) freuen sich über die Nähe zur Stadt. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Eine Reihe von Spaten stehen in der Dresdener Straße 10 bereit. Sie sind mit Herzanhängern und Schleifen verziert. Auf der großen Wiese gehen bald die Bauarbeiten los, denn 2020 soll hier das Care Palace Seniorenheim eröffnet werden.

„Mancher Tag ist ein besonderer Anfang“, beginnt Geschäftsführerin Simone Gerson ihre Rede. Und mit dem Spatenstich ist ein Anfang für das Seniorenheim gesetzt. Gerson und Gritt Schmidt, auch Geschäftsführerin des Care Palace, fühlen sich willkommen in Hartha.

Guter Standort für Care Palace

Die Idee trugen die beiden Frauen bereits 2015 Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) auf dem Weihnachtsmarkt des Seniorenheims Schönerstedt vor. Davon sind sie die Betreiberinnen. Seitdem blieben sie im Gespräch und sahen sich mehrere Grundstücke in Hartha an, die in Frage kämen. Die Dresdener Straße 10 erwies sich als guter Standort und 2018 konnte das Projekt konkretisiert werden.

„Wir haben hier die Nähe zur Stadt“, erklärt Gerson. Zudem werde eine Marktlücke geschlossen. Für Hartha ist das Vorhaben auch ein Gewinn, da 60 neue Arbeitsplätze entstehen. 80 Pflegebedürftige werden in dem Seniorenheim künftig ein Zuhause finden, zehn Plätze davon sind für beatmungspflichtige Personen, also Menschen mit akuter Atemnot gedacht. Dies ist in der Region einmalig. Rund um die Uhr sollen die Bewohner betreut werden. „Wir wollen ihnen ein Leben in Würde und Autonomie gestalten“, sagt Schmidt. Bis es zu dem Tag des Spatenstiches kam, musste allerdings Einiges geregelt werden. Gerson und Schmidt mussten Finanzierungspartner suchen, die sie durch die Volks- und Raiffeisenbank in Döbeln und die DZ Bank gefunden haben. Weiterhin fließt im Boden der Flemmingbach durch ein Rohr, der parallel zu den Bauarbeiten des Seniorenheims, verlegt wird.

Bach wird für Seniorenheim verlegt

Der angrenzende Park steht zudem unter Denkmalschutz, weswegen auch hierfür eine Absprache notwendig war. Der Bach soll nun durch den Park fließen, in dem eine Begegnungsstätte mit Spielgeräten entstehen soll. „Wir wollen einen hoffnungsvollen und fröhlichen Ort entstehen lassen“, so Schmidt. Architekt des Heims ist Einer Wilhelmsen, er habe das Projekt mit entwickelt. Unternehmensberater Michael Morscher stieg außerdem mit ins Boot sowie Generalunternehmer Krabbes und Krabbes aus Leipzig.

Auch Kunze ist erfreut, dass Care Palace in Hartha realisiert werden kann. „Hartha erfindet sich immer wieder neu“, sagt er. „Es gibt einen alten Spruch: 100 Männer können ein Lager bauen, doch es braucht nur eine Frau, um ein Heim zu schaffen. In unserem Fall sind es zwei Frauen“, so der Bürgermeister.

Durch das Bauprojekt wird zudem darüber nachgedacht den Wohnblock gegenüber des Grundstückes in der Dresdener Straße zu sanieren. Noch ist nichts entschieden, allerdings könnten dort Wohnräume für die zukünftigen Mitarbeiter entstehen. Ob es saniert werden kann, muss allerdings noch geprüft werden.

Von Nicole Grziwa

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