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Döbeln Stadiongebäude Roßwein: Kaum fertig, schon Ärger
Region Döbeln Stadiongebäude Roßwein: Kaum fertig, schon Ärger
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16:06 05.07.2019
Das neue Funktionsgebäude im Roßweiner Industriestadion – kaum fertig, schon Ärger. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

So richtiges Glück scheinen die Roßweiner mit ihren neuen Sportstätten nicht zu haben. Während die Stadtsporthalle gerade wieder ausgeräumt wurde, weil wegen Nässe umfangreiche Bauarbeiten erforderlich sind, gibt es auch schon den ersten Ärger mit dem neuen Funktionsgebäude im Industrie-Stadion.

Toiletten nicht abschließbar

SPD-Stadtrat Uwe Hachmann lieferte in der Ratssitzung am Donnerstag eine lange Liste mit echten und scheinbaren Mängeln, über die sich die Sportfreunde beschweren würden, nach dem sie die Einrichtung so richtig in Betrieb genommen haben. „Bei einer Investition von 1,4 Millionen Euro muss man doch erwarten können, dass so ein Gebäude mit der Einweihung funktioniert. Wie sollen wir denn der Bevölkerung und den Sportlern beibringen, das wichtige Dinge fehlen?“, fragte und kritisierte Hachmann. In den Duschräumen gebe es keine Haken für die Handtücher und keine Ablagen fürs Duschbad. Ebenso fehle ein Wasserhahn fürs Reinigen der Sanitärräume. Die Dusche für die Schiedsrichterinnen sei nicht ebenerdig, ein extra Raum für Reinigungsmittel und –utensilien werde vermisst und auch ein Ausgussbecken fürs Säubern der Fußballschuhe gebe es nicht. Hachmann: „Ich finde, bei dem Geld, das dort hineingesteckt wurde, ist das ein untragbarer Zustand.“ Hinzu kommt wohl noch, dass die Toiletten von innen nicht abschließbar sind.

Kampf mit SAB

Einen Teil der Mängel räumte Bauamtsleiter Dirk Mehler ein, andere Vorwürfe wiesen Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) sowie Stadträte zurück. „Die Haken und Ablagen und ein Hahn mit Schlauchanschluss werden schnell nachgerüstet. Das soll nächsten Freitag passieren“, erklärte Mehler. Fürs Abstellen der Reinigungsmittel könnte das alte Funktionsgebäude genutzt werden, das ja noch steht. Hier ergänzt der Bürgermeister: „Ein zusätzlicher Raum für diese Funktion wäre zu Lasten der Umkleideräume gegangen.“ Zum Thema Fußballschuh-Wäsche sprach Bernd Handschack (CDU) über die Gleisberger Erfahrungen. „Wir stellen draußen zwei Eimer mit Wasser und Bürsten hin. Wer will, kann die Schuhe dort säubern, andere machen das Zuhause. Es macht doch keinen Sinn, die dreckigen Schuhe mit in die Sanitärräume zu nehmen und den Schmutz hineinzuschleppen.“ Veit Lindner verwies noch darauf, dass es ohnehin ein Kampf mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) war, den Funktionsbau wie gewünscht gefördert zu bekommen. Da es ein Ersatz fürs Niederstriegiser Stadion ist, durfte es keine großen zusätzlichen Dinge geben. „Zwei Schiedsrichterduschen sind letztlich nur genehmigt wurden, weil es auch Schiedsrichterinnen gibt“, so Lindner.

Verein involviert oder nicht?

Völlig unterschiedlich sind die Auffassungen darüber, wie der Roßweiner Sportverein in die Ausstattung des Funktionsgebäudes einbezogen wurde. „Präsident Jürgen Krondorf hat gesagt, er sei nie gefragt worden“, berichtete Uwe Hachmann. „Es ist alles mit dem Verein abgestimmt worden“, entgegnete Veit Lindner. Und Vize-Bürgermeister Peter Krause (Die Linke) bestätigt: „Der RSV war involviert. Vielleicht gab es die eine oder andere Änderung. Aber das niemand vom Verein etwas gewusst hat, das stimmt einfach nicht.“

Stadtrat Erwin Weist (Die Linke) merkte noch an, dass die aufgezählten echten Mängel schon ein Armutszeugnis seien: „So etwas hätte doch der Architekt wissen müssen.“

Von Olaf Büchel

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