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Döbeln Stadtratswahl Döbeln: Spitzenkandidaten stellen sich vor
Region Döbeln Stadtratswahl Döbeln: Spitzenkandidaten stellen sich vor
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14:31 20.05.2019
Das Döbelner Rathaus – wer wird im neuen Stadtrat sitzen? Quelle: (Archiv) Sven Bartsch
Döbeln

Am 26. Mai ist Kommunalwahl in Sachsen. Auch die Döbelner sind aufgerufen, ein neues Stadtparlament zu wählen. Wir haben den Spitzenkandidaten der Parteien drei Fragen zu ihren Zielen der politischen Arbeit in der neuen Legislaturperiode gestellt – das sind die Antworten.

Axel Buschmann (SPD)

Axel Buschmann Quelle: privat

Steckbrief

Fraktion/Liste: Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Wohnort: Döbeln

Beruf/Tätigkeit: Rechtsanwalt

Geburtstag: 1965

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Eine schnelle komfortable Bahnverbindung nach Dresden fehlt. Diese direkte Verbindung muss zeitnah wieder geschaffen werden. Die Döbelner Innenstadt ist ein Anziehungspunkt für Alt und Jung. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger sollte dringend dem wilden Parken Einhalt geboten werden. Döbeln soll eine Stadt der kurzen Wege sein. Aufgrund des langen Weges nach Hohenlauft landet der Müll an allen möglichen Stellen, nur nicht da, wo er eigentlich hingehört. Deshalb ist ein Wertstoffhof in Döbeln erforderlich.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Die Entwicklung des Schulstandortes in Döbeln Ost hat für uns oberste Priorität. Gute Bildung benötigt gute Lernbedingungen. Nicht nur dadurch bietet Döbeln als lebenswerte Kleinstadt günstige Bedingungen, sich hier langfristig niederzulassen. Deshalb ist es uns wichtig, neue Standorte für Eigenheime zu schaffen. Auch für weitere Investitionen in den Ortsteilen treten wir ein, weil eine gute Zusammenarbeit zwischen der Kernstadt und dem Umland zum beiderseitigen Vorteil ist.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Die Menschen wollen ernst- und mitgenommen werden. Die Vorabveröffentlichung aller Beschlussvorlagen des Stadtrates im Internet ist dabei ein guter Anfang. Wir stellen uns eine „Bürger-App“ – „Bürger Hotline“ vor, mit der jeder Döbelner Mängel z. B. an Spielgeräten, Gehwegen, Straßen oder wilde Müllkippen schnell und unkompliziert der Stadtverwaltung melden kann. Außerdem sind wir für einen Bürgerhaushalt. Die Bürger sollen über Teile des Haushaltes mitbestimmen und entscheiden dürfen. Daneben fordern wir die Einrichtung je eines Jugend- und Seniorenbeirates.

Dietmar Damm (Wir für Döbeln)

Dietmar Damm Quelle: privat

Steckbrief

Fraktion/Liste: Wir für Döbeln

Wohnort: Döbeln

Beruf/Tätigkeit: Diplom-Ingenieur

Geburtsjahr: 1951

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Bildung braucht gute Lernbedingungen. Dafür kämpfen wir seit Jahren im Stadtrat. Ausreichende Kapazitäten und Schulen in gutem Zustand für alle Schularten sind uns wichtig. Ausreichend Kita-Plätze, in Verbindung mit Öffnungszeiten die den Anforderungen an das Berufsleben gerecht werden, sind ebenfalls ein Thema, das wir weiter voranbringen wollen. Aber auch für die Älteren und Pflegebedürftigen wollen wir uns einsetzen. Wir unterstützen alle Aktivitäten, die erforderlich sind, um die Rahmenbedingungen für diese Döbelner zu verbessern.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Eine Verbesserung des ÖPNV ist uns wichtig. Die Erreichbarkeit der Haltestellen von Bus und Bahn in Verbindung mit ausreichenden Parkplätzen sind ein Thema, das wir voranbringen wollen. Außerdem ist ein Anschluss an das Mitteldeutsche S-Bahnnetz, insbesondere an Leipzig und Dresden, ein Punkt, für den wir uns einsetzen werden. Damit kann Döbeln als Wohnstandort attraktiver gemacht werden. Das wirkt dem Bevölkerungsrückgang entgegen und macht Döbeln auch als Wohnstandort für die Metropolen interessant. Ein weiteres Thema ist eine öffentliche Toilette in der Innenstadt. Aktuell haben wir dafür einen Antrag in den Stadtrat eingebracht.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Ein Jugendparlament ist eine Möglichkeit, die wir uns vorstellen können, um der Jugend eine Möglichkeit zu geben, ihre Ideen im Stadtrat einzubringen. Einen Seniorenbeirat, wie aktuell von der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat beantragt, werden wir unterstützen. Aber auch die vielen Vereine sind ein Thema. Ob Behindertensportgruppe, Sportvereine und andere Vereine, alle sind generationenübergreifend für uns wichtig. Auch die Barrierefreiheit in der Stadt ist für uns ein Punkt, den wir unterstützen wollen. Hier kann jungen Eltern mit Kinderwagen genauso geholfen werden wie Behinderten und Senioren.

Hans-Joachim Egerer (CDU)

Hans-Joachim Egerer Quelle: Sven Bartsch

Steckbrief

Fraktion/Liste: Christlich Demokratische Union Deutschlands

Wohnort: Döbeln

Beruf/Tätigkeit: Oberbürgermeister

Geburtsjahr: 1953

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Wir sind eine Kleinstadt mit beachtlichen Angeboten hinsichtlich Bildung, Soziales, Kultur, Sport und Freizeit. All dies gilt es unbedingt zu erhalten und auszubauen. Das gelingt nur, wenn die Wirtschaft „floriert“, die Infrastruktur gut ist, die Döbelner selbst Ideen entwickeln, an deren Verwirklichung mitwirken und alle Döbelner Angebote letztendlich auch nutzen. Jugend und junge Familien sind eingeladen, Vorschläge einzubringen. Wir möchten, dass sie hier bleiben und sich wohlfühlen. Zur Attraktivität fallen mir der Neubau der Brücke, ein besserer Verkehrsfluss durch Döbeln, neue Spielplätze oder die Durchführung der Jugendclubtheatertage Deutschlands 2020 in Döbeln ein.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Die Investitionen in den Schulstandort Döbeln Ost kosten zirka 20 Millionen EUR, die in die Brücke Schillerstraße über 5 Millionen EUR. Diese müssen finanziell untersetzt werden, ehe man über weitere große Vorhaben nachdenkt. Ansonsten geht es unter anderem um Breitbandausbau in allen Ortsteilen, Erschließen von neuen Eigenheimstandorten mit Partnern, Investitionen in die Feuerwehr und, was auch nicht vergessen werden sollte, Instandsetzungsmaßnahmen sowie Renovierungen an Schulen, Kindergärten und der weiteren Infrastruktur. Neben den Vorhaben der Stadt werden wir uns weiterhin, wie schon seit Jahren, für die Bahnverbindung DöbelnMeißenDresden einsetzen.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Zunächst hoffe ich, dass die Bürger am 26. Mai von ihrem aktiven Wahlrecht Gebrauch machen. In der Vergangenheit wurden Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung angeboten, die unterschiedlich genutzt wurden. Als Fraktion werden wir weiter Bürgersprechstunden anbieten und unsere Gesprächspartner ernst nehmen. Den Gedanken, einen „Seniorenbeirat“ aufzubauen, unterstützen wir. Dem Aufbau einer Arbeitsgruppe „Hochwasserschutz“ stehen wir kritisch gegenüber. Eine solche Arbeitsgruppe hat in einer anderen Stadt die Landestalsperrenverwaltung veranlasst, von der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen Abstand zu nehmen.

Kristina Gebhardt (FW)

Kristina Gebhardt Quelle: privat

Steckbrief

Fraktion/Liste: Freie Wählervereinigung Döbeln

Wohnort: Döbeln

Beruf/Tätigkeit: Mitarbeiterin Stadtverwaltung

Geburtsjahr: 1980

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Neue Denkansätze und Impulse sowie gemeinsame Visionen sind dringend nötig. Wir wollen die Döbelner „wachrütteln“, gemeinsame Ziele entwickeln und umsetzen. Nur wenn Menschen einbezogen werden und mitmachen dürfen, entwickelt sich ein Gemeinschaftsgefüge beziehungsweise Wir-Gefühl. Tourismus finde ich in unserer Region ausbaufähig, da wir erstens vor den Toren Leipzigs und Dresdens liegen und wir landschaftlich und kulturell etwas zu bieten haben, z. B. ein Radnetz an der Mulde. Aber auch Sicherheit und Ordnung, verbesserte Verkehrs-An- und -Verbindungen, Mehrgenerationsprojekte und Sicherstellung der Fertigstellung des Hochwasserschutzes sind Punkte, die verbessert werden müssen, um die Attraktivität zu steigern.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Aufstellung eines Bürgerhaushaltes für Stadtgebiet und Ortschaften, um auch „kleinere“ Ideen von Bürgern oder Vereinen ohne große Bürokratie zeitnah umsetzen zu können. Außerdem sollten die Verkehrsanbindungen wiederbelebt beziehungsweise modernisiert oder beendet werden. Auch Kinder- und Jugendarbeit beziehungsweise Sicherheit und Ordnung sind Punkte, die nicht zu kurz kommen sollten.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Die Motivation der Bürger muss geweckt werden, indem wir sie aktiv einbinden zum Mitwirken. Nicht nur durch den genannten Bürgerhaushalt, sondern auch durch das Entwickeln von gemeinsamen Leitbildern und Zielen für die Stadt Döbeln und den Landkreis Mittelsachsen. Alt und Jung muss in verschiedenen Projekten wie Mehrgenerationswohnen oder -Lernen beziehungsweise -Betreuen zusammen kommen. Traditionelle Werte könnten so an die jüngeren Menschen vermittelt werden, während diese z.B. Einblicke in modernes Leben oder Technik, beziehungsweise einfach Lebensfreude auf die „Älteren“ übertragen.

Hans-Bernd Petrasch (AfD)

Hans-Bernd Petrasch Quelle: AfD

Steckbrief

Fraktion/Liste: Alternative für Deutschland

Wohnort: Ebersbach

Beruf: Fuhrunternehmer

Geburtsjahr: 1945

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Döbeln fehlt es an Mut, Ideen und Leidenschaft, die Stadt für und mit den Bürgern lebens- und liebenswert zu machen. Neben der Einbeziehung der Bürger in die Stadt- beziehungsweise Ortsentwicklung, müssen wir die Eigeninitiative, Verantwortung und Liebe für unsere Stadt fördern. Modellcharakter hat für uns der schnelle Bau der Pferdestraßenbahn im Jahr 1892, welcher durch Bürgerfinanzierung (heute Crowdfunding genannt) möglich wurde. Solche Konzepte, Ideen und starken Umsetzungswillen brauchen wir wieder.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Die Migrantenzahlen von Schülern haben sich in Mittelachsen laut Statistischem Landesamt Sachsen von 2014/15 zu 2017/18 mehr als verdoppelt. Die dafür zu schaffende Infrastruktur muss vom Land bzw. Bund komplett übernommen werden. Das kann nicht auf die Stadt abgewälzt werden! Investitionen in den Straßenbau, Tourismus, Digitalisierung, Gebäudesanierung werden dann wieder möglich. Dafür müssen alte und neue Finanzierungskonzepte auf den Prüfstand gestellt und erstmals direkte Förderungen aus Brüssel beantragt werden.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Durch Bürgerversammlungen und Bürgerentscheide können die Bürger bei wichtigen Stadtprojekten mitentscheiden. Die relevanten Themen haben einen direkten Einfluss auf das Leben der Bürger in unserer Stadt. Der AfD-Stadtrat setzt sich für Ratsbegehren ein, um die direkte Demokratie der Bürger zu ermöglichen. Die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens steht allen offen und wird auch eingefordert, denn der gesellschaftliche Zusammenhalt fußt auf dem sozialen Engagement aller Generationen. Das Ehrenamt muss gestärkt werden.

Berno Ploß (Grüne)

Berno Ploß Quelle: Elke Börner

Steckbrief

Fraktion/Liste: Bündnis 90/Die Grünen

Wohnort: Döbeln

Beruf: Technischer Leiter Theater

Geburtsjahr: 1958

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass möglichst viele Flächen und Gebäude im Stadtgebiet begrünt werden. Es ist nicht nur eine Frage, dass dies schön aussieht, sondern welche Auswirkungen damit auf das regionale Klima erzielt werden, insbesondere Klima und Wohlbefinden innerhalb der Stadt. Der letzte heiße Sommer hat eindrücklich aufgezeigt, welche Wirkung fehlende Schattenplätze und aufgeheizte Gebäude und Straßen für das Wohlbefinden der Einwohner hat. Stadtverwaltung und Initiativen sind bei der Anlage und Pflanzung von Straßenbäumen, Schatteninseln und Gebäudebegrünung zu unterstützen. Bürgerinitiativen sollen wenig bürokratische Hürden bei ihrem Engagement in dieser Frage erfahren, sondern fachgerecht unterstützt werden. Eine attraktive Stadt ist vor allem eine saubere Stadt. Daher brauchen wir eine Überprüfung des Entsorgungskonzeptes (inklusive Abfallbehälter zur Sauberhaltung des Stadtgebietes).

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Wir wünschen uns die Schaffung einer zentralen Großküche für Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen und Seniorenheime. Idealerweise könnte sie in der Nähe des geplanten Schulcampus liegen um möglichst kurze Transportwege zu erreichen. Dann schmeckt es bestimmt auch besser, wenn regional erzeugte oder fair gehandelte Lebensmittel verwendet werden und nicht mehr wie bisher nach einem Transport von Nossen wieder aufgewärmt werden müssen.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Um die Bürger der Stadt besser beteiligen zu können muss die Arbeit des Stadtrates, seiner Ausschüsse und der Verwaltung transparenter werden. Bürgerschaftliches Engagement bei Sport, Kultur und Freizeitaktivitäten soll noch besser unbürokratisch gefördert werden. Dazu könnte ein städtisches Büro zur Hilfe bei Förderanträgen für Vereine eingerichtet werden.

Lothar Schmidt (Linke)

Lothar Schmidt Quelle: Kay Hanisch

Steckbrief

Fraktion/Liste: Die Linke

Wohnort: Döbeln

Beruf/Tätigkeit: Rentner

Geburtsjahr: 1951

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Erreichtes auf dem Gebiet der Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur, ländlicher Gemeinden, Bildung, Vereinsleben, …, wertschätzen, sich dessen bewusst zu sein und nutzen. Eine gemeinsame Zukunftsvision, mit den Ziel, wohin und in welche Richtung soll sich unsere Stadt, für uns Bürger entwickeln. Zur Entscheidungsfindung, den offenen Dialog zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Kultur, ländlicher Raum, Jugend, Seniorinnen und Senioren, suchen. Zu diesem Zweck soll die Gründung eines Vereines „Lebenswertes Döbeln“ erfolgen.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Zur inhaltlichen Verbesserung der Investition, Schulstandort Döbeln Ost, wird ein Konzept erarbeitet, um den angrenzenden Park als „Grünes Klassenzimmer“ zu nutzen. Um vom sichtbaren Wirtschaftsund Bevölkerungswachstum der Landeshauptstadt Dresden zu profitieren, muss die Wiederherstellung der Bahnverbindung DöbelnDresden zügig geplant, vorbereitet und in Betrieb genommen werden. Erarbeitung und Umsetzung einer gemeinsamen Marketingstrategie, um das vielseitig vorhandene Potenzial unser Stadt regional und überregional zu vermarkten, zu verkaufen.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Gefragt wären z.B. Ideen und Initiativen zur Herstellung von Ordnung und Sauberkeit, Sicherheit im Straßenverkehr, Klimaverbesserung, Einbeziehung aller Schulformen in die wirtschaftliche, kulturelle Entwicklung, einschließlich Freizeitgestaltung, ein Nahverkehrskonzept, in der Stadt Döbeln und den Gemeinden. Gemeinsam den ehemaligen Oberfriedhof (jetzt Parkanlage) in Döbeln Ost zum Park der Generationen umgestalten. Über die vorbereitete und im Stadtrat noch abzustimmende Beschlussvorlage zur Gründung eines Seniorenbeirates der Generation Ü 60 ein Mitspracherecht zur würdigen Teilhabe am städtischen Leben sichern.

Rocco Werner (FDP)

Rocco Werner Quelle: FDP Döbeln

Steckbrief

Fraktion/Liste: Freie Demokratische Partei

Wohnort: Döbeln

Beruf/Tätigkeit: Unternehmer/Bürokaufmann

Geburtsjahr: 1975

Was fehlt in Döbeln? Wie kann die Stadt in den nächsten Jahren für alle Generationen noch attraktiv er werden?

Wünsche und Ideen gibt es viele. Hier kurz und knapp welche Schwerpunkte uns am Herzen liegen: Ein Wertstoffhof, öffentliche Toilette im Stadtzentrum, Prioritätenliste zur Instandhaltung des Straßennetzes, „Werbung“ nach Außen für unsere Stadt, Eigenheimstandorte auch in den ländlichen Bereichen Döbelns und der Ortsteile, neue Gewerbeflächen für die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe und Möglichkeiten für Erweiterungen bestehender Unternehmen, einstiegsfreundliche Haltestellen und abgesenkte Fußwege bei Straßenneubau oder Sanierung beachten, „Verdichtung“ des Einzelhandels im Zentrum.

Wo möchten Sie in den nächsten fünf Jahren neben den kostenintensiven Themen Grundschule Döbeln-Ost und Förderschule noch Prioritäten setzen und Investitionen anschieben?

Ein wichtiges Thema sehen wir in der Anbindung einer vernünftigen Straßenlösung an die neue Muldenbrücke am Krankenhaus in Richtung Döbeln Ost, zum Beispiel durch die alte Sandgrube. Als zweites ist uns die Wiederbelebung der Wirtschaftsförderung in der Döbelner Verwaltung eines der wichtigsten Anliegen, denn Einzelhändler, Handwerker, Selbstständige und Unternehmen brauchen Vor-Ort Ansprechpartner.

Wie und bei welchen Themen können die Bürger aller Generationen noch besser beteiligt werden?

Wer sich wohl fühlt, spricht gern darüber. Wenn sich unsere Menschen wohlfühlen, werden sie Botschafter für unsere Heimat und unser Zuhause. Eine bessere Werbung kann man wohl kaum bekommen. Darüber hinaus stellen wir uns besonders für die immer wieder Betroffenen eine bessere Beteiligung beim Hochwasserschutz vor. Weiterhin könnte eine Einbindung auch bei der Ideensuche für eine noch grünere und saubere Stadt erfolgen. Natur und Kleinstadt passt wunderbar zusammen.

Außerdem kandidiert

Für die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) tritt Stefan Trautmann an. Wohnort: Döbeln; Beruf/Tätigkeit: Metallbauer/Teilezurichter; Geburtsjahr: 1987. Er ist der einzige Kandiat auf der NPD-Liste in Döbeln.

Hinweis der Redaktion

Die Döbelner Allgemeine Zeitung hat alle Spitzenkandidaten angeschrieben und allen die gleichen Fragen gestellt. Um Kürzungen aus Platzgründen zu vermeiden, hat die DAZ darum gebeten, mit etwa drei Sätzen möglichst kurz zu antworten. Die Spitzenkandidaten haben unterschiedlich davon Gebrauch gemacht, was sich in der Länge ihrer Antworten widerspiegelt. Wenn die Antworten deutlich länger waren, musste die Redaktion Kürzungen vornehmen. In Döbeln treten insgesamt 136 Kandidaten von neun Parteien und Wählergemeinschaften bei der Stadtratswahl am 26. Mai an. Die vollständigen Listen sind im Amtsblatt der Stadt Döbeln vom April abgedruckt. Der Döbelner Stadtrat hat 26 Sitze.

Von DAZ

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