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Döbeln Fall Morgenstern bei Dezernat 1 angesiedelt: Dort geht es auch um Mord
Region Döbeln Fall Morgenstern bei Dezernat 1 angesiedelt: Dort geht es auch um Mord
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19:09 25.01.2019
Personenspürhunde wie dieses Exemplar waren zuletzt in Leisnig auf einem Supermarktparkplatz im Einsatz, um eine Spur vom vermissten Christian Morgenstern aufzunehmen. Quelle: Dirk Knofe
Leisnig

Die Polizei nimmt die Suche nach dem vermissten Christian Morgenstern aus Leisnig wieder auf. Mit einem Hubschrauber wurde am Donnerstag erneut das Umfeld um Leisnig beziehungsweise in der Nähe der Mulde abgesucht. Es sollen auch erneut Taucher zum Einsatz kommen, wie Polizeisprecherin Jana Ulbricht erläutert. Und: Es kommen Leichenspürhunde zum Einsatz.

Einsatzzeitraum aufgrund Wetter unklar

Auf welchen Zeitraum sich der erneute Einsatz erstreckt, könne mit Sicht auf ungünstige Witterungsbedingungen derzeit nicht konkret abgesteckt werden. Zuletzt waren die Suchmaßnahmen vor allem im Bereich des Flusses eingestellt worden, während die Mulde einen sehr hohen Wasserstand aufwies. Trotzdem, so verlautet aus der Presseabteilung der Polizeidirektion Chemnitz, werde parallel dazu weiter ermittelt. So prüften Ermittler unterdessen die Möglichkeit, vor seinem Verschwinden könnte sich der Vermisste auf dem Parkplatz von einem Supermarkt aufgehalten haben. Ein Video wies darauf hin.

Die Eltern von Christian Morgenstern halten die auf der Fußgängerbrücke von Fischendorf vorhandenen Spuren für möglicherweise fingiert. Dirk Morgenstern formuliert es so: „Alles ist so abgelegt, als wolle jemand genau das, nämlich, dass alle glauben, Christian verschwand von dieser Brücke.“

Eltern halten Verbrechen für möglich

Am Neujahrstag war der 20-jährige Leisniger verschwunden. Kleidungsstücke sowie persönliche Dokumente von ihm wurden auf der Fischendorfer Brücke verstreut vorgefunden. Die Polizei geht nach wie vor von einem Vermisstenfall aus: Der junge Mann könnte von der Brücke gestürzt beziehungsweise gesprungen sein.

Die Eltern glauben an keins dieser beiden möglichen Szenarien, halten stattdessen auch ein Verbrechen für möglich. Ihre eigenen Recherchen deuten ihrer Auffassung eher darauf hin. Indizien im Wohnumfeld weisen in Richtung des Supermarktparkplatzes.

Kripo ermittelt

Wie bereits berichtet, folgt die Staatsanwaltschaft Chemnitz dieser Auffassung trotz eingehender Prüfung bisher nicht. Dennoch wurden die Ermittlungen insofern forciert, dass nun mehr zwei Dezernate der Kriminalpolizei ermitteln, darunter das Dezernat 1. Dort werden Ermittlungen koordiniert, die im Zusammenhang stehen könnten mit Straftaten gegen das Leben und die Gesundheit wie zum Beispiel Morde. Zudem werden in dem Dezernat unter anderem Fälle von vermissten Personen und unbekannten Toten behandelt.

Von Steffi Robak

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