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Döbeln Täglich knapp 3000 Fahrzeuge in Richtung Roßwein unterwegs
Region Döbeln Täglich knapp 3000 Fahrzeuge in Richtung Roßwein unterwegs
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15:38 03.09.2018
Hat sich schon bewährt: Die mobile Geschwindigkeitstafel, die aktuell in Haßlau aufgebaut ist. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Rosswein

Seit dem 10. August steht in Haßlau kurz hinter dem Ortseingangsschild aus Richtung Döbeln kommen eine elektronische Messtafel, die die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos erfasst. Jetzt hat die Stadt Roßwein erstmals die Auswertung der Daten vorliegen.

„Die Anwohner fragen schon, wann wir die Gegenseite erfassen“, sagt Ordnungsamtsleiterin Kristina Gebhardt. Das werde zeitnah geschehen. Offenbar tut die Tafel ihren Dienst gut. Wer schneller als mit den in der Ortschaft erlaubten 50 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, den verweist ein rot leuchtendes, trauriges Gesicht darauf. Und zwar schon dann, wenn der Fahrer noch vor dem Ortseingangsschild unterwegs ist. Bremst er schließlich die Geschwindigkeit herunter, erscheint ein grün lachendes Gesicht als Zeichen dafür, dass nun alles gut ist. Im Erfassungszeitraum, der sich vom 10. bis 28. August erstreckt hat, haben sage und schreibe 53 518 Fahrzeuge die Hauptstraße in Haßlau Richtung Roßwein passiert. „Das sind am Tag um die 3000 Fahrzeuge“, staunt auch Kristina Gebhardt. Die höchste von der Tafel erfasste Geschwindigkeit waren 131 Kilometer pro Stunde. Im Durchschnitt fuhren die Fahrzeuge 54,3 km/h, 50 Prozent der Fahrzeuge fuhren langsamer oder maximal 53 km/h. Am stärksten befahren ist die Hauptstraße in Haßlau laut Messdaten in den Nachmittagsstunden, insbesondere zwischen 15 und 17 Uhr.

Dass die Tafel angeschafft und in Haßlau aufgebaut wurde, ist der Anregung eines Einwohners zu verdanken. Roland Weise hatte im Technischen Ausschuss der Stadt im März angemerkt, dass auf Haßlaus Hauptstraße viel zu schnell gefahren würde. Insbesondere für die Schulkinder, die mit dem Bus fahren und von der Bushaltestelle aus die Straße queren müssen, sei das eine große Gefahr. Tatsächlich hat die mobile Geschwindigkeitsanzeige dazu geführt, dass Autofahrer ihre Geschwindigkeit drosseln, wenn sie ihnen vor Augen geführt wird.

Kein Wunder, dass das Interesse groß ist, die Tafel auch an anderen Stellen aufzubauen. „Wir haben Anfragen beispielsweise von der Stadtbadstraße vor der Behindertenwerkstatt“, sagt Kristina Gebhardt. Generell denkbar sei es auch vor Schulen, oder vor dem Metallfachzentrum, in dem aktuell Roßweins Grundschüler lernen. „Eigentlich überall dort wo Kinder langlaufen, macht die Anlage Sinn“, sagt Gebhardt, die aber noch nicht weiß, wann das Gerät einen anderen Standort erhält als Haßlau. Dort wird jetzt erst einmal umgebaut und allen Fahrern aus Richtung Roßwein kommend vor Augen gehalten, wie schnell sie eigentlich unterwegs sind.

Von Manuela Engelmann-Bunk