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Döbeln Hoch hinaus und tief hinab rund im Döbeln
Region Döbeln Hoch hinaus und tief hinab rund im Döbeln
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07:34 09.09.2019
So wie in der Kirche in Mochau gab es an vielen Orten in und um Döbeln etwas neues zu sehen zum Tag des offenen Denkmals. Quelle: Gerhard Schlechte
Region Döbeln

Schlangenstehen am Holländerturm – Ute Ludwig vergibt Eintrittszettel mit Nummern an die Wartenden. Etwa anderthalb Stunden vor Schluss zeichnet sich ab: Die letzten in der Schlange werden es wohl nicht mehr auf den Turm schaffen, bevor dieser wieder schließt.

Zum Tag des offenen Denkmals hatte sich der Eigentümer Sven Ettrich auf Bitten der Döbelner Heimatfreunde bereit erklärt, den Turm nach etwa zweijähriger Bau- beziehungsweise Sanierungszeit für diesen Tag frei zu geben. „Wir sind da schon seit Längerem dran, hätten den Turm gern schon vor Sanierungsbeginn bestiegen“, erläutert der Döbelner Heimatfreund Karlheinz Enzmann, „doch vor der Sanierung ließ der Bauzustand des Turmes das nicht zu.

Um so mehr freuen wir uns heute.“ Wo bis 1899 Schrot gemahlen wurde, wollte deren Besitzer zunächst direkt auf dem Baukörper der Mühle einen Turm errichten, bekam das aber aus statischen Gründen nicht genehmigt. Deshalb entstand später daneben der Aussichtsturm als Attraktion für jene, die die daneben gelegenen Ausflugsgaststätte besuchten. Heute ist der frisch sanierte Turm nur zu besonderen Anlässen begehbar, wie eben dem Tag des offenen Denkmals.

Zu einer anderen Attraktion muss der Gast ein Stück in die Unterwelt von Roßwein absteigen. Dabei taucht er gleichzeitig in die Stadtgeschichte und in die Geschichte des Bäckerhandwerks ein. Mathias Möbius, heute Geschätsführer in vierten Generation der Bäckerei Möbius, erlaubt dort einen Blick auf und sogar in einen alten Dampfbackofen. Zudem sind dort Utensilien ausgestellt, die in den vergangenen Jahrzehnten einem Bäcker die Arbeit erleichterten.

Der mit Kohle beheizte Dampfbackofen hat seinen Namen daher, weil so genannte Perkins-Rohre – halb mit Wasser gefüllte Metallrohre – dabei halfen, dass es in der Backröhre heiß genug wurde. Die Ausstellung in der alten Backstube existiert seit 2014. Hundert Jahre zuvor hatte Oswin Möbius die Bäckerei von Bäckermeister Otto Nitzsche übernommen und damit den Grundstein für das eigene Familienunternehmen gelegt. Nur zu besonderen Anlässen öffnet sich die Türe hinab zum Dampfbackofen.

In der Kirche von Mochau wurde zur Andacht eingeladen – erstmals unter dem neuen Dach. Zudem wurde das Gotteshaus, welches auch über all die Jahrzehnte ohne Dach stets geweiht blieb, mit einem Fußboden versehen. Zu einem Teil besteht dieser aus rotem Kies. Dieter Baer vom Kirchenvorstand erzählte über die Kirche und ihre Geschichte und freut sich darauf, in den kommenden Monaten auch Gäste zu weiteren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen. Am 6. Oktober wird die Kirche mit Dach eingeweiht. Am 8. November wird das Martinsfest gefeiert und am 3. Advent ich Krippenspiel und Weihnachtsmarkt.

Von Steffi Robak

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