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Döbeln Motorisiert ins drogenfreie Leben in Bockelwitz Nummer 3
Region Döbeln Motorisiert ins drogenfreie Leben in Bockelwitz Nummer 3
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08:48 10.10.2019
Zwischenstopp-Mitarbeiterin Gabriele Krug (links) und Einrichtungsleiter Michael Köste mit dem neuen Fahrzeug. Quelle: Michael Köste
Leisnig/Bockelwitz

Dank einer Förderung der Glücksspirale können die Mitarbeiter des „Zwischentopp“ der Diakonie Döbeln ein neues Auto anschaffen und so ihre Klienten besser auf dem Weg aus deren Suchterkrankung unterstützen.

Seit dem Start des „Zwischenstopps“ 2016 nahmen bereits 56 Klienten die Hilfe der Mitarbeiter in Anspruch. 2019 wurden beziehungsweise werden bisher 20 Klienten betreut, wovon zurzeit sechs Klienten im Zwischenstopp Leben, Arbeit und Wohnen, um sich auf eine Langzeittherapie vorzubereiten oder dabei sind, sich nach einer erfolgreichen Therapie einen neuen Lebensmittelpunkt mit Arbeit und eigenen Wohnraum zu schaffen.

Neun von ihnen begannen eine langfristige Alkohol- beziehungsweise Drogenentwöhnungstherapie, zwei haben bereits eine feste Arbeit sowie eine Wohnung gefunden für einen neuen, drogenfreien Lebensabschnitt.

„Neben dem Erlernen einer Tagesstruktur in der Haushaltsführung, der Arbeit in der Möbelbörse im Zuverdienst

sowie suchtspezifischen Einzelgesprächen und Therapien, findet zudem ein Kompetenztraining in der Beziehungsgestaltung und im Umgang mit Behörden statt“, erläutert Michael Köste, Leiter der Bockelwitzer Einrichtung. Die Motivation zu sinnstiftenden Freizeitgestaltung ist ein weiteres Modul des Zwischenstopps. So wird auf der Gemeindefläche und dem Spielplatz in Bockelwitz das gesamte Jahr der Rasen gemäht. Dies ermöglichen die vom Verein Bockelwitz Nr. 3 Jugend in Arbeit mittels Spendenakquise angeschafften technischen Geräte.

Die Sitzbänke der Stadt Leisnig werden und wurden ebenfalls von den Bewohnern des „Zwischenstopps“ hergerichtet. Mittels dieser Module erlernen die Männer, sich mit ihrer Erkrankung auseinander zu setzen und einen Weg in einen geregelten Alltag zu finden. Da der Wohnort in Bockelwitz gewollt abseits der Städte liegt, mit teils ungünstiger Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, hilft der neue PKW dabei, die Männer auf den Wegen unter anderem zu Behörden und Ärzten zu begleiten.

Träger Diakonie der Einrichtung „Zwischenstopp“ in Bockelwitz ist das Diakonische Werk. Die fachliche Leitung liegt bei der Suchtklinik vom Fachkrankenhaus Hochweitzschen. Die Räume stellt die Kommune als Eigentümerin des Vierseithofes Bockelwitz Nummer 3 zur Verfügung. Der Verein Bockelwitz Nummer 3 leistet Unterstützung unter anderem beim Einwerben von Spendenmitteln.

Von Steffi Robak

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