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Döbeln Tobias May aus Dorsten schießt sich in Hartha zum König
Region Döbeln Tobias May aus Dorsten schießt sich in Hartha zum König
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16:05 01.09.2019
Schützenkönig Tobias May (Mitte) mit Königin Uta Duille und dem Vereinschef Dietmar Merkel an seiner Seite. Dem Paar wurden beim Empfang höchste Ehren zuteil, zum Beispiel ein Salutschießen. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Ich versuche es nun schon seit drei Jahren, diesmal hat es endlich geklappt“, freut sich Tobias May. Der 39-Jährige holte beim Königsschießen des Harthaer Schützenvereins 1534 am Freitagabend das allerletzte Stück des Holz-Adlers aus luftiger Höhe herunter. Damit stand er als neuer Schützenkönig fest. In Schützenfreundin Uta Duille fand er seine Königin. Der bisher amtierende König, Hartmut Reichenbach, musste damit die Schützenkette abgegeben, war deshalb aber nicht traurig: „Ich bin ja schon zweimal Schützenkönig gewesen und ich freue mich, dass es diesmal jemand von unserem Partnerverein geschafft hat.“ Tobias May wohnt nämlich in Dorsten (Nordrhein-Westfalen), wo er – wie in Hartha und in Hainichen – ebenfalls im Schützenverein Mitglied ist. „Ich bin gern hier in Sachsen. Vor vielen Jahren war ich zum ersten Mal in Hartha. Es hat gleich gefunzt und ich habe hier Freunde gefunden“, erzählt der Dorstener.

Frauen diesmal ganz stark

„Ganz stark waren in diesem Jahr unsere Frauen“, wertete Peter Pflücke, der 1. Schützenmeister des Harthaer Schützenvereins, den Wettstreit weiter aus. So sicherte sich Angelika Pflücke den Reichsapfel, die Krone schoss Veronika Holfert, den rechten Flügel holte Uta Duille und den linken Jutta Merkel herunter. Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) schoss das Zepter. Insgesamt waren 26 Schützen angetreten, die in neun Runden 492 Schuss Munition hinauf zum hölzernen Vogel schickten.

Salut fürs Königspaar

Die Harthaer Schützen, deren Frauen und Mitglieder befreundeter Vereine empfingen das Königspaar am Sonnabendnachmittag mit allen Ehren: das heißt mit Spalier, Schützenmusik und natürlich Salutschießen. Trotz tropischer Hitze waren Schützenfreunde aus Niederstriegis, Mochau, Mannsdorf, Leisnig, Hainichen und von den Harthaer Scheibenschützen gekommen.

Matthias Lippold treffsicher

Sie alle konnten sich am Bürgerschießen beteiligen, bei dem es noch einmal darum ging, einen Holz-Adler zu zerlegen. 39 Schützen feuerten 374 Schuss ab, wobei sich zwar Harry Geister von den Leisniger Schützen die Krone sicherte, aber Matthias Lippold vom Schützenverein Hainichen noch treffsicherer agierte. Er holte nicht nur Zepter und rechten Flügel, sondern mit dem Rumpf auch den Titel des Harthaer Bürgerschützenkönigs 2019.

Nächstes Jahr 30. Vereinsgeburtstag

„Im nächsten Jahr wollen wir unser Schützenfest ein bisschen größer als gewohnt aufziehen“, kündigt Vorsitzender Dietmar Merkel an. Dann feiert der Harthaer Schützenverein 1534 nämlich sein 30-jähriges Jubiläum. Nach der politischen Wende war er einer der ersten Vereine im damaligen Kreis Döbeln, die sich neu gegründet hatten.

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