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Döbeln Transpak baut groß in Mockritz
Region Döbeln Transpak baut groß in Mockritz
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17:03 30.01.2019
Die Döbelner Verpackungsfirma TransPak baut neu im Gewerbegebiet Mockritz. Quelle: Sven Bartsch
Mockritz

97 Meter lang, 73 Meter breit und zwölf Meter hoch – so groß wird die neue Haupthalle des Logistikzentrums des Döbelner Verpackungsspezialisten Transpak im Gewerbegebiet Mockritz. Der Gemeinderat Großweitzschen stimmte in seiner Sitzung am Dienstagabend einmütig für den Bauantrag des Unternehmens.

Dieses hatte die Fläche 2017 als letztes großes Baufeld von der Gemeinde gekauft, um hier zu bauen. Danach tat sich lange nichts – nun wird das Vorhaben konkret. An die Halle soll ein sechs mal 16 Meter langer Anbau erfolgen. Ein Büro- und Sozialtrakt gehört mit zum Hauptgebäude, wie Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler) erklärte.

Feuerwehr darf neuen Tank mit nutzen

Die Halle wird mit einer Sprinkleranlage ausgestattet, für die eigens ein 510 Kubikmeter fassender Wassertank im Boden versenkt wird. Speziell dieser Bestandteil des Neubaus freute Andreas Haupt von der Mockritzer Feuerwehr. „Wir dürfen diesen Tank mit nutzen und können damit auch andere Brandobjekte im Gewerbegebiet löschen. Bei der Größe sind zweieinhalb Stunden Brandbekämpfung möglich. Das gibt uns Zeit, um eigene Schläuche zu legen“, erklärte er.

Auch Axel Klingner zeigte sich erfreut über den Bauantrag. „Es ist sehr schön, dass dort nun gebaut wird. Da haben wir als Rat etwas richtig gemacht“, meinte er in Bezug auf die Verkaufsentscheidung, die damals unter anderem wegen des Quadratmeterpreises hoch umstritten war und mitten in die Startphase des damaligen Übergangsbürgermeisters Jörg Burkert fiel.

Produktion statt Solarpark gewünscht

Weniger begeistert zeigten sich die Räte beim zweiten Tagesordnungspunkt des Abends, der sich mit dem Gewerbegebiet Mockritz beschäftigte. Die Firma Inter Cora GmbH mit Sitz in Erlangen möchte auf rund 21.000 Quadratmetern gegenüber der Total-Tankstelle eine Photovoltaikanlage errichten.

2.727 Solarmodule würden dafür aufgestellt, die Netzeinspeisung sei bereits genehmigt, erklärte Burkert. Dazu solle auf dem nördlichen Teil des Grundstücks eine Trafostation gebaut werden.

Gewerbegebiet für Arbeitsplätze geschaffen

Da das Land nicht mehr der Gemeinde, sondern dem Investor selbst gehört, wurde die Kommune nur zum Antrag auf Vorbescheid über das Vorhaben gehört. „Da sind für uns künftig keine Steuereinnahmen zu erwarten“, monierte Susann Munz.

„Wir haben das Gewerbegebiet damals nicht teuer gebaut, um eine Photovoltaikanlage zu haben, sondern um Arbeitsplätze zu schaffen“, schloss sich Dieter Horlacher an.

Landkreis entscheidet über Bauantrag

Andreas Haupt meinte, zwölf Hektar Land seien im Gemeindegebiet schon mit Solarmodulen belegt. Zwei Hektar mitten im Gewerbegebiet würden dieses verschandeln.

Stattdessen kam die Frage auf, ob dem Besitzer nicht nahegelegt werden könnte, dort eine Firma anzusiedeln. „Es gab immer wieder Anfragen dafür. Wir haben diese jedes Mal weitergeleitet. Offenbar ist daraus nichts geworden“, sagte Burkert. Die Räte stimmten letztlich einstimmig gegen den Antrag. Die letzte Entscheidung darüber obliegt allerdings dem Landkreis.

Kommentar: Erfolg neuer Politik in Großweitzschen

von Sebastian Fink

Der Neubau eines Logistikzentrums des Verpackungsherstellers Transpak im Gewerbegebiet Mockritz könnte als erster Erfolg von Bürgermeister Jörg Burkert, seiner neu formierten Verwaltung und des Gemeinderates gelten. Im Herbst 2017 musste das Gremium nach dem überraschenden Ausscheiden von Bürgermeister Ulrich Fleischer gleich in seiner ersten Sitzung unter dem damals noch interimsmäßig agierenden Burkert und dessen Stellvertreter Sven Krawczyk über den Verkauf des letzten großen kommunalen Grundstücks im Gewerbegebiet entscheiden. Hitzig wurde debattiert über einen Verkaufspreis, den Fleischer noch ausgehandelt hatte und der vielen zu niedrig erschien. Angesichts des baulichen Aufwandes, der Transpak bevorsteht und der nun zu erwartenden Arbeitsplätze vor Ort, hat sich der Verkauf jedoch als richtig erwiesen. Die Gemeinde bekommt einen überregional aktives Unternehmen dazu und hat die Fläche sinnvoll gefüllt. Anders ist das mit den mehr als zwei Hektar, auf die der Besitzer nun eine Photovoltaikanlage setzen lassen will. Nicht falsch verstehen: Mehr Fläche für erneuerbare Energie ist angesichts des Atom- und Kohleausstiegs wichtig. Ein so großes Baufeld in einem Gewerbegebiet ist dafür allerdings zu schade – gerade angesichts der aktuell hohen Nachfrage. Hier rächt es sich, dass die Kommune das Land einst ohne Nutzungszusicherung verkauft hat und nun vielleicht zusehen muss, wie es auf Jahrzehnte für Ansiedlungen gesperrt wird.

daz.ostrau@lvz.de

Von Sebastian Fink

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