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Döbeln VW Scene Döbeln: Große Fans von kleinen Gemeinden
Region Döbeln VW Scene Döbeln: Große Fans von kleinen Gemeinden
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07:32 29.07.2019
Kein VW-Treffen ohne schick aufgemotzte Trabis – oder? Quelle: Gerhard Schlechte
Zschaitz

Große Fans der kleinsten Gemeinde des Altkreises Döbeln sind offenbar die Autofreunde der VW Scene Döbeln. Denn nach der anscheinend für alle Seiten gelungenen Premiere im vergangenen Jahr zog es die Truppe mit ihrem Jahrestreffen auch am Sonnabend wieder ins Zschaitzer Naherholungszentrum am Burgberg.

Wo liebevoll aufpolierte VWs ausgeführt werden, darf auch ein rassig aufgehübschter Trabant auffahren. Am Wochenende war der Zschaitzer Burgberg Treffpunkt einer ganz besonderen und sehr familiären Szene.

„Die Location lässt einfach keine Wünsche offen“, betonte Mitorganisator Frank Junghans am Sonnabendmittag, als sich das Gelände noch langsam mit Autos füllte. Mit 50 bis 60 Fahrzeugen und insgesamt 130 geladenen Gästen hatten die Döbelner VW-Fans geplant.

Fast intimer Rahmen

Verglichen mit den großen Treffs der Szene bewegte man sich in Zschaitz als eher in einem fast schon intimen Rahmen. Ganz anders sei das etwa am Wörthersee in Österreich, meint Frank Junghans, als er vorrechnet, wie oft sich die Szene eigentlich im Jahr trifft. Denn einmal im Jahr verwandelt sich der keine 1000 Einwohner große Ort Reifnitz im Süden den Alpenrepublik zum VW-Mekka, wenn – nach einem Bericht der österreichischen Kronen-Zeitung – bis zu 200 000 Fans allein zum offiziellen Teil des GTI-Treffens pilgern.

VW und kleine Orte sind also ganz offensichtlich das Erfolgsrezept in der Szene. Doch in Zschaitz geht es der Döbelner Gruppierung mit ihrem mittlerweile sechsten Jahrestreffen gar nicht so sehr um die Autos. „Wir treffen uns hier, um uns über unsere Leben auszutauschen – seien es neue berufliche Entwicklungen, Familienzuwachs, neue Beziehungen oder eben auch Trennungen“, fasst Junghans zusammen. „Die Autos rücken dann vorübergehend in den Hintergrund.“

Skandale nimmt die Szene locker

Dass sich die Gespräche trotzdem immer wieder um die Marken, die die Volkswagen AG unter ihrem Konzerndach beheimatet, drehen, ist dann aber natürlich auch nicht schlimm. Auch handfeste Skandale nimmt die VW Scene Döbeln eher locker auf. Auf die Frage hin, ob das Fanherz blutet, wenn der Konzern Millionen von Fahrzeugen mit Software zur gezielten Manipulation der Abgaswerte verkauft und damit letztlich auch die Kunden hinters Licht führt, schüttelt Junghans entschieden mit dem Kopf.

„Der Dieselskandal hat bei uns eher zu guten Gesprächen geführt – darüber, was jeder denkt, wohin es weitergehen soll.“ Und für die meisten Schmuckstücke der Döbelner spiele der Skandal eh keine direkte Rolle, handele es sich doch um ältere Modelle, die zudem noch mit Diesel über die Straßen des Altkreises rollen.

200er Hochglanz-Benz willkommen

Davon waren auch zum Sonnabendmittag bereits einige im Zschaitzer Naherholungszentrum zu sehen – darunter auch Ausführungen des legendären Golf 2, der bis heute Dauerbrenner ist und von Autoschraubern besonders gern unter die Fittiche genommen wird.

Doch auch andere Marken sind bei den Treffen der Döbelner immer willkommen. Da rollt schon mal ein alter Trabi über die Wiese am Burgberg. Oder eben ein auf Hochglanz polierter Mercedes-Benz aus der 200er-Reihe. Dabei zieht es auch Freunde aus ganz Deutschland – wie etwa dem niederbayerischen Mainburg, dem Harz oder Halberstadt nach Zschaitz. Denn die Autofans sind ganz offensichtlich eine große und markenunabhängige Familie.

Von André Pitz, Steffi Robak

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