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Döbeln Video zeigt: So schlimm hat das Haus gebrannt
Region Döbeln Video zeigt: So schlimm hat das Haus gebrannt
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16:53 09.12.2018
Hier ist nichts mehr zu retten. Am Dach wollte das Feuer schon aufs andere Haus übergreifen.
Hier ist nichts mehr zu retten. Am Dach wollte das Feuer schon aufs andere Haus übergreifen. Quelle: Bartsch
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Leisnig

Erst hatte es nur gequalmt. Die Flammen schlugen dann mit erschreckender Plötzlichkeit hervor, so dass das Haus extrem schnell lichterloh in Flammen stand. So schildert es ein Nachbar und Freund des Hauseigentümers. Er wohnt in der gleichen Straße gegenüber, hatte die gesamte Katastrophe von Beginn an mitverfolgt, zuletzt am Nachmittag zuvor mit dem Bewohner des Hauses gesprochen. Er sei verzweifelt gewesen. Nach der Trennung von der Lebensgefährtin hatte diese mit der Tochter das Haus verlassen.

Am Morgen nach dem Gespräch dann die Feuersbrunst. Auch Einsatzleiter René Gentzsch von der Leisniger Feuerwehr schildert, die Haushälfte habe bei Ankunft der Einsatzkräfte bereits im Vollbrand gestanden. Ob das Feuer möglicherweise auf Brandstiftung als eine Verzweiflungstat zurück geht, lässt sich aus den bisher bekannten Indizien nicht sicher herleiten.

Flammen drohten überzugreifen

Uwe Dietrich vom Bau- und Ordnungsamt der Stadt: „Extrem gefährlich war zudem, dass die Flammen im Dachbereich auf die andere Haushälfte überzugreifen drohten. Es hätten weitere Personen und auch die andere Seite des Hauses noch schwerer in Mitleidenschaft gezogen werden können. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das Gott sei Dank verhindern.“

Im Dachbereich drohte das Feuer bereits, auf die Nachbarhaushälfte überzugreifen. Quelle: Sven Bartsch

Die Bilanz auf Seiten der Feuerwehr: Neben den Leisniger Einsatzkräften waren Feuerwehrleute der Ortswehren Börsen-Gorschmitz, Wiesenthal sowie Naundorf im Einsatz. Aus der Nachbarkommune Hartha sowie dem dortigen Ortsteil Gersdorf wurde Unterstützung gerufen, zudem aus dem Döbelner Ortsteil Limmritz. Der Erstangriff erfolgte mit mehreren Strahlrohren und mittels Drehleiterfahrzeug. Insgesamt waren 54 Feuerwehrkameraden mit 13 Fahrzeugen im Einsatz.

Haushälfte ausgebrannt, alles Weitere obliegt Eigentümern

Nachbarn hatten den Brand am 7. Dezember gegen 7 Uhr bemerkt und den Notruf gewählt. Wie die Polizei weiterhin mitteilt, wurde die 79-Jährige Frau, die in der unmittelbar angrenzenden Haushälfte wohnt, aufgrund der starken Rauchentwicklung zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Wie bereits berichtet, wurde im Zuge der Brandortuntersuchung in dem Haus ein Leichnam gefunden, zu dessen Identität die Ermittlungen noch laufen.

Die Doppelhaushälfte ist ausgebrannt. Angaben zum Sachschaden liegen der Polizei noch nicht vor. Ein Brandursachenermittler hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Angaben zur Brandursache sind aufgrund der noch laufenden Untersuchungen und Ermittlungen der Kriminalpolizei derzeit ebenfalls noch nicht möglich. Was jetzt aus dem Haus wird? Uwe Dietrich: „Da es sich um ein Haus in Privatbesitz handelt, rum obliegt alles Weitere den Eigentümern.“

Von Steffi Robak

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