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Döbeln Vortrag über Uranabbau im Niger
Region Döbeln Vortrag über Uranabbau im Niger
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20:05 01.11.2018
Das Migrationsprojekt „Ankommen und Bleiben in Leisnig und Hartha“ organisiert den Vortragsabend in der Bibliothek Hartha. Quelle: Veranstalter
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Hartha

Die Konsumfreude deutscher Verbraucher ist ungebrochen. Nicht verwunderlich, dass wir nach den ersten fünf Monaten diesen Jahres bereits auf Pump leben, zumindest was unsere natürlichen Ressourcen anbelangt. Wir beeinflussen mit jeder Kaufentscheidung den Markt und vor allem das Leben derer, die fernab des westlichen Wohlstandes für die westliche Wirtschaftsmaschine arbeiten. Kommenden Mittwoch, am 28. November, wird diesem globalem Problem Raum geschenkt. „Uranabbau im Niger –Wie unser Konsum die Lebensgrundlagen in anderen Regionen der Welt zerstört“ ist der Titel des Vortrages, der beispielhaft Bewusstsein schaffen soll für Missstände, die vermeintlich weit weg scheinen. Die Stadtbibliothek Hartha öffnet dafür ihre Türen von 19 bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ein Appell an die Moral

Der westafrikanische Staat Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der Abbau des radioaktiven Stoffes Uran durch europäische Unternehmen beutet die Menschen vor Ort aus und zerstört die Umwelt. Hinzukommen schlechte Arbeitsbedingungen, mangelhafter Arbeitsschutz der Angestellten, geringe Löhne und Erkrankungen der Bevölkerung. „An diesem Thema soll symbolisch der Energiehunger des Westens und seine Folgen dargelegt werden“, erklärt Stefan Orosz, Projektverantwortlicher von „Ankommen und Bleiben in Leisnig und Hartha“. Dafür haben er und sein Partner Silvio Kühne einen fachkundigen Referenten ins Boot geholt. Falk Beyer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit allem rundum das Thema Atomkraft. „Ankommen und Bleiben“ kooperiert schon länger mit dem Journalisten, der im Projekthaus Döbeln aktiv ist.

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Seit Mai diesen Jahres ist das ursprüngliche Leisnig-Projekt in der Industriestadt aktiv. Seitdem haben die beiden Projektleiter einige Veranstaltungen in Hartha auf den Weg gebracht, auch in der Bibliothek. Sie wollen einen Beitrag zur Integration und aktiven gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten leisten. Veranstaltungen wie diese sollen Vorurteile abbauen und Fremdenfeindlichkeit stoppen.

Von Lisa Schliep

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